Einstufiges Wischen mit aufbereiteten Reinigungstextilien Mehr Hygiene, weniger Kosten

Ein Großteil aller Krankenhauskomplikationen besteht aus Infektionen, die sich Patienten in der Einrichtung zuziehen. Einstufiges Wischen mit aufbereiteten Reinigungstextilien trägt zur Ver- hinderung nosokomialer Infektionen bei ohne wirtschaftliche Ziele aus den Augen zu verlieren.

  • Bild 1 von 2
    © Vileda
    Einstufiges Wischen mit aufbereiteten Reinigungstextilien leistet einen Beitrag zur Verhinderung nosokomialer Infektionen.
  • Bild 2 von 2
    © Vileda
    Reinigungstextilien können nicht nur maschinell, sondern auch manuell (Bild) aufbereitet werden.

Mehr Hygiene, weniger Kosten

- Eine nosokomiale Infektion kann verschiedene Ursachen haben. Die Risikofaktoren werden danach eingestuft, wie hoch das Übertragungsrisiko ist. Priorität kommt den Händen von Personal, Besuchern und Patienten zu. Hier muss einer Kontaminierung mittels regelmäßiger Händedesinfektion vorgebeugt werden. Diese Reihenfolge gilt es zu beachten: Instrumente, Geräte und Gegenstände, patientennahe und zuletzt patientenferne Flächen.

Bei der Bodenreinigung verringert das einstufige Wischverfahren das Übertragungssrisiko mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand.

Krankenhäuser sind bestrebt, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Zu Recht. Nicht vergessen werden darf jedoch, dass Krankenhäuser auch wirtschaftlich zu führen sind. Dies insbesondere durch Optimierung der Reinigungskosten, effektives, einfaches und schnelles Reinigen sowie Sicherstellung optimaler Ergebnisse durch korrekte Produktverwendung und minimalen Chemikalien- und Wasserverbrauch.

Auch bei diesen rein wirtschaftlichen Anforderungen trägt die einstufige Methode mit aufbereiteten Reinigungstextilien zur Ziel-erreichung bei. Denn einstufiges Wischen bietet den Krankenhäusern maximale Reinigungsleistung, hervorragende Hygiene und verbesserte Wirtschaftlichkeit. Wie ist dies möglich? Bei der einstufigen Methode mit aufbereiteten Reinigungstextilien werden diese mit der jeweiligen Chemie getränkt. Das Reinigungspersonal muss keine Chemikalien auf den Reinigungswagen mitführen. Das bedeutet eine Gefahrenreduktion für Personal, Patienten und Besucher.

Kreuzkontamination verhindern

Die gefährliche Kreuzkontamination wird durch das so genannte Abwerfen der verwendeten Reinigungstextilien nach jedem Reinigungsbereich eingedämmt. Für die praktische Anwendung heißt das: Die Türen der verschiedenen Räume in einem Krankenhaus sind gewissermaßen Sicherheitsschleusen. Sobald die Reinigungskraft den Raum verlässt, werden alle benutzten Textilien in einen Wäschesack geworfen. Natürlich werden die verschiedenen Reinigungszonen durch die Verwendung der farblich unterschiedlichen Reinigungstextilien getrennt. Der nächste Raum wird mit neuen, aufbereiteten Textilien gereinigt. So entfällt das Wiedereintauchen, Auswaschen und Auswringen von gebrauchten Moppbezügen und Tüchern.

Für ein optimales Reinigungsergebnis wird empfohlen, Reinigungstextilien mit hoher Saugfähigkeit und sehr geringer Fusselneigung zu verwenden. Spezielle Mikrofaser-Garn-Kombinationen bestechen durch ihre hervorragende Schmutzaufnahme. Der Verbrauch von Reinigungschemikalien kann bis zu 80 Prozent reduziert werden. Es gibt sogar Bezüge, die Bakterien bis zu 99,9 Prozent entfernen können. Mikrofasertücher aus Endlosfasern überzeugen durch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Chemikalien und herausragende Reinigungsleistung. Für die maschinelle Tuchaufbereitung eignen sich besonders Tücher mit geringem Eigengewicht. Auch sie entfernen Bakterien ohne Desinfektionsmittel fast vollständig. Die Tücher ermöglichen hohe Flächenleistung und streifenfreie Reinigung.

Krankenhäuser können ihren Wasserverbrauch gegenüber dem zweistufigen Nasswischen im Idealfall um die Hälfte senken. Waschkosten reduzieren sich, denn es können mehr Moppbezüge und Tücher pro Waschgang gewaschen werden, da die genannten Reinigungstextilien trotz ihrer hohen Wasseraufnahme ein sehr geringes Eigengewicht haben.

Die einstufige Methode mit aufbereiteten Reinigungstextilien bedeutet eine bis zu 20-prozentige Zeitersparnis gegenüber der zweistufigen Bodenreinigungsmethode. Das Reinigungspersonal reinigt den Boden in einem Schritt. Es müssen keine Eimer und Pressen mehr mitgeführt werden, die Rüstzeiten verringern sich.

Maschinelle oder manuelle Aufbereitung

Reinigungstextilien können maschinell oder manuell aufbereitet werden. Die maschinelle Aufbereitung erfordert eine frei programmierbare Waschmaschine mit Dosiereinrichtung. Das Reinigungsmittel wird im letzten Waschgang zugegeben. Somit ist dies die optimale Methode in Bezug auf Zeitersparnis und exakte Dosierung. Die manuelle Dosierung erfolgt erst nach dem Waschprozess. Eine flexible Dosierung kann durch eine Dosiereinheit, die zentral oder auf Station eingerichtet ist, erfolgen.

Vileda | heike.holland@holzmannverlag.de