Landesinnung Saarland Zivilschutzanlage unentgeltlich gereinigt

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    Mitarbeiter verschiedener Innungsbetriebe, hier zu sehen mit Ralf Schneider, stellvertretender Landesinnungsmeister, haben im Rahmen der Aktion „Sauberes Saarland“ die Zivilschutzanlage Saarbrücken-­Güdingen gereinigt.
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    Zunächst wurden Wände und Sitzflächen von Staub und Verschmutzungen befreit. Der Bunker aus der Zeit des Kalten Krieges sollte rund 1.800 Menschen Schutz bieten.
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    Die Zivilschutzanlage wurde vor rund 50 Jahren gebaut und geriet später in Vergessenheit. Künftig soll sie als Museum genutzt werden.

Im Rahmen der neuen Aktion „Sauberes Saarland – die Gebäudedienstleister in Aktion“ haben Mitarbeiter verschiedener Innungsbetriebe die Zivilschutzanlage in Saarbrücken-Güdingen gereinigt. Drei Tage lang waren acht Reinigungskräfte in dem Bunker im Einsatz, der vor rund 50 Jahren unter Saarbrücken errichtet, schließlich vergessen und jetzt wiederentdeckt wurde.

In der Anlage die Anfang der 60er Jahre gebaut wurde, sie ist also ein Relikt des Kalten Krieges, sollten bis zu 1.800 Menschen Schutz finden. Im Notfall hätten die Schutzsuchenden über eine Treppe 15 Meter tief unter die Erde hinabsteigen müssen, um dann noch eine hinter einer massiven Tür gelegene Dekotaminationsschleuse mit Dusche zu passieren. Sie hätten dort rund vier Wochen überleben können – mit Krankenstation, Schlafsälen, Notküche und 40 Toiletten sowie Elektrizitäts- und Lüftungsanlage. Die Lüftungsanlage hätte vermutlich nur zwei Stunden funktioniert, die Toiletten waren ohne Spülung ausgestattet. Wann und wie häufig gespült wird, hätte der Bunkerwart in der technischen Zentrale entschieden. Grund: Man musste Wasser sparen, das aus zwei 65 Meter tiefen Brunnen kam. Mit Ende des Kalten Krieges (1989) wurde der Bunker stillgelegt. Er wird seither von einem Verein gewartet und soll künftig als Museum genutzt werden.

Eingesetzt wurden bei der dreitägigen Aktion der Landesinnung Mitarbeiter, die bereits Erfahrung im Bereich Sonderreinigung haben. In einem ersten Schritt wurden Staub und leicht anhaftende Verschmutzungen mit speziellen Industriesaugern und entsprechenden Filtern, zur Verfügung gestellt von Kärcher, von Wänden und Sitzflächen entfernt. Später wurden die Einrichtungen und technischen Anlagen von Ablagerungen befreit. Während der gesamten Reinigungsmaßnahmen wurde darauf geachtet, möglichst wenig Wasser einzusetzen, um ein Aufsteigen von Luftfeuchtigkeit in der Zivilschutzanlage zu vermeiden.

Die Aktion „Sauberes Saarland“ wurde vom Vorstand der Landesinnung entwickelt. Dabei soll in einer gemeinschaftlichen ehrenamtlichen Aktion ein Objekt von öffentlichem Interesse für eine Stadt, Gemeinde oder einen Verein gereinigt werden. Die saarländischen Städte und Gemeinden wurden zum Start der Aktion mit der Bitte angeschrieben, bei der Suche nach einem geeigneten Objekt behilflich zu sein. Der Vorstand der Landesinnung um Landesinnungsmeister Bernhard Weishaupt und seinen Stellvertreter Ralf Schneider hatte sich schließlich für die Reinigung der Zivilschutzanlage entschieden.