Mit einem Gesamtumsatz von 252 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 konnte die Dorfner Gruppe um fast vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (243 Millionen) zulegen.

Den mit Abstand größten Zuwachs verzeichnete dabei der Geschäftsbereich Gebäudemanagement. Der Umsatz kletterte um rund 68 Prozent auf 19 Millionen Euro.
„In unseren Geschäftsbereichen sind es nach wie vor die Menschen, die die Arbeit verrichten – nicht die Maschinen. Deshalbgebührt ihnen vor allem unser Dank. Sie sind es, die die Dorfner Gruppe repräsentieren und erfolgreich machen“, sagt Gesamtgeschäftsführer Peter Engelbrecht. Mit 11.300 Beschäftigten (Vorjahr: 10.400) zählt die in Deutschland, Österreich und Tschechien aktive Gruppe zu den großen mittelständischen Arbeitgebern im Dienstleistungssektor.
Nach wie vor stellt die Gebäudereinigung den größten Geschäftsbereich dar. Hier erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 181,5 Millionen Euro, gefolgt vom Geschäftsbereich Catering mit 51,5 Millionen Euro und dem Wachstumsmarkt Gebäudemanagement mit 19,0 Millionen Euro.
„Der große Erfolg im Gebäudemanagement freut uns besonders“, sagt Peter Engelbrecht, „da wir erst vor wenigen Jahren diesen Sektor als neues Standbein aufgebaut haben.“ Mit der Etablierung des neuen Geschäftsbereiches hat die Dorfner Gruppe den Weg vom klassischen Gebäudereinigungsunternehmen, als das es im Jahr 1949 gegründet wurde, hin zum umfassenden Facilitydienstleister abgeschlossen. Ein besonderes Plus der Dorfner Gruppe sei es, dass die angebotenen Dienstleistungen nicht zugekauft werden, sondern von der Gruppe weitgehend selbst erbracht würden. Engelbrecht: „Mit einer Eigenleistungsquote von rund 85 Prozent sind wir in Deutschland kaum zu schlagen.“
Für die Zukunft sieht sich Dorfner gut aufgestellt. Engelbrecht sieht vor allem zwei große Herausforderungen auf die Branche zukommen: die digitale Transformation und die Mitarbeiterrekrutierung. „Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass unsere Dienstleistungen noch viele Jahre hauptsächlich von Menschen erbracht werden, müssen wir uns schon heute auf die Zukunft einstellen. Konkret bedeutet das, dass wir noch stärker an der Optimierung unserer Prozesse arbeiten müssen. Dazu brauchen wir innovative Strukturen, die uns später auch den Zugang in die Automatisierung der einfachen Tätigkeiten ermöglichen.“
Ein weiteres Thema ist die Frage der Mitarbeiterrekrutierung. In Zeiten einer faktischen Vollbeschäftigung sei es laut Engelbrecht, außerordentlich schwierig, neue Mitarbeiter zu finden – insbesondere auch im geringqualifizierten Bereich. „Wichtig ist es, sich noch deutlicher als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Das geht aber nur, wenn man wirklich etwas zu bieten hat. Leere Worte helfen hier nicht.“ Mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement, der hauseigenen Hans Dorfner Akademie oder einem speziellen Onlineangebot, über das die Beschäftigten vergünstigt einkaufen können, habe man bereits wichtige Benefits für Mitarbeiter geschaffen, denen noch weitere folgen sollen. Besonderes Augenmerk richtet die Gruppe auch auf den Nachwuchs. Ende 2017 absolvierten 31 junge Menschen ihre Ausbildung als Bürokaufleute, Gebäudereiniger/in, Fachmann/-frau für Systemgastronomie und Koch/Köchin in der Dorfner Gruppe. /mjt