
Um sich über das vorbildliche Engagement für die Integration von Flüchtlingen zu informieren, besuchte Bundespräsident Joachim Gauck in Essen die Mitglieder des Netzwerks „Wir zusammen“. Die Initiative bündelt seit Februar 2016 die Initiativen von mehr als 100 Unternehmen der deutschen Wirtschaft. Ein Schwerpunkt ist es, Zuwanderern durch die Integration in den Arbeitsmarkt eine nachhaltige Perspektive zu geben. Zu den Mitgliedern der Initiative gehört auch die All Service Unternehmensgruppe für Gebäudemanagement (Frankfurt am Main).
In seinem Grußwort betonte Joachim Gauck, wie wichtig der große persönliche Einsatz der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter für die Menschen sei, die aktuell in Deutschland Zuflucht suchen. Gleichzeitig appellierte er an weitere Unternehmen, dem Beispiel zu folgen und einen eigenen Beitrag zur erfolgreichen Integration zu leisten.
„Gelingen ist nicht selbstverständlich, es ist aber immer möglich!“ Mit diesen Worten eröffnete der Bundespräsident die Ehrung der teilnehmenden Unternehmen. Zu den rund 300 Gästen aus dem Kreis der „Wir zusammen“-Mitglieder gehörten auch Oliver Munzel, geschäftsführender Gesellschafter von All Service, Mentor Yusaf Shah und Yama Masjidi, der von All Service unterstützt wird.
Darüber hinaus tauschte sich Joachim Gauck mit Vertretern des Netzwerks zum Thema Chancen und Herausforderungen der Integration aus. In der Diskussionsrunde waren als Vertreter der Arbeitnehmer Dieter Lochbihler (Robert Bosch), Fouad Abou Meilek, der vor 18 Jahren aus Syrien nach Deutschland kam und heute als Restaurantmanager bei McDonald’s seine Erfahrungen an Neuankömmlinge weitergibt, sowie Dr. Susanne Sollner (Burgbad). Außerdem konnten sich der Bundespräsident und alle Gäste im Rahmen einer Ausstellung über Beispiele aus der Arbeit des „Wir zusammen“-Netzwerks informieren. Fünf Integrationsprojekte zeigten das Engagement der Unternehmen.
All Service hat sich dem Netzwerk mit dem Projekt „Integration ist für uns kein Fremdwort“ angeschlossen. Das Patenschaftsversprechen der Unternehmensgruppe umfasst die Schaffung von 16 Ausbildungsplätzen sowie 21 Praktikumsplätzen in den nächsten zwei Jahren – im Bereich Gebäudedienste, Sicherheitsdienste sowie Garten- und Landschaftspflege. Darüber hinaus ist das Ziel, möglichst vielen Bewerbern entsprechend ihren Kenntnissen und Fähigkeiten eine Festeinstellung zu ermöglichen.
2015 waren 3.400 Mitarbeiter bei All Service beschäftigt. Sie erwirtschafteten mehr als 64 Millionen Euro Umsatz.