Beschichtungstest Es kann nur eine geben

Wie reinige ich möglichst wirtschaftlich ein Objekt? Alltag in der Gebäudereinigung. Nicht ganz alltäglich ist die Methode, die sich die Aktiv Gebäudedienstleistungen aus Unna hat einfallen lassen, um diese Frage zu beantworten.

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    Keine einfache Aufgabe für die drei Hersteller: Der Boden sah zum Teil arg mitgenommen aus.
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    Hendrik Hennel (Fachgroßhandel Hennel) und Nadine Schlotter (Aktiv) bei der Grundrei nigung.
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    Jens Ullbrich (Dr.Schnell) trägt die zweite Beschichtung auf.
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    Dirk Tegtmeier (Kiehl) hat auf seiner Testfläche ganze Arbeit geleistet.
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    Die Testflächen sind fertig. Mit einem Luft gebläse wird die Abtrocknung beschleunigt.

Es kann nur eine geben

-Man kennt die Konstellation aus diversen Automagazinen: Ein bestimmtes Fahrzeug durchläuft einen Praxis-Dauertest von beispielsweise 50.000 km. Wie zuverlässig ist es, was fällt im Alltag positiv oder negativ auf? Am Ende wird abgerechnet, so dass der Leser eine praxisnahe Bewertung der Qualitäten des Fahrzeugs erhält, die ihm die Kaufentscheidung erleichtern soll.

Dieses Prinzip hat sich auch die Aktiv Gebäudedienstleistungen aus Unna zu eigen gemacht. Im vorliegenden Fall geht es um die am besten geeignete Beschichtung für Linoleumböden. Gleichzeitig soll auch das optimale Reinigungsverfahren und die Methode der Zwischen- bzw. Grundreinigung ermittelt werden. Das Objekt: das Geschwister Scholl Gymnasium in Lüdenscheid, das der Dienstleister betreut. Der Clou: Aktiv hat es geschafft, die drei Chemiehersteller Dr.Schnell, Ecolab und Kiehl gleichzeitig und in Konkurrenz zueinander für diesen Dauertest zu gewinnen.

So folgten die Hersteller der Einladung ihres Kunden, um im Oktober 2008 in Eigenregie Testreinigungen in der Schule durchzuführen. Die Aufgabenstellung an sie lautete, auf verschiedenen Linoleumbelägen eine Grundreinigung unter möglichst wirtschaftlichen Voraussetzungen durchzuführen sowie eine strapazierfähige Beschichtung mit hoher Standzeit aufzubringen. Positiver Nebeneffekt: Die drei Hersteller haben neben der gestellten Aufgabe gleichzeitig die Reinigungskräfte des Gebäudedienstleisters geschult.

Die zum Teil sehr alten Linoleumbeläge wiesen eine starke Oberflächenaufrauung auf und waren teilweise durch Verseifung irreversibel verfärbt, berichten die Mitarbeiter von Dr.Schnell. Das Ecolab-Team fand einen grauen Linoleumboden vor, der mechanisch-chemisch beschädigt war. Zudem seien durch eine unzureichende Grundreinigung zum Teil noch Reste einer Versiegelung sichtbar gewesen. Und auch die Verantwortlichen von Kiehl bemängelten den Zustand des Bodens, der noch teilweise mit einer Altbeschichtung versehen war.

Für die sachgemäße Durchführung aller Arbeiten – v.a. der Bodenbearbeitung – im Rahmen der Unterhaltsreinigung empfahlen die Hersteller jeweils Produkte aus ihrem Sortiment und stellten sie dem Dienstleister auch zur Verfügung. Diese Arbeiten werden von den jeweiligen Außendienstmitarbeitern in der nächsten Zeit begleitet. Im Schulbetrieb soll sich dann zeigen, welche Beschichtung im Alltagshärtetest am besten abschneidet. Mit welchen Produkten die jeweiligen Hersteller an die Aufgabe rangegangen sind, entnehmen Sie der Tabelle.

rationell reinigen wird den Verlauf des Tests begleiten und über das Endergebnis berichten. Zum Abschluss des Tests werden mittelfristig die Kriterien Wirtschaftlichkeit, Haltbarkeit, Handhabung, Werterhalt und Optik eine Rolle spielen. Aktiv hat die beteiligten Unternehmen vorab darüber informiert, dass nach Abschluss der Testphase das beste System zukünftig in allen Objekten des Gebäudedienstleisters eingesetzt wird.

Doch bereits jetzt gibt es zwei Gewinner: Aktiv als kreative und innovative Firma und das Geschwister Scholl Gymnasium.

Markus J. Targiel | markus.targiel@holzmannverlag.de