Landesinnung Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern Neujahrsempfang mit Prominenz

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    Christoph Ahlhaus (Mitte), inzwischen abgewählter Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, mit Obermeister Dr. Jan M. Reimers (re.) und Innungsgeschäftsführer Volker Okun beim Neujahrsempfang Mitte Januar.
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    Rund 200 Gäste trafen sich beim Neujahrsempfang der Landesinnung Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern im Großen Saal der Handwerkskammer Hamburg.

Neujahrsempfang mit Prominenz

- Rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verbänden trafen sich Mitte Januar zum traditionellen Neujahrsempfang der Landesinnung der Gebäudereiniger Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern.

Innungsobermeister Dr. Jan M. Reimers begrüßte im großen Saal der Handwerkskammer Hamburg neben dem - inzwischen abgewähl-
ten - Ersten Bürgermeister Christoph Ahlhaus und dem Präsidenten der Handwerkskammer, Josef Katzer, u.a. die Bundestagsabgeordneten Marcus Weinberg (CDU), Sylvia Canel (FDP), Bezirks-Staatsrat Rolf Reincke (CDU), Wolfhard Ploog, Vizepräsident der Bürgerschaft, Uwe Grund, Vorsitzender des DGB, und den GAL-Fraktionsvorsitzenden Jens Kerstan.

Reimers lobte in seiner Ansprache den Optimismus, den vor allem das Handwerk ausgezeichnet habe und der Motor gewesen sei, um schnell aus der Wirtschaftskrise 2009 herauszukommen. Dazu müsse die Politik aber vernünftige Rahmenbedingungen erhalten bzw. schaffen, und dazu gehöre auch die Fortführung der Politik von zwei branchenbezogenen Mindestlöhnen - für ungelernte und für gelernte Mitarbeiter - nach Start der EU-Freizügigkeit am 1. Mai 2011. Es sei keinem Lehrstellenbewerber zu vermitteln, dass er nach der Ausbildung keinen vernünftigen Tariflohn bekomme, der seinen Lebensunterhalt sicherstelle. „Ohne die zwei Mindestlöhne wird der Ausbildungsberuf Gebäudereiniger unattraktiv“, sagte Reimers.

Außerdem berichtete er, dass das „Aktionsbündnis gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im Gebäudereiniger-Handwerk“ partnerschaftlich zusammenarbeite und als Ergebnis eine Broschüre erstellt sei, die als Beilage im „NordHandwerk“ und der „Hamburger Wirtschaft“ verteilt werde. Ziel ist es, die Auftraggeber über ihre Pflichten aufzuklären und zu sensibilisieren, um die Seriosität in der Gebäudereinigung zu verstärken.

Diesen Ball nahm Christoph Ahlhaus auf. Das Handwerk wie auch die gesamte Wirtschaft bedürfe verlässlicher Rahmenbedingungen. Und: Der Titel Umwelthauptstadt gehe mit einer Verstärkung des Umweltgedankens einher. Große Anstrengungen in der Umwelttechnologie seien gefragt. Gerade in einer solchen zukunftsträchtigen Technologie könne das Handwerk ein starker Faktor sein. Graffiti bezeichnete Ahlhaus nicht als Kunst, sondern als Sachbeschädigung. Er sprach sich für eine Neuauflage des Antigraffiti-Förderprogramms aus. Forderungen nach Anhebung des Spitzensteuersatzes, Aufhebung der Mitversicherung von Familienmitgliedern bei den Krankenkassen sowie Abschaffung des Ehegattensplittings erteilte Ahlhaus eine Absage. Diese Forderungen seien wegen der damit verbundenen Kosten, die den Einzelnen treffen, Gift für die Wirtschaft im Allgemeinen und das Handwerk im Besonderen.