2014 war für Stihl ein Jahr der Bestmarken. Mit 2,98
Milliarden Euro konnte die Unternehmensgruppe einen neuen Umsatzrekord erzielen. Der Zuwachs lag gegenüber dem Vorjahr bei 5,9 Prozent, währungsbereinigt bei 8,7 Prozent.
Der Auslandsanteil am weltweiten Umsatz lag bei 89,4 Prozent. Der Personalstand stieg um 3,3 Prozent auf 14.297 Mitarbeiter in der Gruppe. „Trotz eines noch stärkeren Einflusses der internationalen Krisen erwarte ich für das laufende Jahr moderates Wachstum“, sagte der Stihl-Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora bei der Bilanzpressekonferenz.
Mit Ausnahme von Russland verzeichneten alle Hauptabsatzmärkte im Geschäftsjahr 2014 eine positive Entwicklung. Besonders stark zulegen konnte Stihl in Nordamerika. In Lateinamerika wuchsen Brasilien und Mexiko überdurchschnittlich. Die Märkte in Argentinien und Venezuela wurden hingegen durch massive Importrestriktionen stark beeinträchtigt.
Die großen Märkte in Westeuropa verzeichneten sehr gute Zuwächse. Auch in Osteuropa wurden überwiegend Absatzsteigerungen erzielt. Davon ausgenommen waren die Ukraine und Russland mit einer anhaltend schwachen Nachfrage. Die Verkäufe in Asien und Ozeanien lagen vorwiegend über dem Vorjahresniveau.
Im deutschen Markt erzielte Stihl nach Unternehmensangaben deutliche Umsatzsteigerungen. Das Stammhaus, die Andreas Stihl AG & Co. KG in Waiblingen, legte um 4,6 Prozent auf 995 Millionen Euro zu. Die Exportquote erhöhte sich leicht und liegt nun bei 88,7 Prozent. Der Personalstand im Stammhaus nahm um 2,5 Prozent zu und lag zum Jahresende bei 4.222 Mitarbeitern. Die Investitionen stiegen um 28 Prozent und erreichten ein Niveau von 72,3 Millionen Euro. Ein großer Teil davon entfiel auf den Neubau eines Produktionslagers in Waiblingen. Erhebliche Mittel flossen auch in Forschung und Entwicklung zur Erweiterung des Produktsortiments.
Auch im vergangenen Geschäftsjahr wurde der weltweite Stihl-Fertigungsverbund erweitert. 88,3 Prozent der Investitionen (161 Millionen Euro) entfielen auf die Produktionsgesellschaften. Auf den Philippinen wurde mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte für Vergaser begonnen. In diesen Produktionsstandort wird die Unternehmensgruppe mehr als 40 Millionen Euro investieren. Zudem wurden die Fertigungskapazitäten der chinesischen Produktionsgesellschaft in Qingdao durch einen Neubau stark erweitert.
Im Jahr 2015 sind nach Unternehmensangaben trotz des schwachen russischen Marktes zahlreiche Märkte dynamisch gestartet. Stihl erzielte im ersten Quartal ein Umsatzplus. Beim Absatz machen sich laut Vorstandschef Dr. Bertram Kandziora allerdings die schwache Nachfrage in Russland und der Ukraine bemerkbar sowie Importbeschränkungen in Argentinien und Venezuela.
Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forst- und Landwirtschaft sowie für die Landschaftspflege, die Bauwirtschaft und anspruchsvolle Privatanwender. Ergänzt wird die Produktpalette durch das Gartengerätesortiment von Viking.