Dr. Sasse: Umsatz steigt auf 144 Millionen Euro

Der Münchner Gebäudedienstleister Dr. Sasse ist im Geschäftsjahr 2014 um knapp vier Prozent gewachsen. Der Gruppenumsatz stieg auf 144 Millionen Euro. Ein gutes Drittel des Auftragsvolumens machen integrierte FM-Aufträge aus.

„Wir sind zufrieden. Wir konnten über dem Durchschnitt zulegen. Dazu haben wir 100 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen“, sagte Dr. Eberhard Sasse, Vorstandsvorsitzender der Dr. Sasse AG, vor der Presse in München. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 5.200 Mitarbeiter, davon 80 Prozent sozialversicherungspflichtig.

Das  wachsende Vertrauen des Marktes in die Facility-Management-Kompetenz des Unternehmens sei spürbar, erklärte Sasse. Als Vertrauensgeste bezeichnete er es, dass die Fraport AG seinem Unternehmen das Terminal 2 in Frankfurt am Main zugesprochen hat. Durch den gestiegenen Bekanntheitsgrad rutschte Dr. Sasse in einer aktuellen Markenbewertung im Immobiliensektor auf Platz 3 der Immobiliendienstleister.

Der Münchener Multidienstleister will sich in diesem Jahr unter dem Motto „Sasse 4.0: Wir denken digital“ den Anforderungen der Zukunft widmen. Die sogenannte vierte industrielle Revolution zeichnet sich durch Individualisierung beziehungsweise Hybridisierung der Produkte und die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in die Geschäftsprozesse aus.

Die deutsche Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Hightech-Strategie das „Zukunftsprojekt Industrie 4.0“ ins Leben gerufen. Bei Dr. Sasse rechnet man deshalb mit einem Ansteigen der Digitalisierungswelle in den Betrieben der Auftraggeber und will als Zulieferer mit den dadurch sich verändernden Auftragsbedingungen Schritt halten. Deshalb werde man in die digitale Ausrüstung der eigenen Betriebe und die zugehörige Software kräftig investieren.

Wie bereits berichtet, ist Dr. Sasse in ein Projekt involviert, mit dem „Facility Manager“ einen modernen Lehrberuf zu schaffen. Man sei dabei ein gutes Stück auf dem „steinigen und langen Weg“ vorangekommen, berichtete  Dr. Christine Sasse, zuständiges Vorstandsmitglied für Personalfragen. Im Durchschnitt dauere es fünf bis sieben Jahre, bis ein neuer Beruf geschaffen sei. Man hoffe, dass es beim „Facility Manager“ in drei bis vier Jahren so weit sein könne und man dadurch attraktiver für Nachwuchs werde.