
Die Unternehmensgruppe Kötter (Essen) trauert um General a. D. Ulrich K. Wegener. Der Gründer der Antiterroreinheit GSG 9 war mehr als 15 Jahre Vorsitzender des Sicherheitsbeirates von Kötter. Er hatte entscheidenden Anteil an der Gründung dieses Expertengremiums im Jahr 2000. Ulrich K. Wegener starb im Alter von 88 Jahren.
Unter seiner Führung befreite die GSG 9 im Herbst 1977 auf dem Flughafen von Moga-dischu 92 Passagiere und Besatzungsmitglieder aus der Hand von Terroristen, die das Flugzeug „Landshut“ entführt hatten. Seine Einsatzkonzepte und Ausbildungsmethoden wurden in den Folgejahrzehnten weltweit zum Maßstab bei der Aufstellung von Antiterroreinheiten und der Entwicklung wegweisender Sicherheitskonzepte. Davon profitierten nach Unternehmensangaben seit dem Jahr 2000 auch Kötter Security und die private Sicherheitswirtschaft. Ulrich K. Wegener habe entscheidenden Anteil an der Realisierung komplexer Sicherheitsprojekte gehabt und sei wichtiger Impulsgeber für die verstärkte Zusammenarbeit von privaten Sicherheitsunternehmen und öffentlicher Hand gewesen. Gleichzeitig war er maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung der Aus- und Weiterbildungsstandards innerhalb der Akademie von Kötter beteiligt. „Wir werden das Andenken an diese einzigartige Persönlichkeit und diesen beeindruckenden Ratgeber stets in Ehren halten“, sagte Friedrich P. Kötter, unter anderem Verwaltungsrat von Kötter Security (Düsseldorf). Kötter ist Anbieter von Sicherheitsdienstleistungen und Sicherheitstechnik sowie Reinigungs- und Personaldienstleistungen. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete im Jahr 2016 mit rund 19.000 Mitarbeitern 545 Millionen Euro Umsatz.