Sieben Tipps für das telefonische Vorstellungsgespräch So überzeugt man den Chef

Wer nach der Ausbildung den Arbeitgeber wechselt, muss in aller Regel ein Bewerbungsverfahren durchlaufen. Dazu gehört ein persönliches Vorstellungsgespräch. Aber auch ein vorangestelltes Telefoninterview ist möglich. Dies dient in erster Linie als erstes gegenseitiges Abklopfen.

Wer ein telefonisches Vorstellungsgespräch führt, sollte dies besser in den eigenen vier Wänden tun und die wichtigsten Dinge in Griffweite haben: vorbereitete Notizen, Papier, etwas zu schreiben und ein Glas Wasser. Denn wer viel spricht, muss zwischendurch auch etwas trinken. Bild: stock.adobe.com/El Gaucho - © stock.adobe.com/El Gaucho

Was muss man bei einem solchen Telefoninterview beachten und wie überzeugt man den neuen Chef? Sieben Tipps von Philip Bierbach, Geschäftsführer vom Gehaltsportal www.gehalt.de.

1. Die Ortswahl ist entscheidend: Ein Telefoninterview sollte an einem ruhigen und ungestörten Ort stattfinden. Öffentliche Orte eignen sich weniger als die eigenen vier Wände. Handytöne oder eine Türklingel sind Geräusche, die das Gespräch stören und ablenken.

2. Nicht unter Zeitdruck telefonieren: In der Regel informiert der Personaler vorher darüber, für welchen Zeitraum das Gespräch eingeplant ist. Bewerber sollten dennoch versuchen, den Termin auf freie Tage oder den frühen Abend zu legen, so dass das Gespräch ohne Termindruck und Störfaktoren verlaufen kann.

3. Ein professionelles Gesprächsumfeld schaffen: Für ein Telefoninterview sollten sich Bewerber ein Gesprächsumfeld schaffen, in dem sie konzentriert sprechen können. „Wer ein Telefoninterview bequem vom Sofa oder dem Bett aus führt, wird sich weniger gut verkaufen können“, weiß Philip Bierbach, Geschäftsführer vom Gehaltsportal www.gehalt.de. Auch wenn der Personaler den Bewerber nicht sieht, kann es hilfreich sein, sich für ein Telefoninterview wie für ein persönliches Gespräch zu kleiden.

4. Standardfragen auch im Telefoninterview: Ein Telefon­interview ist zwar in der Regel einem persönlichen Vorstellungsgespräch vorangestellt, dennoch sollten Bewerber das Gespräch ernst nehmen und sich entsprechend vorbereiten. Auch in diesem Telefonat können Personaler Standardfragen zur Motivation oder zum Unternehmen stellen.

Eine Liste an Beispielfragen:

  • Warum haben Sie sich beworben?
  • Was gefällt Ihnen am besten an unserem Unternehmen?
  • An wie vielen Standorten sind wir tätig?
  • Wie oder womit verdienen wir unser Geld?
  • Wie lautet unser Claim/Slogan?
  • Kennen Sie unsere Unternehmensvision?
  • Was sind Ihre Stärken? Was Ihre Schwächen?

Der Vorteil ist: Bewerber können sich mit Notizen gut vorbereiten und während des Gesprächs spicken. Dennoch sollten sie darauf achten, am Telefon nicht wild am Computer herumzutippen.

5. Punkten ohne Gestik und Mimik: Gestik und Mimik fallen bei einem Telefoninterview komplett weg, weshalb Bewerber mit Inhalt und Stimme punkten müssen. „Rückmeldesignale sowie ein gutes Timing sind in Telefoninterviews sehr wichtig, damit sich die Gesprächspartner nicht gegenseitig ins Wort fallen“, rät Philip Bierbach. Geübte Ohren hören zwar oft, wenn der Gesprächs­teilnehmer nebenbei etwas anderes macht, doch Bewerber können für ihre Notizen auch eine kurze Schreibpause einfordern.

6. Stabile Telefonleitung: Die Jobanwärter sollten sich für ein Telefoninterview nicht nur inhaltlich vorbereiten. Wer zuhause nur schlechten Handyempfang hat, für den ist das Festnetz die erste Wahl. Ein voller Akku ist unerlässlich, bei Voice-Chat-Gesprächen über das Internet sollten Bewerber vorher zusätzlich die Bandbreite und ihr Mikrofon überprüfen.

7. Das Wichtigste in der Nähe: Wer ein Telefoninterview führt, sollte die wichtigsten Dinge zur Hand haben. Hierzu zählen die vorbereiteten Notizen, Papier und etwas zu schreiben. Nicht zu vergessen ist außerdem ein Glas Wasser. Wer viel spricht, muss zwischendrin auch etwas trinken.

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