Landesinnung Hessen Azubis reinigen historische Brunnen

Kostenlose Brunnenreinigung in Frankfurt am Main: Gebäudereiniger-Azubi Felix Praml bei der Arbeit am Hohen Brunnen im Stadtteil Bornheim. Bild: Umweltamt der Stadt Frankfurt - © Umweltamt Frankfurt

Wenn alle Brünnlein fließen, so muss man – reinigen. Die acht Gebäudereiniger-Auszubildenden aus dem dritten Lehrjahr, die am Hohen Brunnen in Frankfurt-Bornheim im Einsatz waren, haben das Volkslied aus dem 16. Jahrhundert leicht abgewandelt. Mit ­pro­fessionellem Gerät rückten sie dem fast 200 Jahre alten Bauwerk zu Leibe und befreiten es von Schmutz und Schmierereien – Algen, Kalk und Graffiti.

Die Lehrlinge arbeiteten unter Anleitung der Firma Antigraffiti-Rhein-Main aus Wiesbaden, einem Tochterunternehmen der Gebäude­reinigung Rüppel. Betreut wurden die Auszubildenden von Roland Ernst (Antigraffiti-Rhein-Main) und Fachpraxis-Lehrerin Aliye ­Aslandogdu (Philipp-Holzmann-Schule). Der Hohe Brunnen steht unter Denkmalschutz und musste deshalb besonders schonend gereinigt werden. Zuvor hatten die Azubis bereits den Bornheimer Brunnen am Uhrtürmchen wieder auf Vordermann gebracht.

„Wir unterstützen gerne das Projekt des Umweltamtes zur Anpassung an den Klimawandel“, sagte Guido Hahn von der Landes­innung Hessen des Gebäudereiniger-Handwerks. Die Innung biete seit 15 Jahren einen bundesweit anerkannten Lehrgang zur Denkmalreinigung an. „Wir möchten mit der fachgerechten Brunnen­reinigung auf die hohen Ansprüche hinweisen, die an unsere Betriebe gestellt werden“, erklärte Guido Hahn.

Entstanden war die Idee der kostenlosen Brunnenreinigung auf der Ideen- und Kooperationsbörse zum Klimawandel im Dezember 2016. Dabei hatten das Umweltamt Frankfurt und die Landes­innung Hessen des Gebäudereiniger-Handwerks die Vereinbarung getroffen, Erfrischungsbrunnen – historische Trinkbrunnen – durch Reinigung wieder attraktiver zu gestalten und so einen Beitrag zur Klimawandelanpassung zu leisten.

„Ich freue mich sehr über das Engagement der Gebäudereinigung  Rüppel, der Innung, der Philipp-Holzmann-Schule und der Auszubildenden. Dieser Einsatz hilft bei dem Bemühen, für eine Renaissance des öffentlichen Erfrischens zu sorgen. In Zeiten des Klimawandels und zunehmend heißer Sommer wird dies immer wichtiger“, betonte Peter Dommermuth, Leiter des Umweltamtes. Auch der Fach­bereichsleiter für die Gebäudereiniger der Philipp-Holzmann-Schule, Mete Özcan, freute sich über den Praxiseinsatz seiner Schüler.