Fünf Vereine – ein Kombigerät
Um sich professionelle Rasenpflegemaschinen wie die großen Clubs leisten zu können, schließen sich kleine Sportvereine zu Nutzergemeinschaften zusammen. Ein Beispiel aus der Pfalz: Das Problem der Sportvereine in Weilerbach, Siegelbach, Reichenbach, Rodenbach und Erzenhausen/Schwedelbach/Pörrbach dürfte typisch sein: Es wurde mehr trainiert und gespielt, als der Rasen hergab. „Dessen Pflege sicherzustellen, hat uns permanent beschäftigt“, erzählt Herbert Faul vom SC Siegelbach, „für GaLaBau-Firmen fehlte es oft an Geld. Klappt es mit geliehenem Gerät? Kommen genug freiwillige Helfer?“ Im Nachbarort die gleiche Situation: „Am Ende waren Trainer und Spieler unzufrieden“, erinnert sich Peter Degen, SV Rodenbach.
Die Vereine trafen daher eine Entscheidung. Gemeinschaftlich sollte ein professioneller Gerätepark angeschafft werden, mit dem sich alle Pflegeaufgaben auf den Außenplätzen bewältigen ließen. Die zeitliche Nutzung sollte unkompliziert durch Absprachen erfolgen: „Schließlich braucht kein Verein gleichzeitig alle Geräte rund um die Uhr“, so Faul. Vorteilhaft war, dass die VG Weilerbach bereits über einen Kompakttraktor von Kubota verfügte. Für den ST-V32 musste also „nur“ noch die passende Anbaumaschinerie gefunden werden. Die Suche führte zu Wiedenmann; der schwäbische Hersteller unterhält bundesweit 380 Servicestützpunkte. Faul und seine Kollegen entschieden sich für fünf Geräte bzw. Funktionen: Aerifizieren, Tiefenlockern, Nachsähen, Striegeln und Besanden. Mit der angeschafften Terra Combi lassen sich bis zu neun Pflegeaufgaben bewältigen. Das jeweilige Pflegewerkzeug wird dazu auf dem Universalrahmen montiert. Die Vereine wählten den Lockerungsrotor, dessen Messer den Boden aufschlitzen, dabei lockern und belüften. Das hilft, Verdichtungen bis in 20 cm Tiefe zu beseitigen. Soll feiner gearbeitet werden, kommt der Gussscheibeneinsatz auf den Rahmen: Dann werden lediglich die oberen 8 cm Bodenschicht von Verdichtungshorizonten befreit (mit Hohlspoons, mit Schlitzmessern auch bis 13 cm). Zum Verfüllen der Spoonlöcher gehen Faul und Kollegen mit dem Besander über den Rasen: Die Lösung von Wiedenmann mit gleichbleibender Streubreite von 100 cm und exaktem Spurschluss gilt als kostensparend. Für die Beseitigung von feinem Rasenfilz setzten sie die Terra Rake ein. Das Gerät wird ebenfalls am Heckdreipunkt des Kubota befestigt – passt aber auch auf andere Fabrikate. Schwingende Vertikutierzinken in fünf Reihen ziehen das Filzgeflecht aus der Grasnarbe. Zum Nachsähen und Striegeln kommt schließlich wieder die Terra Combi mit entsprechenden Nachläufern zum Einsatz.
