Süddeutsche Glasreiniger-Meisterschaften „vogtopen“ in Stuttgart Sauber in 43,3 Sekunden

„Innovationen wagen“ ist eines der Leitmotive der Vogt GmbH. Mit der Ausrichtung der ersten Süddeutschen Glasreiniger-Meisterschaften hat der Systemdienstleister für Reinigungsmittel diesen Anspruch einmal mehr in die Tat umgesetzt: Erstmals in Deutschland traten Gebäudereiniger in einem solchen Wettkampf gegeneinander an. Ein Wagnis, das belohnt werden sollte.

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    Schnell und gründlich mussten die Wettkämpfer sein, wenn sie eine Chance auf den Titel haben wollten. Die Leistungsdichte unter den fast 100 gemeldeten Profis bei den ersten Süddeutschen Glasreiniger-Meisterschaften war hoch.
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    Oben Gebannte Blicke auf die große Wettkampfbühne; Glasreiniger mit Zweihandtechnik; Unten Nach jedem Durchgang kontrollierten die Schiedsrichter den Reinigungserfolg; Moderator Heiko Isgro im Gespräch mit Vogt-Chef Uli Zoller.
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    Links Auf einem großen LCD-Monitor wurde die Wettkampf-Rangliste permanent aktualisiert. Mitte In der Vogt-Lagerhalle informierten sich Teilnehmer und Besucher über Produktneuheiten zahlreicher Hersteller aus der Reinigungs- und Pflegebranche. Rechts Der erste süddeutsche Meister im Glasreinigen, Denis Herz (Mitte) vor dem Hauptgewinn, einem BMW 1er für ein Jahr, Veranstalter Uli Zoller (links) und Günter Bogenrieder, stellvertretender Vorsitzender des Gebäudereiniger-Handwerks Baden-Württemberg.

Sauber in 43,3 Sekunden

-Weit über 500 Besucher strömen an einem eisklaren, sonnigen Samstagmorgen in die Eventhalle, die vor dem Filialbetrieb der Vogt GmbH in der Ulmer Straße aufgebaut ist. Drei Wettkampfbahnen mit je drei Fenstern in Reihe ragen auf der 15 m langen Bühne in die Höhe, darüber Lichtanlagen und Werbebanner, drumherum Hunderte von Sitzreihen, die Messestände der Hauptsponsoren Vermop, Vileda und Ecolab, Kamerateams regionaler Fernsehsender und ein strahlendweißer BMW 1er als Hauptpreis für den Sieger.

Kein Zweifel, hier findet nicht irgendeine Veranstaltung statt. Hier herrscht professionelle Arenaatmosphäre, mit der viele der Teilnehmer nicht gerechnet hatten. Fast 100 Profis, einigen Junioren und einem Dutzend Bewerber für die Gästeklasse steht jetzt das Lampenfieber buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Mit Unterstützung der Landesinnung des Gebäudereiniger-Handwerks Baden-Württemberg, die die Patenschaft übernommen hatte und Medienpartner rationell reinigen, haben die Veranstalter organisatorisch nichts dem Zufall überlassen. Für die Meisterschaften ziehen sie nicht nur das internationale Reglement aus Großbritannien heran, bei dem die einzelnen Disziplinen und Arbeitsgänge genau definiert sind. Auch die Fenster sind bis auf den letzten Millimeter exakt auf Wettkampfformat zugeschnitten. Als Sonderanfertigungen auf Eisengestellen sind sie so stabil gebaut, dass sie selbst gröberen Reinigungsattacken standhalten.

An separaten Trainingsfenstern wärmen sich die Wettkämpfer auf und üben ein letztes Mal ihre Techniken: Einarmig, zweiarmig, horizontal, vertikal, jede Scheibe in einem oder in mehreren Zügen. Schon hier zeigt sich, dass Können und sportlicher Ehrgeiz auf hohem Niveau liegen. Wer sich jetzt noch stärken will, frühstückt oder greift später auf ein deftiges italienisches Buffet zurück, das den ganzen Tag über für Wettkämpfer und Besucher bereitsteht.

Fachinformationen und Produktneuheiten bieten bei der gleichzeitig stattfindenden „vogtmesse“ nicht nur die Hauptsponsoren in der Wettkampfarena. Über 30 weitere Hersteller aus der Reinigungs- und Pflegebranche stellen in den Lagerhallen des historischen Vogt-Betriebsgebäudes aus. Ein „Pfad des Wissens“ mit Gewinnspiel zur Geschichte der Reinigung, Betriebsführungen, ein Infostand des „vogtseminars“, dem hauseigenen Schulungsprogramm von Vogt, und die Ausstrahlung des „vogtfilms“ auf Großleinwand zählen zu den Highlights im Rahmenprogramm. Dann ist es soweit: Uli Zoller, Geschäftsführer der Vogt GmbH und Günter Bogenrieder, stellvertretender Innungsmeister der Landesinnung des Gebäudereiniger-Handwerks Baden-Württemberg, eröffnen den Premiere-Event. Während sich Uli Zoller darüber freut, dass die erste Veranstaltung dieser Art in Deutschland mit so vielen Teilnehmern und Besuchern präsentiert werden kann, würdigt Günter Bogenrieder den Einsatz der Vogt GmbH und lobt die ausgezeichnete Werbung für den Berufsstand. Mit dem Event, so Uli Zoller weiter, wolle man sich als Dienstleister für eine Branche engagieren, die tagtäglich wichtige Arbeit verrichte. Die Spiele böten die einmalige Gelegenheit, den Leistungsstand dieser Arbeit auch einmal live und unter sportlichen Bedingungen zu sehen. Wie Sprinter an der Startlinie postieren sich dann je drei Glasreiniger nebeneinander auf ihren Wettkampfbahnen. Einwascher, Abzieher und Fensterleder im Hüftgurt griffbereit, den Schweiß auf der Stirn, die Augen auf die blanken Fensterscheiben im hellen Scheinwerferlicht gerichtet. Die Aufgabe: In der ersten Disziplin die Fenster einwaschen, abziehen und nachreinigen, in der zweiten ledern und polieren. Unglaubliche neun Sekunden braucht der Weltmeister für die erste Disziplin ohne Abledern. Unter 20 Sekunden wollen die Teilnehmer in Stuttgart bleiben, mit Schmunzeln im Gesicht. Die Zeiten aus beiden Disziplinen liefern das Endergebnis für die Vorrunde. Abzüge für unsauberes Reinigen kosten allerdings manchen wertvollen Platz in der Qualifikations-Rangliste, die auf einem LCD-Monitor permanent angezeigt wird. Die Juroren unter Leitung von Oberschiedsrichter Dieter Hohmann haben alle Hände voll zu tun. Mit strengem Auge und speziellen Maßringen kontrollieren sie die Reinigungsleistung der Wettkämpfer auf Flecken und Streifen an der Scheibe, auf Restwasser an Rahmen und Boden. Solche Nachlässigkeiten quittieren die Schiedsrichter oft noch mit Strafsekunden. Bei groben Fehlern schrecken sie aber auch vor unpopulären Entscheidungen nicht zurück: Weil einige Teilnehmer regelwidrig ganze Arbeitsgänge wie das Nachtrocknen der Fenstersimse auslassen oder große Fensterflächen nicht einwaschen, müssen sie disqualifiziert werden. Oberschiedsrichter Dieter Hohmann: „Laut Reglement ist nicht nur die Geschwindigkeit entscheidend, sondern auch die Gründlichkeit der Reinigung, und die erfordert genau definierte Arbeitsgänge, die nicht übergangen werden dürfen.“ Eine klare Ansage, die viele Teilnehmer wieder beruhigt, denn sonst hätten sich einige der Konkurrenten uneinholbare, aber eben unlautere Zeitvorteile verschafft.

Viel Stimmung in die Wettkampfarena bringt immer wieder TV-Moderator Heiko Isgro aus München, der die Spiele spannend und humorvoll kommentiert und dafür sorgt, dass die Veranstaltung auch für branchenfremde Besucher einen hohen Unterhaltungswert behält. Nach drei Stunden Qualifikationsrunde atmen 20 Finalisten auf, als sie auf dem Wettbewerbsmonitor ihre Namen lesen. Jetzt treten sie nur noch in einer Disziplin, der „Glasreinigung mit Einwascher und Fensterwischer“, gegeneinander an und es geht um alles. In einem spannenden Finish zeigt Denis Herz seine ganze Klasse. Nicht mit der allerschnellsten Zeit, aber mit dem bestem Reinigungsergebnis siegt er in der Gesamtabrechnung vor Peter Wendt und Stefan Demir, die mit Strafsekunden auf den Plätzen landen. Wie gut die 43,3 Sekunden des Erstplatzierten sind, zeigen die weiteren Plätze auf der Rangliste: Neun Zeiten liegen unter einer Minute, zehn reichen bis zu 01:14,7 Minuten.

Von der Leistungsdichte der Teilnehmer sind Veranstalter, Juroren, Sponsoren und Besucher gleichermaßen beeindruckt, auch bei den Junioren und in der Gästeklasse. Dass sich auch Frauen in allen Klassen beteiligt und eine sehr ordentliche Leistung abgelegt haben, ist ebenso erfreulich.

Auf Platz 1 in der Juniorenklasse landet am Ende Kay Zarschler aus Freital/Dresden, der ein Tages-Gruppenticket für 15 Personen in einer Kartbahn nach Wahl und – wie alle anderen Sieger – ein Partyfass vom Sponsor Badische Staatsbrauerei Rothaus gewinnt. Auf den weiteren Plätzen folgen Sven Lindemann und Maia Diogo. Die Gästeklasse ist fest in Frauenhand: Ivonne Leisling aus Apolda siegt vor Bärbel Prachar und Sigrid Trzetziak und darf sich über eine Eintrittskarte für ein Palazzo-Event nach Wahl freuen. Und auch die Kinder haben ihren Spaß mit einer spontan eröffneten Kinderklasse, in der Michele Di Frisco vor Matteo Guera und Emre Bayrak gewinnt. Den Sonderpreis für den jüngsten Teilnehmer mit sieben Jahren nimmt Taha Ali in Empfang.

Unter tosendem Beifall überreicht Vogt-Chef Uli Zoller Denis Herz, dem ersten Süddeutschen Glasreiniger-Meister, einen stattlichen Glaspokal und den Schlüssel für ein Jahr kostenloses Fahren in einem BMW 1er inklusive Steuer, Versicherung und Wartung, gesponsert vom Autohaus Kaufmann/Giengen. Nur tanken muss der sympathische Nürtinger noch, der „total begeistert vom Event“ war, sich riesig über seinen Sieg freute und hofft, dass er im nächsten Jahr seinen Titel auf einer Folgeveranstaltung verteidigen wird. Ein Wunsch, dem Vogt-Chef Uli Zoller entsprechen kann. Denn zusammen mit dem Medienpartner rationell reinigen plant er schon heute die Deutschen Glasreiniger-Meisterschaften 2009. Die Termine werden in einer der nächsten Ausgaben veröffentlicht.

Ralph Musselmann | peter.hartmann@holzmannverlag.de

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