Können Pflegebeschichtungen von elastischen Bodenbelägen mittels eines CO 2 -Lasers praxis gerecht entfernt werden? Im Prinzip ja, so das Ergebnis eines Forschungsprojektes. Es besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf.
Entschichten mit einem Laser
-Temporäre polymere Pflegebeschichtungen sind eine wichtige Voraussetzung für optimale Gebrauchseigenschaften elastischer Bodenbeläge – z.B. in Bezug auf das Anschmutzverhalten, die Reinigungsfähigkeit oder den Verschleiß). Sie besitzen jedoch eine begrenzte Lebensdauer, so dass – in Abhängigkeit von der Beanspruchung – von Zeit zu Zeit eine Grundreinigung und Neubeschichtung unumgänglich ist.
Bei der herkömmlichen physikalisch-chemischen Grundreinigung werden wässrige Systeme eingesetzt, so dass der Neubefilmung des Bodenbelages lange Trocknungszeiten vorausgehen. Diese führen nicht nur zu erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf des Gebäudebetreibers (die Flächen können nicht begangen werden), sondern auch im Arbeitsablauf des Gebäudereinigers, so dass die erzielbare Flächenrate wesentlich verringert wird.
Aufgrund dieser Problematik hat die Europäische Forschungsgemeinschaft Reinigungs- und Hygienetechnologie (FRT, Krefeld) in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Lasertechnik der RWTH Aachen (LLT) und dem Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen gGmbH (FILK, Freiberg) untersucht, ob sich temporärere Pflegebeschichtungen von elastischen Bodenbelägen mit Hilfe eines Laserstrahlentschichtungsverfahrens effektiv und wirtschaftlich entfernen lassen. Dabei konnte die prinzipielle Eignung der CO2-Laserentschichtung temporärer Pflegebefilmungen nachgewiesen werden. Im Vergleich zu einem ebenfalls getesteten Nd:YAG-Laser ist der CO2-Laser bisher allerdings weitaus weniger effizient und die Laseranlage für den mobilen Einsatz noch wenig geeignet.
Es besteht deshalb zusätzlicher Forschungsbedarf im Hinblick auf die Entwicklung eines Verfahrens zur vollständigen Laserentschichtung ohne Belagsschädigung auf der Basis eines selbst begrenzenden Prozesses.
Das Projekt wird demnächst beginnen. Weitere Informationen erhalten Sie bei der FRT-Geschäftsstelle info@frt.de