Reinigungsfachmesse in Verona Die Pulire erfindet sich neu

Knapp 300 Aussteller aus der Reinigungsbranche präsentierten sich Ende Mai auf der Pulire 2011 in Verona - etwas früher als in den Vorjahren, an drei statt vier Tagen und in fünf kleineren Hallen statt in drei großen. Nicht nur das war neu auf der italienischen Reinigungsfachmesse.

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    Rund 10.000 Besucher kamen zur Pulire nach Verona. In diesem Jahr dauerte die Messe nur drei statt vier Tage.
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    Jeder fünfte Besucher (plus 23 Prozent) kam aus dem Ausland - vor allem aus Deutschland (17 Prozent) und der Schweiz (14 Prozent). Die Zahl der ausländischen Aussteller stieg um 33 Prozent auf 64.
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    Mit 294 Ausstellern waren zwar weniger Hersteller als vor zwei Jahren in Verona vertreten. Die belegte Ausstellungsfläche stieg jedoch um acht Prozent auf 16.500 m².
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    Auch rationell reinigen lag auf der Pulire aus - am Stand des italienischen Reinigungsmagazins GSA. Links im Bild: Verleger Andrea Risi.
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    Freut sich über den „Clean Green Award“ in der Kate gorie Maschinen: Markus Asch, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, mit dem prä miierten Sauger T 12/1 von Kärcher.
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    Bei Nilfisk war u.a. die neue Scheuersaug maschine SC 350 zu sehen.
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    Niels Lindner präsentiert das kleinste Adiatek-Modell, die Scheuersaugmaschine Baby.
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    Besonders leise und einfach zu bedienen: Rainer Kenter führt die neue Innova von Comac vor.
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    Dr. Peter Gansow setzt auf Qualität aus Edelstahl - hier ein Aufsitzer aus der Rotan-Reihe.
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    Stefano Marconi, Marketingmanager bei IPC Gansow in Italien, zeigt die neue Scheuersaugmaschine CT 30.

Die Pulire erfindet sich neu

- In diesem Jahr wurden nicht Registrierungen, sondern Besucher gezählt. Rund 10.000 waren es laut offiziellem Schlussbericht - gut 20 Prozent mehr als vor zwei Jahren. Die Veranstalter sind denn auch hochzufrieden. 2009 lag die veröffentlichte Besucherzahl zwar noch bei 19.500 - ob mit oder ohne Mehrfach-
registrierungen sei dahingestellt. Auf diese Zahl verzichtet die Presseerklärung 2011 jedenfalls. Wegen der unterschiedlichen Messedauer wäre ein Vergleich ohnehin nicht möglich, heißt es im Schlussbericht, der die Pulire 2011 als großen Erfolg wertet.

Dies auch wegen des gestiegenen internationalen Charakters bei Beibehaltung der Ausrichtung auf den italienischen Markt. Jeder fünfte Besucher (plus 23 Prozent) und fünfte Aussteller (plus 33 Prozent) war aus dem Ausland angereist - aus Ländern wie Deutschland, Spanien und der Schweiz, aber auch aus der Türkei, China, Brasilien, Russland und den USA. Als positiv melden die Veranstalter zudem, dass die belegte Ausstellungsfläche um acht Prozent auf 16.500 m² gestiegen ist.

Zwar ist die Zahl der Aussteller in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken (2007: 358, 2009: 318, 2011: 294). Der Stimmung auf der Pulire 2011 tat das aber keinen Abbruch: volle Gänge, gut gelaunte Gesichter, überwiegend positive Einschätzungen. Nach Wahrnehmung vieler Aussteller und Besucher war vor allem der erste Tag sehr gut besucht. „Es ist mehr los als vor zwei Jahren“, sagte beispielsweise Bernd Heilmann, Ehrenvorsitzender der Fachgemeinschaft Reinigungssysteme im VDMA. Und Thomas Dietz, Vertriebsleiter bei Sebo, meinte: „Die Pulire macht sich.“ „Es lief wunderbar, auch zahlenmäßig - viel besser als auf der ISSA/Interclean in Warschau“, sagte Johan Beens, Sales-Manager bei Ophardt. Auch Dr. Peter Gansow (Dr. Gansow Gmatic) sprach von einer guten Resonanz auf seinen Stand. Außerdem habe er vier Exportpartner gewinnen können. Niels Lindner, Area-Manager Nord-Europa bei Adiatek, berichtete von vielen intensiven Gesprächen. „Über 80 Prozent der Kontakte sind Neukunden“, sagte er. Was Vertriebspartner in Deutschland betrifft, sei ebenfalls einiges vorangegangen. Nur im Osten und im Norden gebe es noch weiße Flecken. Weniger zufrieden war Lindner mit dem Rundweg, auf dem die Messebesucher in diesem Jahr von Halle zu Halle geleitet wurden. Am Stand von Adiatek am Ende des Kurses seien viele Besucher erst nachmittags eingetroffen, „dann aber alle auf einmal“.

Auch die auf drei Tage verkürzte Messedauer stieß nicht überall auf uneingeschränkten Beifall. „Das war schon sehr komprimiert“, sagte beispielsweise Johannes Peter Kiehl, geschäftsführender Gesellschafter der Kiehl-Gruppe, die rund 40 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erzielt und sich seit fast 20 Jahren auf der Pulire präsentiert. Italien ist der stärkste Auslandsmarkt des Unternehmens.

IPC erhält Innovationspreis

Eines der großen Themen auch der Pulire 2011 waren verbrauchsarme bzw. energiesparende und umweltschonende Lösungen. Dem trug der „Clean Green Award“ Rechnung, der am ersten Messetag vergeben wurde. In der Kategorie Maschinen setzte sich der Sauger T 12/1 eco!efficiency von Kärcher durch. In der Kategorie Ausrüstung siegte Vileda mit dem Mikrofasertuch Evolon. In der Sparte Chemie hatte der italienische Hersteller Arco mit dem Dosiersystem Gynius Box die Nase vorne.

Den Innovationspreis „Premio Innovazione“ erhielt, wie bereits vor zwei Jahren, die IPC-Gruppe - dieses Mal für das Hydrotube-Greentube-System. Das System zur Glasreinigung mit reinem Wasser kam zugleich auf Platz eins in der Kategorie Ausrüstung. In der Sparte Chemie siegte Genesis Biosciences (USA/UK) mit der Biosan E-Card zur umweltfreundlichen Desinfektion von sanitären Abfällen. Bei den Maschinen setzte sich die Gynius Box ein zweites Mal durch. Unter den neun Finalisten waren auch der Fensterwischer Ergotec Ninja von Unger und das Dosiersystem Smart Dose von Diversey. Anders als der „Clean Green Award“ ist der „Premio Innovazione“ Ausstellern der Pulire vorbehalten.

Viele Neuheiten

In fünf Hallen waren auf 16.500² viele Neuheiten zu sehen. Eine Auswahl:

Kärcher zeigte unter anderem den prämiierten Sauger (12 l Behältervolumen, 6,6 kg Gewicht). Dank verbesserter Strömungs-eigenschaften verbraucht der T 12/1 nach Herstellerangaben 40 Prozent weniger Energie als Geräte mit vergleichbarer Reinigungskraft. Saugen ist auch ohne Staubbeutel möglich. Mit 56 dB(A) ist das Gerät besonders leise und kann damit auch in geräuschsensiblen Bereichen eingesetzt werden. Außerdem zu sehen: eine neue batteriebetriebene Scheuersaugmaschine für zwischendurch als Alternative zur manuellen Reinigung. Die BR 30/4 C Bp gleicht in ihrer Form einem Bürstsauger und arbeitet mit Walzenbürsten. Mit dem flachen Bürstkopf (Unterfahrhöhe 7 cm) kann man auch unter Möbeln reinigen. Frisch- und Schmutzwassertank (4/4 l) sind einzeln abnehmbar. Die maximale Flächenleistung liegt bei 200 m²/h. Neu für die Industriereinigung: die Kehrsaugmaschine KM 150/500 R. Mit Diesel oder Flüssiggas schafft sie 21.000 m²/h. Im Batteriebetrieb sind es 12.000 m². Die Grundfunktionen lassen sich per Drehknopf einstellen. Die Kehrbreite beträgt mit einem Seitenbesen 150 cm. Mit zwei Besen sind es 180 cm und mit drei Besen 220 cm. Optional erhältlich ist ein Wassersprühsystem. Der Kehrgutbehälter (500 l) kann hydraulisch bis auf 1,52 m Höhe angehoben werden.

IPC Gansow präsentierte Scheuersaugmaschinen aus der Reihe Eco Cost Cleaning Solution (ECS), die u.a. mit Mikrofaserpads und Dosiersystem ausgerüstet sind und nach Herstellerangaben rund 80 Prozent weniger Wasser bzw. Chemie verbrauchen. Neu im Programm: die Kompaktmodelle CT 15 und CT 30 mit 35 bzw. 45 cm Arbeitsbreite und 16 bzw. 18 l Platz im Frischwassertank. Die theoretische Flächenleistung liegt bei 1.300 bzw. knapp 1.700 m²/h. Der Schmutzwassertank ist abnehmbar, der Handgriff der Maschine kann während des Arbeitens in der Höhe verstellt werden. Außerdem war der neue Aufsitzer CT 70 Rider zu sehen. Ein Mittelachssystem sorgt dafür, dass auch enge Ecken in einem Arbeitsgang gereinigt werden können. Im Spätsommer soll die größte Maschine im Programm von IPC Gansow auf den Markt kommen. Die CT 230 hat eine Arbeitsbreite von 85 bzw. 105 cm, in den Frischwassertank passen 205 l.

Nilfisk zeigte u.a. die batteriebetriebene Mitgängerscheuersaugmaschine SC 350. Die Schrubbeinheit lässt sich während der Reinigung drehen: Leichtes Ankippen genügt und das Schrubbdeck rotiert um 180°. Mit 37 cm Arbeitsbreite sowie abnehmbaren 11-l-Tanks für Frisch- und Schmutzwasser schafft die SC 350 nach Herstellerangaben knapp 1.500 m²/h. Außerdem präsentierte Nilfisk Scheuersaugmaschinen - wie die BA 451 D - mit Ecoflex-System. Es passt sich unterschiedlichen Reinigungsanforderungen an. Standardeinstellung ist der umweltschonende Sparmodus ohne Reinigungsmittel und mit geringer Wassermenge. Der Wechsel zu verschiedenen Reinigungsintensitäten ist per Knopfdruck möglich.

Auch bei Adiatek war die Umwelt ein Thema. Der Hersteller von Scheuersaugmaschinen stellte u.a. ein Dosiersystem (Solution Saving System Dispenser, 3SD) vor, das optional für die Aufsitzer Coral und Sapphire erhältlich ist. „Ökologische Überlegungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie ökonomische“, sagte Niels Lindner, Area-Manager Nord-Europa des Unternehmens mit Sitz in Verona. Das Reinigungsmittel befindet sich in einem transparenten 8-l-Tank an der Vorderseite der Maschine. Es wird dem fließen-den Frischwasser über eine haarnadelgroße Düse in gewünschter Konzentration zugeführt. Auch die Wassermenge kann individuell eingestellt werden. Sie reduziert sich automatisch bei geringerer Fahrgeschwindigkeit. Eine weitere Neuheit: Die kleinste Adiatek-Maschine, Baby, ist jetzt nicht nur mit XFC-Batterie oder als Hybridversion, sondern auch mit 20-m-Kabel erhältlich. Auch den Nachläufer Ruby gibt es inzwischen als Kabelversion. Die zweite Ruby-Generation ist außerdem mit einem automatischen Bürstenauswurf per Knopfdruck ausgestattet. Ebenso wird die Bürste wieder aufgenommen. Und die Ruby mit Antriebsmotor hat einen zweiten Vorwärtsgang und einen Rückwärtsgang bekommen.

Hako setzt weiter auf größere Arbeitsbreiten bzw. höhere Flächenleistungen bei gleichen Maschinenabmessungen. Vorgestellt wurde u.a. eine neue Variante der Scheuersaugmaschine Hakomatic B 1050 mit größerer Arbeitsbreite. Die Version TB 1230 mit 310-l-Tank ist mit einem 123-cm-Tellerbürstenaggregat (drei 43-cm-Tellerbürsten) ausgestattet und ermöglicht bis zu 20 Prozent mehr Flächenleistung als das Basismodell. Maximal sind es 9.200 m²/h. Zwei neue Varianten runden die Familie der Hakomatic B 650/B 750 R nach oben ab. Die B 750 R TB 9000 bietet mit ihrem 90-cm-Tellerbürsten-aggregat eine Flächenleistung von bis zu 5.800 m²/h - 1.000 m² mehr als die 75-cm-Version. Die B 750 R WZB 850 ist mit einem 85 cm breiten Walzenbürstenaggregat ausgestattet, womit nach Herstellerangaben bis 5.500 m²/h möglich sind. Beide Maschinen haben zusätzlich zur grünen Hakomatic-Taste, über die alle Funktionen mit einem Knopfdruck gestartet werden können, eine neue Boost-Taste. Damit lässt sich die Reinigungsleistung bei Bedarf kurzzeitig erhöhen. Nach einer Minute kehrt die Maschine zu den früheren Einstellungen zurück - was Wasser, Chemie und Energie spart. Ebenfalls der Umwelt zugute kommt das Hako-Aqua-Control-System. Und durch das Chemical on Demand-System (CoD) lässt sich per Knopfdruck die Chemiezufuhr aktivieren oder abschalten.

Bei Comac war u.a. eine große Kehrsaugmaschine für kommunale Einsätze und die Industriereinigung zu sehen. „Damit kann man mit hoher Geschwindigkeit kehren“, sagte Kenter-Geschäftsführer Rainer Kenter, Generalimporteur von Comac in Deutschland. Die CS 140 Twin Action ist mit Allradantrieb ausgestattet. Eine große Kehrwalze transportiert den Schmutz in die Mitte der Maschine. Dort wird er zerkleinert und abgesaugt. Es handelt sich um eine veränderte Version des Prototypen, der 2010 in Amsterdam gezeigt wurde. In Deutschland wird die Maschine Ende 2011 erhältlich sein. Eine weitere Neuheit: die Aufsitz-Scheuersaugmaschine Innova - leise (58 db (A)) und einfach zu bedienen. In der vollautomatischen Version werden alle Funktionen über einen Drehschalter gesteuert. Das Modell ist mit Arbeitsbreiten von 61 bis 85 cm erhältlich. Die theoretische Flächenleistung reicht von knapp 3.700 bis 5.100 m²/h. In der Ultra-Reihe gibt es jetzt auch eine Maschine mit 120 cm Arbeitsbreite und 280-l-Tank.

Cleanfix präsentierte eine neue Scheuersaugmaschine (RA 505/RA 605) mit 51 bzw. 62 cm Arbeitsbreite. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf „robust, langlebig und Schweizer Qualität“, sondern auch auf ein neues Design. „Wir wollen mehr fürs Auge bieten“, erklärten die Cleanfix-Direktoren Roland de Korte (Nieder-lande) und Patrik Müller (Schweiz). Das Prinzip hinter dem Nachläufer: So einfach wie möglich zu bedienen, zwei Schalter genügen. Das Schrubbdeck ist mit einem Fußpedal hebbar. Die Flächenleistung liegt bei 2.100 bzw. 2.500 m²/h, der Frischwassertank fasst 55 l. De Korte: „Das ist für uns ein wichtiger Eintritt in eine Klasse, in der wir bislang nicht vertreten waren.“ Ebenfalls zu sehen: Die Kombimaschine RA 431 Duo, Schrubbautomat und Highspeedpolierer in einem. Das Gerät (43 cm Arbeitsbreite, 32-l-Frischwassertank) eignet sich besonders für Linoleum- oder PVC-Böden, wie sie häufig in Schulen oder Krankenhäusern zu finden sind.

Dr. Peter Gansow (Dr. Gansow Gmatic) zeigte u.a. große Aufsitz-Scheuersaugmaschinen aus der Rotan-Reihe mit Tankvolumina von 120, 160 und 200 l und Arbeitsbreiten von 95 bis 125 cm. Weitere Größen sollen in Kürze auf den Markt kommen. Die Maschinen sind aus Edelstahl gefertigt und können auch in Verbindung mit aggressiven Chemikalien - beispielsweise bei der Industriereinigung - benutzt werden. Mit ihrem vergleichsweise kleinen Chassis passen sie in Fahrstühle und durch Türen, bieten nach Herstellerangaben aber trotzdem Laufzeiten von bis zu sieben Stunden. Dank XFC-Schnellladetechnik sind die Akkus in drei Stunden wieder aufgeladen. Außerdem im Programm: Nachläufer wie die 70BTX85 mit fünf Stunden Laufzeit, ebenfalls mit XFC-Batterien. Die Funktionsträger sind aus Edelstahl gefertigt, die Oberflächen bestehen aus dreilagigem Acryl.

Kiehl stellte eine neue Reihe für die Handreinigung und -desinfektion vor und bewegt sich damit in Richtung Komplettanbieter (Reinigungschemie, Wäsche, maschinelle Geschirrreinigung). „Die neue Reihe kommt gut an, das ist eine optimale Ergänzung“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Johannes Peter Kiehl. Unter dem Namen Marina KC finden sich eine Handwaschlotion (Opysat), ein Handreiniger für starke Verschmutzungen (Opytec), eine keimreduzierende Waschlotion (Opybac) und ein Händedesinfektionsgel (Opydes). Letzteres ist auf Beschichtungen von Kiehl abgestimmt. Das heißt: Gelangt das Präparat doch einmal auf den Boden, hinterlässt es dort keine oder geringere Spuren als auf Belägen, die mit Produkten anderer Hersteller beschichtet sind. „Das ist einer der Clous“, sagte Kiehl, dem bei der Entwicklung vor allem auch die Hautverträglichkeit sehr wichtig war. Ebenfalls neu: eine Küchenschnelldesinfektion (Rapidés), die nach Herstellerangaben innerhalb einer Minute wirkt und auch im Krankenhausbereich eingesetzt werden kann. Außerdem hat das Unternehmen jetzt einen lösungsmittelfreien und unparfümierten Eco-Refresher zur Pflege von Holzböden im Programm - „schonend für Mensch und Umwelt“, betonte Johannes Peter Kiehl. Das filmbildende Öl riecht nicht und ist damit überall einsetzbar. Kiehl setzt bislang zu rund 15 Prozent auf EU-Ecolabelprodukte und hält dies für ausbaubar.

Ein neuer Fensterwischer - Ergotec Ninja - mit ergonomischem Griff und Schienensicherung war bei Unger zu sehen. Der Wischer kann mit Aluminiumschienen bis 105 cm Länge bestückt werden. „Damit ist er besonders gut für große Schaufensterfronten geeignet“, sagte Torsten Deutzmann, General-Manager Unger Europe. Der Wischerkopf ist abwinkelbar, die Gummispannung einstellbar. Ein Sicherheitsverschluss verhindert, dass die Schiene sich versehentlich vom Griff löst. Eine Endkappe schützt den Fensterrahmen vor Kratzern. Der Wischer kann auch auf Teleskopstangen eingesetzt werden. Er hatte es beim „Premio Innovazione“ bis ins Finale geschafft.

TTS stellte eine neue Servicewagen-Linie (Magic Art) als Design-element vor allem im gehobenen Hotelbereich vor. Der Wagen - Grundfarbe weiß oder beige - ist in zwei Größen erhältlich. Er kann unterschiedlich eingerichtet bzw. ausgestattet und individuell gestaltet werden. Türen und Rückwand sind in mehreren Mustern - beispielsweise Blumen oder Ornamente - erhältlich. Auch eigene Gestaltungswünsche wie beispielsweise Logos können berücksichtigt werden. Die Türen lassen sich im 270°-Winkel öffnen. Am Griff befindet sich eine Halterung für Mopps, auch ein Staubsauger kann transportiert werden. TTS will sich verstärkt in Richtung Hotel und Catering bewegen. „Dort gibt es Potenzial für Designtrolleys“, sagte Exportmanagerin Emanuela Zampese.

Ophardt präsentierte Spender für den Sanitärbereich - aus Edelstahl und mit Antifingerprintbeschichtung (Santral) ebenso wie in Signalfarben (Ingo-man). „Vor allem die neuen bunten Spender laufen gut“, berichteten Johan Beens und Manfred Weenen, Sales-Manager bei Ophardt. Hans-Jürgen Zecher ( Wepa Clean & Care ) zeigte u.a. Feuchtreinigungs- bzw. Desinfektionstücher der Marke AQT für Hände und Bildschirme. Hanns Joachim Supthut, Ge-schäftsführer von Lehmann, präsentierte das Puraqleen-System für die Glas-, Fassaden- und Solarreinigung. Sebo war am Stand seines neuen italienischen Vertriebspartners Hyproclean vertreten. Thomas Dietz zeigte u.a. den Bürstsauger Sebo Dart 1. Kathrin Heinrich, Exportmanagerin bei Gloria, hatte Drucksprühgeräte aus der Foam-Master-Reihe im Gepäck. Der Schäumungsgrad ist einstellbar - von fest und trocken bis flüssig und weich.

Heike Holland | heike.holland@holzmann-medien.de