
Siegel für nachhaltige Wertschöpfung
- Die Cowa Service Gebäudededienste GmbH (Gottmadingen) ist mit dem Siegel „Nachhaltige Wertschöpfung am Bodensee“ ausgezeichnet worden.
Das Siegel wurde erstmals an Unternehmen verliehen, die sich nach einer eingehenden Untersuchung und Beratung zu nachhaltigem Wirtschaften verpflichtet haben. Prof. Dr. Konstantin Hassemer (Hochschule Konstanz, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) und Eberhard Koch (Bund für Umwelt- und Naturschutz, BUND) überreichten die Auszeichnung auch an die Reichenau Gemüse eG, das Konstanzer Hotel Barbarossa und die Sparkasse Singen-Radolfzell.
Cowa wurde für die Einführung eines Nachhaltigkeitsberichts ausgezeichnet sowie für darin präzisierte, überprüfbare Ziele der Ressourcenschonung, Mitarbeiterförderung und sozialen Integration von Migranten. „Mit einem hohen Anteil von Mitarbeitern ausländischer Herkunft leistet Cowa erfolgreiche Pionierarbeit bei Ausbildung, Qualifizierung und bei der Frauenförderung“, sagte Prof. Hassemer. Es seien bereits weitere Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung wie eine Mitarbeiterzeitschrift oder ein Gesundheitsprogramm geplant, ergänzte Projektleiterin Juliane Hauser.
In dem Projekt „Rendezvous mit der Zukunft“, Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg, das an der Hochschule Konstanz (HTWG) läuft, konnten kleine und mittlere Unternehmen am Bodensee eine Nachhaltigkeits-Beratung durch Fachleute des Umweltverbands BUND sowie eine Marktanalyse durch die HTWG in Anspruch nehmen. „Dabei hat uns zum einen interessiert, wie wichtig den Kunden des jeweiligen Unternehmens das Thema Nachhaltigkeit im Allgemeinen ist, aber auch, inwiefern sie bereit sind, hierfür mehr zu zahlen oder Komfort aufzugeben“, erläuterte Prof. Konstantin Hassemer bei der Preisverleihung.
„Insbesondere haben wir Wert darauf gelegt, den Modebegriff Nachhaltigkeit mit sinnvollem Inhalt zu füllen und mit objektiven Messwerten zu prüfen“, fügte Eberhard Koch hinzu. Das Ergebnis: „Nachhaltiges Wirtschaften spielt beim Kaufentscheidungsprozess im Gegensatz zum Preis-Leistungs-Verhältnis oder der Beratungsqualität nicht die erste Geige, aber die zweite“, betonte Prof. Hassemer. Gerade bei regional verankerten kleinen und mittleren Unternehmen werde nachhaltiges Wirtschaften von den Kunden honoriert und könne so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die ausgezeichneten Unternehmen haben bereits nachhaltiges Wirtschaften bewiesen und sich verpflichtet, die Beratungsergebnisse umzusetzen.