Landesinnung Bremen und Nord-West-Niedersachsen Azubis zeigten ihr Können

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    Reinigungsaktion im Rahmen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im „Haus des Reichs“ in Bremen: Azubis aus dem Gebiet der Landesinnung Bremen und Nord-West-Niedersachsen zeigten ihr Können.
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    Eine der Aufgaben: Teppichgrundreinigung. Auch der 30 Meter lange Läufer vor den Dienstzimmern auf der Senatorinnenetage wurde behandelt. Die Auszubildenden zeigten dabei viel Umsicht.
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    Außerdem wurden  in dem denkmal–geschützten Gebäude die zentralen Pumpen in der Heizungs- und Lüftungssteuerungszentrale von Öl und Staub befreit.
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    Teamarbeit und Spaß an der eigenen Leistung standen im Vordergrund bei der Reinigungsaktion der Azubis aus Bremen und Nord-West-Niedersachsen. Bilder: Innung

In einer mehrtägigen Reinigungsaktion im Rahmen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung zeigten 16 Gebäudereiniger-Auszubildende aus dem dritten Lehrjahr, was sie draufhaben. Die Landesinnung Bremen und Nord-West-Niedersachsen hatte wieder ein repräsentatives öffentliches Gebäude ausgesucht – das „Haus des Reichs“ in Bremen.

Die Geschichte des  Baudenkmals ist eng verwoben mit dem Aufstieg und Fall der Norddeutschen Wollkämmerei & Kammgarnspinnerei. Das sogenannte neue Bauen, der Expressionismus und schließlich das Art déco beeinflussten die Architekten. Die Bauherren, die Gebrüder Lahusen, wollten sich mit der Errichtung des Hauses ein Denkmal in Form eines Verwaltungspalastes setzen. Tatsächlich führten sie nicht nur ihr eigenes Unternehmen in die Insolvenz, sondern rissen auch etliche Handwerker, die für die Innengestaltung verpflichtet worden waren, mit in den Ruin. Heute beherbergt das Gebäude neben der Senatorin für Finanzen die Finanzämter Bremen-Mitte, -Ost und -West sowie die Landeshauptkasse Bremen. Zurzeit arbeiten dort mehr als 1.000 Beschäftigte.

In einem denkmalgeschützten Gebäude ist vor einer umfassenden Reinigungsaktion eine enge Abstimmung zwischen Hausherrin, Kuratoren und dem Gebäudemanagement vonnöten.Man einigte sich auf die professionelle Reinigung verschiedenster Materialien wie Glas, Teppich und Metall. Gerade der imposante Eingangsbereich mit viel Glas gefiel den Nachwuchsfachkräften als Arbeitsaufgabe. Dabei ist es in einem hochfrequentierten Gebäude nicht ganz leicht, die Reinigungsarbeiten störungsfrei zu planen.

Im großen Sitzungssaal auf der Senatorinnenetage bekam der Teppichboden – auf edlem Parkett verlegt – eine intensive Grund­reinigung. Auch der rund 30 Meter lange Läufer vor den Dienstzimmern wurde behandelt. Der Textilbelag wurde im Padverfahren (Charly-Pad von Solution Glöckner und Garnpad) gereinigt, da aus Rücksicht auf den Parkettboden eine Durchnässung vermieden werden musste. Punktuell wurden Verfleckungen im Zuge der Detachur vorsichtig sprühextrahiert. Die  Auszubildenden zeigten viel Fingerspitzen­gefühl und Umsicht.

Je länger die Auszubildenden im Gebäude verweilten, desto mehr Lust bekamen sie, ihren Auftrag zu erweitern. Die Funktionalität und das größtmögliche Maß an rationeller und effektiver Arbeit waren bereits die Grundsätze der Bauherren. Diese Tugenden bewiesen auch die angehenden Gebäudereiniger: Teamarbeit, Spaß an der Arbeit und an der eigenen Leistung standen im Vordergrund. Lob gab es nicht nur von Hausherrin Karoline Linnert (Senatorin für Finanzen), sondern auch von Angestellten und Kunden, den Ausbildern und  von Landesinnungsmeister Jörg Reinders. Mit dem Ergebnis der Aktion kann vor allem die Hausherrin zufrieden sein. Schließlich sind Arbeitssitzungen im angenehm duftenden, sauberen Sitzungssaal mindestens doppelt effektiv.