
Miele hat im Geschäftsjahr 2015/16 erneut deutlich zugelegt. Der Hausgerätehersteller erzielte 3,71 Milliarden Euro Umsatz – 224 Millionen Euro oder 6,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
In Deutschland hat Miele 1,1 Milliarden Euro Umsatz erzielt, was einem Plus von 6,9 Prozent entspricht. Außerhalb Deutschlands hat das Geschäft 6,3 Prozent hinzugewonnen. Dabei hervorzuheben sind vor allem die USA, Australien, Großbritannien und China. Infolge des überproportionalen Wachstums in Deutschland ist der Auslandsanteil am Umsatz dennoch von 70,3 auf 70,1 Prozent leicht gefallen.
Der Umsatz im Geschäftsbereich Miele Professional (Wäschereitechnik, Gewerbespüler sowie Reinigungsgeräte, Desinfektoren und Sterilisatoren für medizinische Einrichtungen oder Labore) lag bei 476 Millionen Euro. Dies sind 27 Millionen Euro oder 6,0 Prozent mehr als im Jahr zuvor, mit Wachstum in allen Kategorien. Der Professional-Anteil am Gesamtumsatz beträgt 13 Prozent, bei steigender Tendenz.
Das aktuelle Umsatzplus wurde nach Unternehmensangaben ohne Zukauf anderer Hersteller oder Marken und ohne fremdes Kapital erreicht. Der Zuwachs habe – wie bereits im Geschäftsjahr zuvor - signifikant über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre gelegen.
Ende Juni 2016 arbeiteten 18.370 Mitarbeiter für Miele. Dies bedeutet einen Zuwachs von 629 Beschäftigten oder 3,5 Prozent. In Deutschland gab es einerseits einen personellen Rückgang bei der Vertriebsgesellschaft Deutschland, die ihren Innendienst am Hauptsitz Gütersloh zusammengeführt hat, und andererseits kapazitätsbedingte Personalaufstockungen in den meisten Werken. Unter dem Strich liegt der Beschäftigungsstand in Deutschland mit 10.326 Mitarbeitern auf dem Niveau des Vorjahres (minus 0,2 Prozent).
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Miele Gruppe 184 Millionen Euro investiert – 34 Millionen Euro oder 23 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Anstieg beruht auf Investitionen in die Entwicklung neuer Baureihen, Erweiterung oder Umrüstung verschiedener Fertigungsstandorte sowie auf dem weiteren Ausbau des Vertriebs- und Logistik-Standortes Gütersloh.
Eine personelle Ergänzung hat es in der Geschäftsleitung gegeben, die üblicherweise aus fünf gleichberechtigten Geschäftsführern besteht: Neues (vorübergehend sechstes) Mitglied ist seit 1. April 2016 Dr. Stefan Breit, und zwar als stellvertretender Geschäftsführer Technik. Er ist der bereits bestellte Nachfolger von Dr. Eduard Sailer, der Ende 2016 nach fast 19 Jahren als Geschäftsführer Technik in den Ruhestand tritt. Stefan Breit ist seit 2007 bei Miele und derzeit in Personalunion für das Gütersloher Gerätewerk verantwortlich. Weitere Mitglieder der Geschäftsleitung sind Olaf Bartsch (Finanzen/Hauptverwaltung), Dr. Axel Kniehl (Marketing/Vertrieb) sowie die geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Markus Miele und Dr. Reinhard Zinkann als Vertreter der beiden Inhaberfamilien.