Die Mitgliederversammlung der hessischen Landesinnung stand im Frühjahr unter dem Zeichen des 25-jährigen Gründungsjubiläums. Die Innungen aus Frankfurt, Wiesbaden und Kassel hatten sich vor 25 Jahren zur Landesinnung zusammengeschlossen. Die Feierlichkeiten fanden im gleichen Haus statt, in dem damals auch die Landesinnung gegründet wurde – in der Orangerie Hotel Maritim in Fulda. Mit 197 Mitgliedern ging man an den Start, heute sind es 300 Mitglieder. Damit ist die hessische Landesinnung nun die zweitgrößte Landesinnung bundesweit.
Geschäftsführer Detlef Stange las den Obermeisterbericht der Gründungsversammlung vor. Auffällig ist, dass die Themen die gleichen wie heute sind: „Leider fallen uns unsere lieben Berufskollegen und -kolleginnen vor allem mit ihrer Preispolitik oft in den Rücken. Was nützt es, in mühsamer Kleinarbeit einer Stadtverwaltung die Notwendigkeit einer Plausibilitätsprüfung von Angeboten vorzurechnen, wenn dieser Sachbearbeiter gleichzeitig die Schublade aufzieht und fast alle Angebote weit unter unserer Musterkalkulation liegen.
Gleiches gilt natürlich auch für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Ein schlechtes Image wird grundsätzlich nicht gemacht, man macht es sich selbst. Viele gute Ansätze, wie zuletzt die Frankfurter Handwerkswoche, verpuffen dann, wenn erstens kein Engagement der Betriebe bei solchen Demonstrationen zu spüren ist und zweitens die Negativschlagzeilen wieder durch ruinöse Wettbewerbspolitik vorbereitet sind.“
Besonders erfreut zeigten sich Detlef Stange und Obermeister Manfred Schmidt, dass der erste Obermeister der Landesinnung, Hans Berthold, und der damalige Landesinnungsmeister Fritz Wackler an der Mitgliederversammlung teilnahmen. Sie gehörten zu den treibenden Kräften, die den Zusammenschluss gegen starke Widerstände ermöglichten. Der Präsident der Arbeitgeberverbände des hessischen Handwerks, Hans-Werner Schech, bezeichnete in seiner Laudatio den Zusammenschluss der drei Innungen als ein bahnbrechendes Ereignis im hessischen Handwerk. Andere müssen und werden nachziehen. In den vergangenen 25 Jahren reduzierte sich die Zahl der hessischen Innungen um 50 Prozent – die Landesinnung war somit einer der Vorreiter.
Im Vorfeld der Mitgliederversammlung wurde die wunderschöne, historische Propstei Johannesberg besichtigt. In der Propstei wird der Lehrgang zum „Gebäudereiniger in der Denkmalpflege“ durchgeführt, den die Landesinnung zusammen mit dem Zentrum für Denkmalpflege – Propstei Johannesberg gGmbH mit bundesweiter Resonanz anbietet. Zu der feierlichen Abendveranstaltung erschienen besonders viele Mitglieder der Landesinnung. Neben dem ausgezeichneten Buffet sorgte das Gitarrenduo Wibracion für eine aufgelockerte Stimmung.