Das WASH-Netzwerk – ein breites Bündnis deutscher Hilfsorganisationen – veranstaltet anlässlich des Weltwassertags eine Demonstration für das Menschenrecht auf Wasser- und Sanitärversorgung morgen, am 21. März, in Köln.
Unter dem Titel #WasserMarsch lädt das Bündnis zu einem 4 km langen Marsch vom Aachener Weiher durch Köln mit einer abschließenden Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz ein. Am Aachener Weiher sollen mitgebrachte Gefäße wie Eimer und Kanister - die in vielen Ländern zum Wasserholen genutzt werden - mit Wasser befüllt werden. Mit einem 4 km-Lauf durch die Kölner Innenstadt möchte sich das Bündnis mit den 780 Millionen Menschen weltweit solidarisieren, die weiterhin keinen Zugang zu angemessenen Trinkwasserquellen haben und diese Wegstrecke täglich für Wasser zurücklegen müssen.
Obwohl Wasser und Sanitärversorgung im Jahr 2010 von den Vereinten Nationen zu Menschenrechten erklärt wurden, bleibt die Umsetzung ein großes Problem. Die Organisatoren möchten mit der Aktion auch an die Politik appellieren, sich aktiv für die Umsetzung des Menschenrechts einzusetzen. Insbesondere in den sogenannten Entwicklungsländern ist der politische Wille in Wasser und Sanitärversorgung zu investieren häufig gering. Reiche Länder wie Deutschland sollten sich in den Augen der Organisatoren stärker engagieren und Überzeugungsarbeit für die Wichtigkeit einer guten Versorgung leisten.
2,5 Milliarden Menschen haben nach wie vor keinen Zugang zu würdewollen Toiletten, die Folgen sind dramatisch: Alle 24 Sekunden stirbt ein Kind unter 5 Jahren an Durchfallerkrankungen. Das Bündnis selbst leistet mit einer Vielzahl von Projekten im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) sowohl in Entwicklungsländern als auch in Krisen und Katastrophenregionen einen bedeutenden Beitrag zur Umsetzung des Menschenrechts.
Infos unter: www.washnet.de