Drei Tage Trubel und viele zufriedene Gesichter bei Ausstellern ebenso wie bei Besuchern: Rund 12.000 Interessierte – 2.000 mehr als vor zwei Jahren – aus 90 Ländern informierten sich auf der italienischen Reinigungsfachmesse Pulire 2013 in Verona über Neuheiten und Trends. 270 Aussteller (2011: 294) zeigten Produkte und Lösungen für die professionelle Reinigung.
Reinigung auf Italienisch
Jeder vierte Besucher (24,7 Prozent) war von außerhalb Italiens angereist, hauptsächlich aus europäischen Ländern (75 Prozent) wie Deutschland (10,2 Prozent), der Schweiz (8,2 Prozent), Spanien (5,9 Prozent), Frankreich (5,5 Prozent) und Österreich (3,8 Prozent), aber auch aus Asien (16,4 Prozent) und Amerika (4,5 Prozent). Zugleich kam jeder vierte Aussteller aus dem Ausland - aus 25 Ländern wie Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und der Türkei, aber auch aus China, Russland und den Vereinigten Staaten. Rund ein Drittel der Aussteller war laut Veranstalter Afidamp Servizi zum ersten Mal auf der Pulire vertreten.
Diversey mit Premio Innovazione ausgezeichnet
Zum achten Mal wurde im Rahmen der Messe der Innovationspreis Premio Innovazione verliehen. Alle Aussteller konnten sich mit ihren Produkten bewerben; die Finalisten waren während der Schau auf einer Sonderfläche zu sehen. Am dritten und letzten Messetag wurden die Sieger gekürt. Gewinner des Publikumspreises und damit des Premio Innovazione war Diversey mit einem neuen Wischsystem (Taski Quantum System). Es besteht aus einem Mopphalter und einem Wischbezug. Der (beidseitig nutzbare) Mopp wird über Druck auf den Stiel am Halter befestigt, so dass sich kleine Kunststoffhäkchen auf der Unterseite des Halters mit dem Reinigungstextil verbinden. Die Kategoriensieger wurden von einer Jury ausgewählt und mit dem Fachpressepreis Premio Stampa Tecnica 2013 ausgezeichnet. In der Kategorie Chemie setzte sich Kärcher mit einem Solarreiniger (RM 99) durch. Nilfisk kam in der Kategorie Maschinen mit einer neuen Nass- und Trockensaugerserie (VL 500) auf Platz eins. In der Kategorie Ausrüstung siegte SRI mit einer Produktlösung zur Absorption von Öl und Flüssigkeiten (Pelican Pack).
Neues und Interessantes für den Reinigungsprofi war auch an anderer Stelle auf dem Messegelände zu finden. Traditionell nehmen Maschinen auf der Pulire großen Raum ein. Aber auch Reinigungschemie und Ausrüstung waren zu sehen. Eine Auswahl:
Kärcher zeigte unter anderem den in der Kategorie Chemie ausgezeichneten Solarreiniger RM 99. Das schwach alkalische Mittel trocknet nach dem Abspülen streifen- und rückstandsfrei ab, ist biologisch abbaubar und kann daher nach Unternehmensangaben unbedenklich in die Kanalisation geleitet werden. Ein Liter des Konzentrats reicht für rund 500 Quadratmeter Modulfläche. Das Mittel ist Teil einer neuen Komplettlösung für die Reinigung von Solarmodulen. Dazu gehört auch Zubehör (iSolar) für den Hochdruckreiniger, das in der Kategorie Maschinen ins Premio-Innovazione-Finale gelangte. Es handelt sich um ein an einer Teleskopstange befestigtes System mit zwei rotierenden Scheibenbürsten. Sie werden durch Wasser aus dem Hochdruckreiniger im Niederdruckbetrieb gegenläufig angetrieben. Die Wasserzufuhr lässt sich über einen Kugelhahn an der Lanze steuern. Für kleinere Flächen gibt es das iSolar-System auch mit einer Bürste. Ein weiteres Highlight bei Kärcher: die Aufsitz-Kehrsaugmaschinen KM 105/100 R (Tiefentleerer, zwei 50-Liter-Schmutzcontainer, manuelle Entleerung) und KM 105/110 R (Hochentleerer, 110-Liter-Behälter, elektrohydraulische Entleerung). Dank des hydraulischen Frontantriebs lassen sich die Maschinen gut manövrierern und können nach Unternehmensangaben sogar in zwei Meter breiten Gängen wenden. Ein optional erhältlicher Kehrsichelbesen zwischen Hauptkehrwalze und Seitenbesen sorgt dafür, dass Schmutz auch bei engen Kurvenfahrten aufgenommen wird. Die Bedienung basiert auf dem KIK-System ( Kärcher Intelligent Key), das unterschiedliche Möglichkeiten für Benutzer, Objektleitung und Servicetechnik bereithält. Gesteuert wird die Maschine hauptsächlich über einen Drehschalter. Auf einem Display können Informationen über Betriebsstunden und Wartungsintervalle oder den Verschleißzustand der Kehrwalze abgerufen werden. Alles, was regelmäßig gewartet wird, liegt hinter einem seitlich wegklappbaren Karosserieteil. Ein Servicemitarbeiter kann das Gehäuse aber auch mit wenigen Handgriffen komplett öffnen. Die Tiefentleerer-Variante hat Ende April auf der ISSA/Interclean Central & Eastern Europe 2013 in Warschau den Golden Broom Award erhalten.
Nilfisk präsentierte sich unter anderem mit der neuen Nass-/ Trockensaugerserie VL 500 – ausgezeichnet mit dem Premio Stampa Tecnica in der Kategorie Maschinen. Erhältlich sind acht unterschiedlichen Versionen – mit 35-, 55- oder 75-Liter-Behälter aus Kunststoff und ein- oder auch zweimotorig. Alle Modelle sind mit einem aufklappbaren Motorkopf ausgestattet. Er lässt sich leicht entfernen, wenn der Kunststoffbehälter gereinigt werden soll, und in geöffneter Position fixieren, damit der Behälter bei Maschinenstillstand austrocknen kann. Beim Fahrgestell stehen die Varianten Basic oder Ergo zur Wahl. In der Ergo-Variante verteilt sich das Gewicht des Behälters während des Kippvorgangs beim Entleeren über ein Zahnstangensystem auf das Fahrgestell. Der Motorkopf muss nicht abgenommen werden, sondern wirkt als zusätzliches Gegengewicht. In der Grundvariante verfügt der VL 500 über einen Nass-/Trocken-Einlegetuchfilter. Die Modelle mit Ergo-Fahrgestell sind mit einer dualen Filtration ausgestattet. Das heißt: Der Filter muss beim Wechsel vom Nass- zum Trockeneinsatz und umgekehrt nicht ausgetauscht werden. Der Nassfilter schützt den Motor vor eindringendem Schaum, die auswaschbare und flüssigkeitsresistente Filterkassette garantiert optimale Trockenreinigung. Der Geräuschpegel beträgt 66 dB (A). Zum Zubehör gehören verschiedene Düsen und eine adaptierbare Saugbürste. Optional sind auch ein Hepa-Filter oder eine Entleerpumpe erhältlich.
Comac/Kenter: Im Mittelpunkt stand die neue Scheuersaugmaschine Innova 55 B – ein Aufsitzer (56 Zentimeter Arbeitsbreite, 65-/75-Liter-Tank) mit den Abmessungen einer handgeführten Maschine (126,5 u 103 u 60 Zentimeter) und kleinem Wendekreis von rund 150 Zentimetern. Rainer Kenter, Chef des gleichnamigen Handelshauses für Reinigungstechnik, Generalimporteur von Comac in Deutschland, bezeichnete die Innova B 55 auf der Pulire in Verona deshalb als Mikroaufsitzer. Die theoretische Flächenleistung liegt bei rund 2.600 Quadratmetern pro Stunde. Komponenten wie Saugfuß und Bürsteneinheit wurden innerhalb der Maschine platziert, um das Risiko von Anfahrschäden zu verringern. Bestandteile, die täglich gereinigt beziehungsweise gewartet werden müssen, sind an ihrer gelben Farbe zu erkennen. Ein Eco-Modus reduziert den Geräuschpegel auf 54 dB (A), so dass eine Reinigung in geräuschsensiblen Bereichen möglich ist. Zu den Besonderheiten der italienischen Maschine gehören auch ein neuartiges Lenkrad und ein niedriger Einstieg von beiden Seiten.
IPC Gansow stellte eine neue Generation von Hochdruckreinigern vor – in neuem Design und jetzt mit IPC-Pumpen und Bypassventilen ausgestattet. Außerdem waren verschiedene neue Modelle in den Bereichen Scheuersaugmaschinen und Kehrsaugmaschinen zu sehen. Die handgeführten Scheuersaugmaschinen CT 45 und CT 55 mit 45- beziehungsweise 55-Liter-Tank schließen beispielsweise die Lücke zwischen der CT 40 und der CT 70. Neben der CT 160 mit 160-Liter-Tank gibt es inzwischen auch Aufsitzer-Varianten mit 110 und 230 Litern. Die CT 230 verfügt über drei vollautomatische Arbeitsprogramme, geschwindigkeitsabhängige Wassermengenregulierung und eine automatische Anpassung des Bürstenkopfes an Bodenunebenheiten (Self Leveling System). Die Laufzeit liegt bei rund 4,5 Stunden, die theoretische Flächenleistung bei rund 6.800 Quadratmetern pro Stunde. Das Self Leveling System kommt auch bei den Aufsitz-Kehrsaugmaschinen zum Einsatz. Damit lassen sich selbst große Flächen mit textilen Bodenbelägen in kurzer Zeit reinigen. Neu ist die Kehrsaugmaschine in der Variante 1250 – als Ergänzung zu den Modellen 1050 und 1450. Die Linie soll weiter ausgebaut werden.
Ein Schwerpunkt bei Wetrok war die Scheuersaugmaschine Discomatic Tango (Arbeitsbreite 34 Zentimeter, 9-/13-Liter-Tank), die speziell für die Reinigung kleinflächiger Räume konzipiert ist. Dank ihrer niedrigen Unterfahrhöhe (27 Zentimeter) gelangt sie auch an Stellen, die sonst nur mit dem Mopp erreichbar sind. Die Discomatic Tango zählt nach Unternehmensangaben zu den kleinsten und mit 40 Kilogramm leichtesten Scheuersaugmaschinen auf dem Markt und ist dennoch mit zwei Tellerbürsten ausgestattet. Die theoretische Flächenleistung gibt Wetrok mit rund 1.000 Quadratmetern pro Stunde an. Außerdem zu sehen waren die Scheuersaugmaschinen Discomatic Samba XT mit Softstartkonzept und Abschaltautomatik auf problematischen Stellen sowie der Aufsitzer iMatic mit „Touch-N-Go“-Touchscreen-Panel und Smart-Drive-System, Bordprozessor und Power-Shot-Funktion.
Bei Hako – vertreten am Gemeinschaftsstand von ICA System – waren unter anderem Scheuersaugmaschinen mit antibakteriellem Tank zu sehen. Der Frisch- und Schmutzwassertank aller Hakomatic-Maschinen (B 45 CLH, B 70 CL) sowie der B-90-Reihe sind serienmäßig mit AntiBac ausgestattet. Die antibakteriellen Eigenschaften schützen die Oberfläche des Tankinneren vor Bakterien-, Pilz- und Sporenwachstum, das durch Restfeuchtigkeit und Schmutzrückstände entstehen kann. Mit dem System lässt sich der Einsatz von Desinfektionsmitteln nach Unternehmensangaben reduzieren.
Numatic präsentierte unter anderem batteriebetriebene Staubsauger – zum Beispiel für Bereiche, in denen kein Strom zur Verfügung steht. Die Batteriesauger sind mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet, untergebracht im Gerätekopf und leicht zu wechseln. Zum Programm gehören ein Kesselsauger mit Acht-Liter-Behälter (NBV190), ein Trolleysauger mit Ablagemöglichkeit für weitere Reinigungsutensilien (PBT230) sowie ein Rucksacksauger mit Sechs-Liter-Behälter und 7,3 Kilogramm Gewicht (RSB140). Die Laufzeit liegt jeweils bei rund 35 Minuten, die Ladezeit bei etwa drei Stunden. Eine Neuerung im Bereich der kabelgebundenen Sauger: Viele Modelle sind mit steckbaren Kabeln versehen, die im Fall eines Defekts schnell ausgetauscht werden können. Dazu gehören auch die neuen PPR- und PPT-Modelle. Die Scheuersaugmaschinen wurden neu designt und sind jetzt drei Linien zugeordnet: Die Maschinen der Red-Line (Einstiegsausführung) sind an ihrem roten Gehäuse zu erkennen, die der Blue-Line (Standardausführung) an der blauen Farbe. Darüber hinaus gibt es die ebenfalls blaue Vario-Line, die Ausstattungsmerkmale wie Dosiersystem, einstellbaren Bürstendruck und variable Arbeitsbreiten bietet.
Ein Schwerpunkt bei Sebo war der Dart, der sich je nach Saugvorsatz als Staubsauger auf Teppich und Hartböden oder als Ultra-Highspeed-Saugbohner (2.000 Umdrehungen pro Minute) verwenden lässt. Ein flexibles Dreh-Kipp-Gelenk erleichert den Einsatz auf stark überstellten Flächen. Zur serienmäßigen Ausstattung gehört ein dreistufiges Filtersystem. Die Bürste des Sebo Dart 1 und 2 ist je nach Florhöhe vierfach manuell einstellbar. Sie ist in zwei Arbeitsbreiten – 31 Zentimeter und 37 Zentimeter – erhältlich. Die Kombibodendüse (Dart 4) ermöglicht den Einsatz auf Teppich- und Hartböden. Die Saugbohnervariante (Dart 3) saugt und poliert gleichzeitig. Alle Saugvorsätze sind auch einzeln erhältlich.
Miele präsentierte Waschmaschinen der neuen Mopstar-Reihe mit Platz für 6,5 bis 13 Kilogramm Mopps und Wischtücher und 22 Programmen für die Anforderungen von Gebäudereinigern. Dazu gehört auch die thermische und chemothermische Desinfektion. Außerdem können Reinigungstextilien mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ausgerüstet werden. Die Restfeuchte lässt sich in vier Stufen einstellen. Zu den Besonderheiten der Mopstar-Maschinen gehört ein Vorentwässerungsverfahren, das vor dem Waschprozess Schmutz und verunreinigtes Wasser aus den Mopps schleudert. So kann bei der Hauptwäsche mehr Frischwasser einströmen. Gleichzeitig werden Reste vorhandener Tenside entfernt.
Kiehl stellte einen Grundreiniger für alle Böden (Copex-eco) und eine metallsalzfreie Beschichtung (Ceradur-eco) vor. Beide Produkte sind mit dem Ökolabel Nordic Swan ausgezeichnet. Außerdem neu bei Kiehl: ein wasserbasiertes, imprägnierendes Pflegeöl, das ohne Lösungsmittel auskommt. Es trocknet innerhalb von zwei bis drei Stunden und ist nach dem Aushärten geruchlos. PurOil trägt das EU-Ecolabel. „Italien wird gerade sehr ökologisch“, erklärten Johannes Peter Kiehl, geschäftsführender Gesellschafter, und Michael Bertenbreiter, Assistent der Geschäftsleitung, auf der Pulire in Verona. Der Reinigungschemiehersteller aus Odelzhausen, der seit Jahrzehnten mit einer Niederlassung in Italien vertreten ist, hat mittlerweile eine große Anzahl von Ökolabel-Produkten im Programm. 17 Produkte tragen das EU-Ecolabel, fünf das Nordic-Swan-Zertifikat. Econa (Universalreiniger), Ambital-eco (Wischpflege) und Duocit-eco (Sanitärreiniger) aus der Balance-Reihe sind mit beiden Umweltgütezeichen ausgezeichnet.
TTS zeigte ein neues System zum manuellen Ausrüsten von Wischbezügen. Die Kunststoffeinheit namens Dosely wird am Reinigungswagen befestigt und gibt auf Hebeldruck aus einem Sechs-Liter-Kanister Reinigungslösung in individuell einstellbarer Menge für jeweils einen Mopp ab. Bei Bedarf – zum Beispiel aus Sicherheitsgründen – kann die Zufuhr gesperrt werden. Das System ist auch mit zwei Kanistern und Verschlusskappen in verschiedenen Farben erhältlich. Geeignet ist es für Wischbezüge verschiedener Linien. Dazu gehört die neue Trilogy-Reihe, die nach und nach erweitert werden soll. Derzeit gibt es 14 Varianten. Die Wischbezüge werden an einer Seite am Halter befestigt und können beidseitig benutzt werden. Neu ist eine Variante für zweistufiges Wischen – mit der einen Seite wird nass gewischt und mit der anderen Seite trocken. Eine Art Folie in der Mitte verhindert, dass Feuchtigkeit auf die trockene Seite gelangt.
Hygienepapiere aus den Zellulosefasern recycelter Getränkekartons waren bei Lucart zu sehen. Getränkekartons bestehen zu drei Vierteln aus Zellulose und zu einem Viertel aus Polyethylen und Aluminium. Lucart nutzt ein mechanisches Verfahren ohne chemische Zusätze, um den Zellstoff zu separieren. Die Eco-Natural-Reihe beinhaltet unter anderem Toilettenpapier und Papierhandtücher in Rollen- und Einzelblattform. Die naturbeige Farbe der Hygienepapiere ist die Farbe der ungebleichten Zellstofffaser. Die Eco-Natural-Produkte sind mit dem EU-Ecolabel zertifiziert.
Sofidel stellte unter der Marke Papernet Hygienepapier mit nach Unternehmensangaben rohrreinigender Wirkung vor. Die Produkte der Biotech-Serie enthalten Mikroorganismen. Sobald das Papier mit Wasser aus dem Toilettenbecken in Berührung kommt, werden Enzyme aktiviert und Bakterien in den Abflussrohren beseitigt. Die Rohre lassen sich auf diese Weise frei von Verstopfungen halten, Gerüche werden entfernt. Das Biotech-Papier ist dermatologisch getestet. Außerdem zeigte Sofidel eine Spenderlinie für den Waschraum (HyTech), die in Zusammenarbeit mit dem italienischen Produktdesigner Stefano Giovannoni entstanden ist.
Ein Highlight bei Hagleitner war die neue Xibu-inox-Spenderlinie in Edelstahl. Die mit einer Antifingerprint-Beschichtung versehenen Spender für Toilettenpapier, Seife, Papierhandtücher und Desinfektionsmittel sind als Einbau- und Aufputzvarianten erhältlich. Die Spendereinheit passt in beide Rahmen. Eine optionale Hintergrundbeleuchtung aus LED lässt sich in verschiedenen Farben einstellen. Abrollbremsen, zeitverzögerte Papierabgabe und festlegbare Schaumseifenmenge tragen zu einem sparsamen Verbrauch bei. Ebenfalls neu bei Hagleitner: Eco-Schwammtücher, die biologisch abbaubar sind und über den Biomüll entsorgt werden können. Die Tücher sind bei 95 Grad waschbar. Spender für Seife,
Papierhandtücher und Toilettenpapier sowie Abfallbehälter und WC-Bürstenhalter gehören zur Edelstahlserie Sanfer, die bei Ophardt zu sehen war. Darüber hinaus gibt es auch die Edelstahl-Komplettserie Santral mit Antifingerprint-Beschichtung. Die Spender der Serie ingo-man plus Counter mit Zählfunktion zur Erfassung des Händehygieneverhaltens gibt es jetzt in einer überarbeiteten Version – mit deutlich längerer Batterielaufzeit von fünf Jahren. Versehentliches Zurücksetzen oder eine Manipulation des Zählerstandes sind mittlerweile ausgeschlossen.
Feinen und groben Schmutz von Sand bis zu Getränkedosen nehmen die Kehrmaschinen der 600er-Serie auf, die Haaga präsentierte. Ein 12-Volt-Akku treibt sowohl die Tellerbesen als auch die zusätzliche Kehrwalze für Feinschmutz an und sorgt für eine einfache Führung der Maschinen. Die überstehenden Tellerbesen nehmen den Schmutz schon vor der Maschine auf. Sie schneiden unter das Kehrgut, heben es an und schieben es direkt in den 50-Liter-Behälter. Die Modelle 677 und 697 der Profi-Line mit stufenloser Bürstendruckregulierung verfügen über eine Arbeitsbreite von 77 beziehungsweise 97 Zentimentern. Die Flächenleistung liegt bei 3.800 beziehungsweise 4.100 Quadratmetern pro Stunde, die Laufzeit beträgt rund 90 Minuten.
Wasserführende Stangensysteme und andere Arbeitsgeräte für die Glas- und Solarreinigung waren bei Unger zu sehen. Dazu gehörte das HiFlo-n-Lite-System, das auf der Cleaning Show 2013 in Birmingham mit dem Innovation Award in der Kategorie Fensterreinigung ausgezeichnet worden ist. Das System aus modular kombinierbaren Teleskopstangen wurde gerade um zwei weitere Ausführungen ergänzt. Neben den Varianten Hybrid (Karbon-/Glasfasermischung, Arbeitshöhe bis zehn Meter), Karbon (100 Prozent Karbonfaser, Arbeitshöhe bis 16 Meter) und Himomod Karbon (Arbeitshöhe bis/über 20 Meter) gibt es jetzt auch Stangen aus Alu und Glasfaser. Der wasserführende Schlauch kann beim HiFlo-n-Lite-System innerhalb oder außerhalb der Stange geführt werden. Neu im Zubehörbereich für die Glasreinigung ist ein Mikrofasertuch mit abrasiven Ecktaschen zum Entfernen von hartnäckigem Schmutz – per Hand oder in Kombination mit der Teleskopstange. Das Tuch aus der Reihe ErgoTec Ninja ist in drei Größen erhältlich.
Aus einem Stangensystem leichter Aluminium- und Karbonrohre und einer Wasseraufbereitungseinheit für entmineralisiertes Wasser besteht das Qleen-Reinigungssystem für Glas- und Solarflächen sowie Fassaden auch aus Metall oder Holz von Lehmann. Hinzu kommen verschiedene Spezialbürsten für unterschiedliche Anwendungen und Oberflächen. Dazu gehören elektrisch betriebene Bürsten mit rotierenden Bürstenwalzen und Bürsten für die Solarreinigung. Reinigungsarbeiten können in bis zu 20 Metern Höhe durchgeführt werden. Das modulare System der neuen Generation bietet unter anderem eine längere Gerätelaufzeit; für mehr Druck und zusätzliche Arbeitshöhe sorgt eine Pumpe mit zehn Bar.
Heike Holland | heike.holland@holzmann-medien.de