Praxiserfahrungen sind für Studenten wichtig – und so bot die Dr. Rettler Service GmbH München dem Studenten Jochen Allgayer von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Studiengang Lebensmittel, Ernährung und Hygiene, ein Traineeprogramm an.
Traineeprogramm für Studenten
Die Dr. Rettler Service GmbH München wurde 1982 von Dr. Jochen Rettler gegründet. Das inhabergeführte Dienstleistungsunternehmen ist in den Bereichen Gebäudereinigung, Catering, Textillogistik, Consulting, Facility Management und Qualitätssicherung tätig.
Jochen Allgayer studiert seit März 2007 an der Hochschule Sigmaringen und wird im Schwerpunkt Reinigungs- und Hygienetechnik von Prof. Dr. Gerhard Winter betreut, der ihm auch den Kontakt zu Dr. Rettler vermittelte. Bereits in den ersten Semesterferien konnte Jochen Allgayer über einen Zeitraum von knapp zwei Monaten die Gebäudereinigung in der Praxis miterleben. Dipl. oec. troph. Claudia Wildgruber (Qualitätsmanagement Dr. Rettler Service GmbH) erstellte mit Prof. Dr. Winter ein Traineeprogramm, das möglichst viele praktische Erfahrungen vermitteln sollte. Dabei standen Krankenhausreinigung, Sonderreinigung und Reinigung in einem Lebensmittelgroßbetrieb auf dem Plan.
Im Krankenhaus wurde der Trainee von der zuständigen Objektleiterin in die Unterhaltsreinigung der Stationen eingewiesen. Mit Hilfe eines Organisationswagens, der nach dem Vier-Farben-System ausgestattet ist, führte er dann auch eigenständig die Unterhaltsreinigung in Sanitärbereich, Krankenzimmer, Schwesternzimmer und von Verkehrsflächen durch. Die mit Naturstein ausgestatteten Verkehrsflächen im Eingangsbereich reinigte der Trainee mit einer Scheuersaugmaschine. Einer der Höhepunkte im Krankenhaus war die Nachtschicht im OP: Die Reinigung erfolgte nach der Operation eines MRSA-Patienten und musste deshalb besonders gründlich erfolgen.
Nach der OP-Reinigung konnte sich der Trainee ein Bild von der Unterhaltsreinigung im Kreissaal und in der Intensivmedizin sowie in der Pathologie verschaffen. Hier bestanden seine Aufgaben darin, die Färberei, die Büros und die Archive zu reinigen. Zu guter Letzt unterstützte der Trainee die zuständige Objektleiterin aktiv und wurde mit der Organisation im Krankenhaus vertraut gemacht.
Im zweiten Abschnitt des Traineeprogramms wurde Jochen Allgayer unter Betreuung der zuständigen Bereichsleiter bei diversen Sonderreinigungen eingesetzt. Erste Aufgabe: Grundreinigung einer Turnhalle. Hier wurde der Trainee in die Arbeitsschritte der Grundreinigung und Neubeschichtung eingewiesen. Sein neu erlerntes Können konnte er dann auch gleich bei verschiedenen Grundreinigungen in Kindergärten und Werkstätten unter Beweis stellen. Des Weiteren stand die Reinigung eines Holzbodens auf dem Programm. Der Trainee entfernte mit der Einscheibenmaschine mit Saugvorrichtung die alte Beschichtung vom Holzboden, wischte im nächsten Arbeitsschritt den Reststaub mit Öltüchern auf und beschichtete den Boden neu.
Nach den Grundreinigungen wurde der Trainee für ein paar Tage bei der Bauschlussreinigung eingesetzt. Der Auftrag lautete hier, zunächst den Grobschmutz und anschließend den Staub in den Elektroräumen zu entfernen, damit die empfindlichen Geräte keinen Schaden davontragen. Hier war besondere Vorsicht geboten, da die installierten Glasfaserkabel sehr zerbrechlich sind. Die Arbeitsgruppe Sonderreinigung führte in einigen Objekten Glasreinigungen durch. Der Trainee wurde mit Leiter, Wischer und Abzieher ausgerüstet und in die Glasreinigung eingewiesen. Neben Altersheimen und Cafés wurde auch eine Fassade mit Hilfe einer Hebebühne gereinigt.
Im dritten Teil des Programms wurde der Trainee im Lebensmittelbetrieb eingesetzt. Sein Wirkungsbereich war hier die kalte Küche, in der Salate und kalte Speisen zubereitet werden. Seine Tätigkeiten bestanden darin, während der Pausen die Produktionsbänder zu reinigen, die Kühlräume einschließlich der Regalen und die Verschneideräume sauber zu halten. Sehr interessant für Jochen Allgayer war die Auditerstellung, die er hier begleiten durfte. Nach jedem Abschnitt des Traineeprogramms wurden die Tätigkeiten anhand eines Feedbacks mit Dr. Rettler und Claudia Wildgruber besprochen. Dies ermöglichte einen reibungslosen Ablauf sowie Informationsaustausch zwischen der Unternehmensleitung und dem Studenten. In den Semesterferien Februar/März 2008 wurde im Rahmen des Traineeprogramms dann die Einarbeitung in die Auftragsbearbeitung und die Kalkulation von Reinigungsobjekten durchgeführt.⇥K
Dr. Winter