Mit Hochdruck auf Sparflamme
Mit Spannung blickt man bei Kärcher der deutschen Markteinführung der neuen Mittelklasse von Heißwasserhochdruckreinigern entgegen. Insgesamt sind es sechs Modelle, die in Frankreich bereits seit April zu haben sind. In Deutschland sollen die Geräte ab Juli an den Kunden gebracht werden. Bei einem Produktlebenszyklus von zehn bis zwölf Jahren sei dies schon ein besonderes Ereignis für ihn, sagt Walter Klein, Produktmanangement Hochdruckreiniger. „Die komplette Neuentwicklung folgte sechs Hauptkriterien, die es zu erfüllen galt: Umweltschutz, Bedienerfreundlichkeit, Reinigungsleistung, Mobilität, Betriebssicherheit und Servicefreundlichkeit.“ Einen besonderer Clou stellt die Eco-Stufe dar: Dabei ist das Gerät auf 60 °C eingestellt. „Damit lassen sich 80 Prozent aller Reinigungsarbeiten abdecken“, so Klein. Zudem verbrauche man in dieser Einstellung bis zu 20 Prozent weniger Diesel. Weitere Schmankerl für den Nutzer: Die Wasserhärte lässt sich in fünf Stufen einstellen; dieses Prinzip, in Geschirrspülern gang und gäbe, habe man einfach übertragen, so Klein. Ebenfalls eine technische Finesse ist die patentierte Düsentechnologie: „Allein darüber können wir 40 Prozent mehr Aufprallkraft zur Verfügung stellen.“ Und last, but not least: Das System zum Schutz vor Kalkablagerungen und Korrosion mittels RFID-Technologie erkennt, sobald eine 1-l-Flasche der Systempflege mit Chip eingeschoben ist. Je nach Hochdruckreiniger, Wasserhärte, Temperatur und Fördermenge wird die jeweils optimale Menge zudosiert. Da sich die Lebensdauer der Heizschlange deutlich verlängert, hat Kärcher dafür die Garantiezeit in Deutschland auf vier Jahre erhöht. Großer Wert wurde auf eine verbesserte Mobilität und einen günstigen Schwerpunkt gelegt: Die Pumpe ist jetzt vor dem Brenner angeordnet, die zwei großen gummibereiften Räder wurden nach hinten versetzt, statt einer gibt es nun zwei Lenkrollen. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass sich die Geräte sehr gut manövrieren lassen, auch bei unebenem Gelände. Über eine Trittmulde als Kipphilfe kann man sie ohne großen Kraftaufwand vorne anheben und über Stufen schieben oder auf der Stelle wenden – immerhin wiegen die Geräte zwischen 150 und 200 kg. Für eine einfache und übersichtliche Handhabung sind die Bedienelemente auf der Instrumententafel leicht zugänglich. Der Brennstofftank und die beiden Reinigungsmitteltanks lassen sich von außen befüllen, ohne dass die Haube geöffnet werden muss. Da alle Anschlüsse – Strom, Wasser und Hochdruck – nebeneinander angeordnet sind, können die Geräte schnell in Betrieb genommen werden. In einem verschließbaren Zubehörfach sind unter anderem die Düsen griffbereit aufbewahrt. Das Strahlrohr kann sicher fixiert werden. Im Betrieb zeigen LED-Leuchten am Display den Status der wichtigsten Funktionen an und melden Störungen und Wartungsintervalle. Alle Modelle MX und SX verfügen über eine Schlauchtrommel, die jetzt vollständig in das Chassis integriert ist. Die platzsparend angeordnete Kurbel wird nur zum Aus- und Einrollen des 20 m langen Hochdruckschlauchs ausgeklappt. (mjt)