Paul Schulten 100 Jahre im Dienst der Sauberkeit

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    © Paul Schulten
    1927 Schulten-Mitar beiter vor dem Remscheider Rathaus.
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    Im Rahmen der 100-Jahr-Feierlichkeiten erhielt der Dienstleister eine Ur kunde von der Handwerkskammer: Frank Jochen Ann (Ann GmbH Gebäudereinigung Solingen), Renate Schulten, Armin Hoppmann (Kreishandwerksmeister), Oliver Knedlich und Peter Schulten (v.li.).

100 Jahre im Dienst der Sauberkeit

-Das bergische Traditionsunternehmen Paul Schulten wurde am 5. November 100 Jahre alt. Vom Glasreinigungsunternehmen im Jahr 1908 hat sich Schulten zum umfassenden Gebäudedienstleister entwickelt. Aktuell beschäftigt das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Remscheid rund 2.500 Mitarbeiter.

„Wer sich seit 100 Jahren am Markt behauptet, hat bewiesen, dass er sich auf neue Rahmenbedingungen einstellen kann“, lobt Jürgen Rüttgers. Der NRW-Ministerpräsident gratulierte Schulten in einem persönlichen Brief zum Firmengeburtstag. „Jedes Lob ist für die Vergangenheit. Und das nächste muss man sich wieder hart erarbeiten. Deswegen muss man immer nach vorn schauen und weiter arbeiten“, bleibt Peter Schulten bescheiden. Er ist einer der Geschäftsführer des Traditionsunternehmens und Enkel des Firmengründers Paul Schulten.

Angefangen hat alles mit der Reinigung von Scheiben, Rahmen, Fassaden und Werbeschildern. Noch bis in die 50er Jahre konzentrierte sich das Unternehmen auf diesen Zweig. Dann kam ein Entwicklungsschub. „Viele Unternehmen haben sich damals entschieden, die Unterhaltsreinigung nicht mehr selbst durchzuführen, sondern sie an Dienstleister zu vergeben“, erinnert sich Peter Schulten, der seit seinem 14. Lebensjahr im Unternehmen mitarbeitet. Die Firma Schulten erkannte die Wachstumschance und nahm die sogenannte Unterhaltsreinigung ins Angebot auf. „Da wurde das normale Geschäft von 6 bis 18 Uhr erledigt und danach kam die Reinigung in Firmen und Geschäften hinzu“, so Peter Schulten.

Die folgenden drei Jahrzehnte waren von rasantem Wachstum geprägt: 1962 zählte Schulten 80 Mitarbeiter, Anfang der 70er Jahre waren es schon 400. Weitere Aufgaben gaben dem Wachstum zusätzlichen Auftrieb. 1984 kommt beispielsweise das Segment Industriereinigung hinzu, ab 1989 bietet das Unternehmen auch technische Dienste an. Die anspruchsvolle Aufgabe: die Schulten-Kunden bei Logistikaufgaben oder sogar Produktionshilfsdiensten – wie etwa der Verpackung von Produkten – zu unterstützen. Ein weiteres wichtiges Segment ist heute der Klinikservice. Dazu gehören etwa Desinfektionsaufgaben in Operationssälen oder auf Quarantänestationen oder auch hauswirtschaftliche Dienste in Krankenhäusern oder Seniorenheimen. Seit 1998 sind die Remscheider nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Außerdem ist das Unternehmen Mitglied im Bundesinnungsverband und aktives Mitglied im REFA-Verband sowie im Verein für Reinigungstechnik.

„Höchste Qualität und das breite Aufgabenspektrum können wir nur mit bestens ausgebildeten und hoch motivierten Mitarbeitern bieten“, betont Geschäftsführer Oliver Knedlich, seit 2006 Gesellschafter des Unternehmens. Aus- und Weiterbildung wird daher großgeschrieben: Derzeit machen 30 Azubis eine Lehre bei Schulten.

Um auch überregional wettbewerbsfähig zu sein, gründete Schulten gemeinsam mit anderen regionalen Reinigungsunternehmen 2005 die Firma Sesco. Der Verbund bietet bundesweit Dienstleistungen an. „Das wird in Zukunft einer der Motoren für weiteres Wachstum sein“, erklärt Oliver Knedlich. Parallel erweitert Schulten sein Standortnetz in Nord-rhein-Westfalen. Zu den bisherigen Niederlassungen in Wuppertal und Hilden kamen 2008 weitere in Aachen und Köln hinzu.