
„Der Reinigungsdienst ist der Grundpfeiler für die Hygiene im Krankenhaus. Das muss noch viel stärker als bisher in den Köpfen ankommen und im Klinikalltag umgesetzt werden.“ Diese Forderung stellte Ludwig Weber, Fachautor und ehemalige Hygienefachkraft, beim 3. KDS-Hygieneforum in Bad Kissingen. Über 200 Fachleute aus ganz Deutschland, speziell operativ tätige Führungskräfte aus den Bereichen Reinigung und Hauswirtschaft sowie Hygienebeauftragte, waren anwesend, um sich weiterzubilden. Sie stellten sich bei der zweitägigen Fortbildungsveranstaltung der KDS Services für Gesundheit und Pflege (Dietmannsried) den Hygieneanforderungen der Zukunft.
Wie wichtig das Know-how von Reinigungsdiensten ist, machte Ludwig Weber in seinem Impulsvortrag klar: „Wenn eine Reinigungsfachkraft nicht weiß, was bei welchem Erreger zu tun ist, geht es nicht nur um einen bloßen Fehler, sondern unter Umständen um Menschenleben. Schulungen und Fortbildungen, wie das KDS-Hygieneforum, sind deshalb das A und O.“
Im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung hat die KDS die neue mobile Schulungsakademie „KDS on tour“ vorgestellt. Das Konzept wurde gemeinsam mit Parat – Institut für Hygiene (Kempten) entwickelt. „Wir kommen direkt ins Objekt und arbeiten dort mit den Reinigungskräften ganz individuell und praxisnah. Das heißt konkret: Wir arbeiten mit ihrem Reinigungswagen, ihrem Desinfektionsmittel und passen unser Konzept an die Abläufe im Haus an“, erklärt Anna Hils, Geschäftsführerin von Parat.
Noch mehr Hygieneimpulse gab es von Volker Ernst, der das Thema aus der Managementperspektive betrachtete. In seinem Vortrag „Compliance in der Hygiene“ erklärte der Diplom-Verwaltungsfachwirt (FH) und Diplom-Verwaltungswissenschaftler das Ziel des Compliance-Systems: Nach dem Motto „prevent and detect“ soll eine vorausschauende Fehlerkultur etabliert werden, um so die Hygienequalität in Krankenhäusern und Kliniken nachhaltig zu verbessern. Der Trend bei Krankenhäusern und Kliniken gehe gerade hin zur Reinigung in Eigenregie. „Theoretisch ist das auch möglich. In der Praxis klappt es jedoch meistens nicht. Krankenhäuser und Kliniken schaffen es erfahrungsgemäß meist nicht, die Reinigung genauso gut zu machen wie ein externer Dienstleister“, betonte Ernst.
„Wir müssen nicht die Größten sein – aber die Besten. Wir sind die Spezialisten, wenn es um Krankenhausreinigung geht, hier liegt ganz klar unser Fokus und unsere Expertise“, betonte Ulrich Geiger, geschäftsführender Gesellschafter der KDS.
Jede Menge Action war in den verschiedenen Workshops des KDS-Hygieneforums geboten. In den beiden Hygienezirkeln standen häufige Hygienefehler sowie nosokomiale Infektionen und deren Übertragungswege im Fokus. Einen Blick über den Tellerrand warfen die Teilnehmer in den Praxiszirkeln „Motivation im Team“ und „Erfolgreiche Kundenbetreuung“. Reger Austausch war auch auf dem „Marktplatz“ geboten. Bei der begleitenden Ausstellung präsentierten Hersteller neue und bewährte Produkte für die Reinigungsbranche.
Die KDS Services für Gesundheit und Pflege ist eines der führenden Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen. Zu den Kunden zählen Kliniken, Seniorenheime, Reha- und soziale Einrichtungen. Leistungsbereiche des Unternehmens sind Reinigung und Hygiene, Textilservice, Catering sowie Personal und Logistik. Das Unternehmen ist deutschlandweit an 20 Standorten vertreten und beschäftigt rund 6.500 Mitarbeiter. Neben Eigengesellschaften führt das Unternehmen zusammen mit öffentlichen und privaten Trägern über 50 Servicegesellschaften mit oder ohne Beteiligung. Die Mitarbeiter der KDS werden in einer eigenen Schulungsakademie aus- und weitergebildet.