Kärcher als Systemanbieter Auf die Abstimmung kommt es an

Blick in die moderne Fertigungshalle in Sulzdorf, in der rund 50 der insgesamt etwa 100 Reinigungsmittel von Kärcher produziert, abgefüllt und gelagert werden. - © Kärcher

Auf die Abstimmung kommt es an

- Den Namen Kärcher bringt man vor allem mit Reinigungsmaschinen diverser Art in Verbindung. Dabei haben die Winnender seit über 30 Jahren auch Reinigungs- und Pflegemittel entwickelt, das Unternehmen versteht sich als Systemanbieter von Reinigungslösungen. Vorrang hat für Kärcher daher, wie das Unternehmen kürzlich im Rahmen einer Fachpressekonferenz in Bühlertal/Sulzdorf erklärte, die Abstimmung von Maschine und Reinigungs- oder Pflegemittel im Hinblick auf die jeweils zu beseitigende Verschmutzung.

Vor rund zwei Jahren ist das Unternehmen über die Entwicklung hinaus auch in die Produktion von Reinigungsmitteln eingestiegen. „In Sulzdorf im Oberen Bühlertal haben wir rund eine Million Euro in moderne Misch-, Abfüll- und Lagertechnik investiert und zehn neue Arbeitsplätze geschaffen“, sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Damit erweitern wir unsere Fertigungstiefe und bündeln die Logistikprozesse. Die Transportkosten lassen sich erheblich senken und dadurch jährlich rund 91 t CO2-Ausstoß vermeiden.“

In einer 1.200 m² großen Fertigungshalle werden flüssige Reinigungsmittel gemischt und abgefüllt und vom benachbarten Zentrallager aus in alle Welt versendet. Eine moderne Etikettierungsanlage ermöglicht hochflexibel eine kunden- bzw. länderspezifische Beschriftung. Die Liefermengen reichen von 22-ml-Gebinden bis zu 20.000 l fassenden Tanks. In Sulzdorf werden 50 Prozent der rund 100 von Kärcher angebotenen Reinigungsmittel produziert. Die anderen 50 Prozent werden von Lohnunternehmen hergestellt. Dank der breiten Palette von rund 100 Profimitteln kann Kärcher nicht nur die Maschinen und Geräte für eine Vielfalt von Reinigungsaufgaben anbieten, sondern auch die darauf abgestimmten Mittel.

Dafür drei Beispiele: Lebensmittelrückstände wie Milch, Fisch oder Gemüsesäfte hinterlassen auf Teppichböden nicht nur Schmutz, es entstehen auch Gerüche. Abhilfe schafft der neue Teppichreiniger iCapsol RM 768 OA, der auch störende Gerüche absorbiert. Das Produkt basiert auf dem bewährten Reinigungsmittel iCapsol RM 768 für die Zwischenreinigung stark frequentierter Teppichflächen. Der neue Teppichreiniger zeichnet sich durch eine kurze Trocknungszeit aus, die Teppichfläche ist je nach Material und Verschmutzungsgrad bereits nach 20 bis 120 Minuten wieder begehbar. Regelmäßig angewandt kann die Zwischenreinigung mit diesem Produkt die Intervalle bis zur nächsten zeitaufwändigen Grundreinigung um das Dreifache verlängern.

Feinsteinzeugfliesen sind in vielen Objekten ein stark gefragter Bodenbelag. Ein Problem bei diesem widerstandsfähigen Belag stellt allerdings die Reinigung dar, weil sich in den Mikroporen der Fliesenoberfläche feinster Schmutz ansammelt. Der Feinsteinzeugreiniger RM 753 ist ein neuartiges und sparsames Produkt, das in Verbindung mit einer Scheuersaugmaschine gute Reinigungserfolge erzielt. Dank guter Benetzung werden auch starke Öl-, Fett-, Ruß- und Mineralverschmutzungen gelöst, die rutschhemmenden Eigenschaften der Fliesen nicht beeinträchtigt. Der Feinsteinzeugreiniger RM 753 für die Grund- und Unterhaltsreinigung entfaltet bei jeder Wassertemperatur seine Wirkung.

Speziell zum Entfernen hartnäckiger Reifen- und Abriebspuren wurde der Reifen- und Abriebspurenentferner RM 776 entwickelt. Der kraftvolle Spezialreiniger eignet sich für Einsätze auf unbeschichteten und stark beanspruchten Böden. Das Produkt wird einfach vorgesprüht, nach kurzer Einwirkzeit kann der Boden mit einer Scheuersaugmaschine gereinigt werden. Mit dem alkalischen Reinigungsmittel lassen sich bei Bedarf auch Glanz-, Wachs- und Polymerschichten von PVC und anderen beschichteten Beläge entfernen.

Niels W. Buhrke