Landesinnungen Baden-Württemberg und Nordbayern Lossprechung in Metzingen

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    © Gewerbliche Schule Metzingen/Gabi Schlewek
    Die Losgesprochenen mit ihren Landeslehrlingswarten Günter Bogenrieder (li.) und Peter Brückner (re.).
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    © Gewerbliche Schule Metzingen/Gabi Schlewek
    Der Landeslehrlingswart von Baden-Württemberg, Günter Bogenrieder, mit den Landessiegern Nadine Proß, Mathias Mischler und Viktoria Gnoevoj.

Lossprechung in Metzingen

- Es ist schon eine Tradition, dass die Landesinnungen Baden-Württemberg und Nordbayern ihre Auszubildenden an der Gewerblichen Schule Metzingen lossprechen. Schulleiter Roland Kiesel begrüßte in der Aula die neuen Gesellen mit ihren Ausbildern und Angehörigen sowie die Lehrer und Vertreter der beiden Innungen. Dazu gehörten Wolfram Schlegel, Geschäftsführer der Innung Baden-Württemberg, Günter Bogenrieder, Landeslehrlingswart und stellver-tretender Landesinnungsmeister, sowie der Regionalvorsitzende Rolf Wilhelm. Für die Innung Nordbayern war Landeslehrlingswart Peter Brückner nach Metzingen gekommen.

Mit Spannung wurde die Ausgabe der Gesellenbriefe und der damit verbundenen Preisvergabe an die drei Besten von Baden-Württemberg erwartet.

Zum ersten Platz gratulierte Landeslehrlingswart Günter Bogenrieder Viktoria Gnoevoj (Ausbildungsbetrieb Ulrich Armbruster in Dornstetten). Sie wurde für ihren Erfolg mit 700 Euro von der Landesinnung belohnt. Den zweiten Platz mit der Note 1,4 erlangte
Mathias Mischler (Ausbildungsbetrieb Ank Gebäudereinigung in Mannheim). Er erhielt einen Scheck über 500 Euro. Den dritten Platz mit einer Gesamtnote von 1,7 und ein Preisgeld von 300 Euro erreichte Nadine Proß (Ausbildungsbetrieb Günter Ott - Ihre Gebäudereinigung e. K. in Horb). Bogenrieder überreichte auch den anderen Absolventen die Gesellenbriefe und Buchgeschenke von der Innung. Im Anschluss verteilte Peter Brückner, Landeslehrlingswart der Innung Nordbayern, die Gesellenbriefe an die neuen Gebäudereinigergesellen aus seinem Innungsbezirk.

Günter Bogenrieder betonte in seiner Ansprache, dass ein Geselle heutzutage mit Geschick und Köpfchen agieren muss. Aus der Fülle der Aufgaben, die täglich an einen Gebäudereiniger gerichtet werden, ergebe sich eine anspruchsvolle Tätigkeit, die sich auch im Europavergleich messen müsse. Wichtig war es dem Landeslehrlingswart von Baden-Württemberg, die Neugesellen darauf hinzuweisen, dass das Lernen nicht endet. Gerade das Gebäudereiniger-Handwerk müsse sich täglich mit neuen zu reinigenden Materialien, modernen Verfahrenstechniken und speziellen Kundenwünschen auseinandersetzen. Deshalb seien Fortbildungen für den beruflichen Erfolg immer notwendig. Neben Fachwissen und Fertigkeiten seien im Arbeitsleben aber auch Werte wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Respekt wichtig. Der stellvertretende Landesinnungsmeister erinnerte daran, dass Ausbildung Mühe macht, und freute sich darüber, dass es Ausbilder gibt, die sich dieser Aufgabe stellen. Er gratulierte den Junggesellen zu ihren bestandenen Prüfungen, legte ihnen nahe, sich nicht auf ihrem jetzigen Wissenstand auszuruhen, und gab ihnen einen Ratschlag von Apple-Gründer Steve Jobs mit auf den Lebensweg: „Bleiben Sie hungrig, bleiben Sie verrückt.“

Jessica Kawasch, vor einem Jahr selbst losgesprochen, richtete als Jungmeisterin ihre Grußworte an die Junghandwerker. Sie motivierte sie, im Betrieb ihr Wissen und ihr Können an die neuen Azubis weiterzugeben und selbst Verantwortung zu übernehmen. Denjenigen, die ehrgeizig sind und in ihrem Beruf weiterkommen wollen, empfahl sie wie ihr Vorredner, Meister zu werden, und gab ihnen ein schwungvolles „Ihr packt das“ mit auf den Weg.

Die Pausen zwischen den Reden wurden von den Straßenmusikern JanJoshyConny&Co. mit fetziger, swingiger Musik, die zum Mitwippen einlud, gefüllt. Im Anschluss an das Programm luden die beiden Innungen zu einem gemütlichen Beisammensein mit Essen und Trinken in der Aula der Gewerblichen Schule in Metzingen ein.

Claudia Liersch | heike.holland@holzmann-medien.de