Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe Bodenreinigung mit Robotertechnik

Sind am Pilotprojekt von L&G an der Universität Konstanz beteiligt: Ancuta-Ionela Cotruta (Reinigungskraft), Zsolt Sefcsik (Reinigungskraft), Paul Zenker (Sachgebietsleiter in der Bibliothek), Dominik Madlener (Trainee Betriebsleitung), Felix Holzwarth (Regionalleiter und Prokurist L&G), Valeriya Portna (Objektleitung), Matthias Seifert (stellvertretender Leiter Hochschulsport), Patrick Reißner (Facility Management). Bild: Lattemann & Geiger - © Lattemann & Geiger

Den hohen Anforderungen in puncto Arbeitssicherheit sowie der zunehmenden körperlichen Belastung der Mitarbeiter in der Reinigungsbranche begegnet Lattemann & Geiger (Dietmannsried im Allgäu) seit Jahren mit Arbeitssicherheitsmaßnahmen im Rahmen der Zertifizierung nach OHSAS 18001:2007 und einem betrieb­lichen Gesundheitsmanagement. Mit Reinigungs­robotern soll nun ein weiterer Schritt in Richtung Entlastung der Mitarbeiter getan werden. Neben der Technik steht vor allem die Kombination von Mensch und Roboter im Vordergrund nach dem Motto „Kooperation und nicht Wettbewerb“.

Gerade für die Reinigung großer Bodenflächen sind autonom arbeitende Reinigungsroboter nach Analyse der Anwendungstechniker von Lattemann & Geiger gut geeignet. Im Rahmen eines Pilot­projektes wurde der Roboter RA 660 Navi von Cleanfix für die tägliche Bodenreinigung in einer Sporthalle der Universität Konstanz in Betrieb genommen. Das Gerät verfügt über drei Reinigungsbürsten und eine Saug­einheit, wodurch sich Hartböden sowohl schrubben als auch saugen lassen. Mit Hilfe eines eingebauten Navigationssystems reinigt der Roboter eine vorher festgelegte Fläche. Ein Laserradar und Sensoren sorgen dabei dafür, dass Hindernisse erkannt, umfahren und die Stellen später erneut angefahren werden.

Mit seinem Team erläuterte Regionalleiter und Prokurist Felix Holzwarth den zuständigen Mitarbeitern der Universität die Vorteile des Gerätes und demonstrierte die Funktionen. Für die Reinigung des Turnhallenbodens mit einer Fläche von 1.200 Quadratmetern benötigt der Reinigungsroboter rund eine Stunde und fünf Minuten. „Wir versprechen uns von dem Pilot­projekt, vor allem Erfahrungswerte zu sammeln, die wir für mögliche weitere Anwendungsgebiete nutzen können“, sagt Felix Holzwarth. Wichtig ist nicht nur die Funktionalität der Technik. Mit einem Konzept zur Kooperation zwischen Mitarbeitern und Robotern möchte der Dienstleister alle Aspekte berücksich­tigen. Von der Arbeitssicherheit über die Aufwertung der Mitarbeiter im Bereich Reinigung bis zur technischen Betreuung soll von Anfang an klarwerden, dass ein Roboter nicht ohne Mensch kann – es andersherum aber sehr wohl möglich ist. Die Zusammenarbeit zwischen der Universität Konstanz (rund 11.700 Studenten) und  Lattemann & Geiger besteht seit 2008. Derzeit sind rund 75 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe im Bereich infrastrukturelles Gebäudemanagement auf dem Universitäts­gelände tätig.