Forschungsprojekt der FRT Lackieranlagen effektiv reinigen

Lackieranlagen effektiv reinigen

- Das Lackieren von Oberflächen ist in fast allen Industriebereichen ein wichtiger Produktionsschritt. Je nach Lackierverfahren, Werkstückgeometrie und -dimension erreichen nur etwa 50 Prozent des versprühten Lacks das Werkstück. Der restliche Lack wird als feiner Lacknebel, sogenannter Overspray, in die Umgebung abgegeben. Um eine hohe Qualität der Lackierungen zu gewährleisten, ist die Sauberkeit der Lackieranlagen und Spritzkabinen von essenzieller Bedeutung. Bei der oft täglich durchgeführten Reinigung der Lackieranlagen müssen selbst kleinste Lackpartikel, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, bestmöglich entfernt werden, um eine Verschleppung auf zu lackierende Oberflächen und damit das Risiko einer fehlerhaften Lackierung zu minimieren. Die zurzeit durchgeführten Maßnahmen zur Reinigung von Lackieranlagen sind sehr personal- und kostenintensiv, da in großem Umfang manuelle Tätigkeiten, zum Teil unter Einsatz organischer Lösungsmittel, notwendig sind. Vorbeugende Maßnahmen wie das Abkleben mit Papier oder Kunststofffolien bringen ebenfalls hohe Personal- und Entsorgungskosten mit sich. Effektive und kostengünstige Verfahren stehen derzeit nicht zur Verfügung.

Die Unternehmen, die Lackieranlagen betreiben, haben in der Vergangenheit die Reinigung meist mit betriebseigenem Personal durchgeführt. Aufgrund der wachsenden Anforderungen an die Lackieranlagenreinigung sowie aufgrund des in den vergangenen Jahren bei vielen Betreibern erfolgten Personalabbaus besteht die zunehmende Tendenz, externe Reinigungsdienstleister mit der personalintensiven Reinigung der Lackieranlagen zu beauftragen.

Bisherige Untersuchungen zeigen, dass ein Lösungsansatz in der Verwendung von Soil-Release-Beschichtungen auf der Basis thixotroper Niedrigtemperaturgele liegt. Diese können von Reinigungsdienstleistern bei Raumtemperatur einfach, selbst auf senkrechten Flächen, durch Aufsprühen, Pinseln oder Rollen appliziert werden und lassen sich zu einem späteren Zeitpunkt zusammen mit der Anschmutzung leicht mit kaltem Wasser und ohne Anwendung von Hochdrucktechnik entfernen. Zu dieser Thematik hat kürzlich ein Forschungsprojekt begonnen. Weitere Informationen erhalten Sie in der FRT-Geschäftsstelle (info@frt.de) in Krefeld.