2025: Kärcher verbucht 3,483 Milliarden Euro Umsatz

Kärcher (Winnenden) hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2025 auf 3,483 Milliarden Euro gesteigert, ein Zuwachs von 1,1 Prozent (währungsbereinigt 3,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahr.

"2025 war ein sehr ungewöhnliches Jahr, das uns stark gefordert hat“, sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands von Alfred Kärcher. - © Kärcher

Steigende Handelsbarrieren wie Zölle und lokale Subventionen, hoher Preisdruck vor allem durch chinesische Hersteller, aber auch strukturelle und regulatorische Hürden haben das Wachstum nach Unternehmensangaben zuletzt deutlich ausgebremst. Das Geschäftsjahr 2024 hatte der Hersteller von Reinigungsmaschinen und -geräten noch mit einem Umsatzzuwachs von 4,6 Prozent (währungsbereinigt 7,9 Prozent) abgeschlossen.

"2025 war ein sehr ungewöhnliches Jahr, das uns stark gefordert hat“, erklärt Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands von Alfred Kärcher, und fügt hinzu: "Ich habe 2020 früh gesagt, dass wir zehn schwierige Jahre erleben werden. Jetzt ist die erste Halbzeit vorbei und ich bin insgesamt zufrieden damit, wie gut Kärcher sie bewältigt hat."

Um sich als Vorreiter am Markt zu behaupten, hat das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 170 Millionen Euro in die Innovationskraft und den Ausbau von (Vertriebs-)Strukturen investiert. Profitiert haben die weltweiten Standorte und ihre Anlagen, darunter das Werk im rumänischen Curtea des Arges und das chinesische Werk in Changshu. Zudem wurden neue Gesellschaften in Portugal und an der Elfenbeinküste gegründet. Kärcher Österreich hat einen neuen Hauptsitz in Wien bezogen, in Deutschland wurde besonders in die Technologie in den Werken investiert. Dazu gehört eine flexible Montageanlage für Heißwasser-Hochdruckreiniger im Werk Bühlertal, deren Bearbeitungstische durch fahrerlose Transportsysteme dargestellt werden.

86 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Kärcher im Ausland. Die Unternehmensgruppe ist nun mit 170 Firmen in 87 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit 17.000 Mitarbeitende..In der jüngsten Mitarbeitendenbefragung gaben 91 Prozent davon an, gerne für Kärcher zu arbeiten.

Nach sechs Monaten Bauzeit wurde Ende 2025 der neue Hauptsitz von Kärcher Österreich in Wien bezogen. Das Areal umfasst Büros, Verkaufs- und Schulungsräume, Service Center und Lager und wird mit Wärmepumpen beheizt. - © Kärcher

Im Fokus standen 2025 auch die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und die Aufstellung der Belegschaft in der Polykrise. Eine neue langfristige Unternehmensstrategie soll die Beschäftigten in Verantwortung bringen und das unternehmerische Denken fördern. Mit der flächendeckenden Einführung der Google-KI Gemini wurde die technische Infrastruktur dafür gelegt. Die KI-Herangehensweise an Aufgabenstellungen hat sich nach Unternehmensangaben inzwischen fest in der Belegschaft und den internen Abläufen etabliert.

Mit der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 hat sich Kärcher zudem ambitionierte und messbare Ziele zum Auf- und Ausbau der Kreislaufwirtschaft und zur weiteren Verringerung des ökologischen Fußabdrucks entlang der globalen Wertschöpfungskette gesetzt – Recycling und Reparierbarkeit werden dabei nach Unternehmensangaben eine große Rolle spielen. /HH