Das 20-jährige Bestehen der Innung Chemnitz/Dresden im Freistaat Sachsen nahm deren Vorstand zum Anlass, gemeinsam mit 320 Weggefährten, Geschäftspartnern und zahlreichen Ehrengästen bei einer Festveranstaltung in Dresden auf dieses Ereignis anzustoßen.
Unter den Ehrengästen waren neben dem Vize-Präsidenten der FIDEN, Kommerzialrat Viktor Wagner, und der ehemaligen Präsidentin des Schweizer Branchenverbandes Allpura, Jasmine Jost, auch WFBSC-Präsident und Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich, die Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammern Chemnitz und Dresden, Markus Winkelströter und Dr. Andreas Brzezinski sowie der Geschäftsführer des Bundesinnungsverbands, Johannes Bungart, und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Auch Alexander Holzmann, Verleger von rationell reinigen, war nach Dresden gekommen. Zudem konnte Roland Böhm viele weitere Freunde und Kollegen aus der Branche im Parkhotel Weißer Hirsch willkommen heißen. Für das einheimische Handwerk gratulierten der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer, und Dresdens Kammerpräsident Jörg Dittrich mit einer lockeren Doppel-Conférence.
In seiner Ansprache gab Böhm einen kurzen Abriss zur Entwicklung des organisierten Gebäudereiniger-Handwerks vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Die Anfänge der heutigen Innung gingen vor allem auf den Februar 1903 zurück, als in Dresden, quasi als Untergliederung des seit 1901 bestehenden Verbandes der Reinigungs-Instituts-Unternehmer Deutschland, der Gau Königreich Sachsen gegründet wurde. Ein weiteres wichtiges Datum war der 2. April 1929: Damals schlossen sich die Innungen Chemnitz und Dresden zu einem sächsischen Landesverband zusammen. Mit Gründung des Reichsinnungsverbandes 1935 mussten sich die Landesverbände auflösen. Böhm schilderte die schwierigen Zeiten in der DDR, die erst mit dem Fall der Mauer ein Ende nahmen: Mit der „Verordnung über die Organisation des Handwerks in der DDR“ vom 22. Februar 1990 wurde das Innungswesen in der DDR wieder zugelassen und die Berufsgruppe Chemnitz wandelte sich im Februar 1991 wieder in eine Innung um. Obermeister wurde Friedrich Hutschenreuter. Wenige Wochen später erfolgte in Dresden die Neugründung der Innung mit Dieter Riedel als Obermeister.
Der Zusammenschluss der Innungsbetriebe des sächsischen Gebäudereiniger-Handwerks zu einer Innung auf Landesebene im Jahr 1996 habe sich ausgezahlt, machte Obermeister Roland Böhm deutlich. „Die 20 Jahre von der Gründung der Innung bis heute haben unsere damalige Entscheidung bestätigt. Auf dieser Grundlage haben wir gearbeitet, auf dieser Grundlage haben wir uns auch unter widrigen Bedingungen behauptet und weiterentwickelt“, sagte Roland Böhm. Man könne stolz sein auf das, was man in 20 Jahren mit gemeinsamer Anstrengung erreicht habe. Möglich gewesen sei dies alles nur durch den engagierten Einsatz aller. „Heute bieten wir unseren Mitgliedern vielfältige Angebote und damit einen echten Mehrwert, um sich im Wettbewerb am Markt erfolgreich behaupten zu können.“ Mit derzeit 108 Angehörigen ist die Mitgliederzahl der Landesinnung nach eigenen Angaben im Vergleich zur Gründungszeit „weitgehend stabil“.
Nach den Grußworten von Dirk Hilbert (Oberbürgermeister Dresden), von Roland Ermer (Präsident des Sächsischen Handwerkstages) und Jörg Dittrich (Präsident der Handwerkskammer Dresden) würdigte Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich die Leistungen der Innung Chemnitz/Dresden, bevor Dr. Stephan Rohde (Sächsische Staatskanzlei) die Festansprache hielt. Umrahmt von Comedy- und Gesangseinlagen genossen die Gäste einen unterhaltsamen Abend, der seinen Ausklang in der Kakadu-Bar im Keller des Parkhotels fand.