120-l-Müllbeutel aus ­wildem Plastik

Das Design der Wildbags macht auf die Müllproblematik und deren Folgen für die Natur aufmerksam. - © Bernd Westphal/Wildplastic

Das Hamburger Start-up Wildplastic launcht die 120-l-Wildbags, große und stabile Müllbeutel, die zu 100 % aus wildem Plastik hergestellt sind. Das verwendete wilde Plastik wurde aus der Umwelt gerettet und recycelt.

Mit den Wildbags können auch Unternehmen – insbesondere der Gastronomie, Hotellerie und Eventbranche – einen Beitrag zu einer saubereren Umwelt und besseren Arbeitsbedingungen für Müllsammler leisten. Ein auffallendes und wiedererkennbares Design hebt die Wildbags von herkömmlichen Müllbeuteln ab. Die 120-l-Müllbeutel sind die vierte Größe, in denen das Unternehmen seine Müllbeutel anbietet. Bisher sind die Größen 25 l, 35 l und 60 l auf dem Markt. Mit den Produkten werden laut Hersteller bis zu 70 % CO2 eingespart und gleichzeitig Müll aus der Umwelt zurückgeholt.

Nur 9 % des weltweiten Plastikmülls werden recycelt, 12 % werden verbrannt und 79 % liegen in der Umwelt. Das sind 6,3 Mrd. t und die Zahl wächst stetig. Wildes Plastik sind jene Kunststoffprodukte, die nach der Benutzung nicht in einem Recyclingkreislauf landen, sondern in der Umwelt entsorgt werden. In der Regel landet das wilde Plastik zuerst auf dem Festland und gelangt von dort aus in Gewässer. Seit der Gründung 2019 hat Wildplastic eine Lieferkette für wildes Plastik aufgebaut und holt dieses aus der Umwelt zurück in den Recyclingkreislauf. Hierbei arbeitet das Unternehmen eng mit lokalen Organisationen in Partnerländern wie Indien, Ghana, Nigeria, Indonesien oder Thailand zusammen. In der Zusammenarbeit wird darauf geachtet, dass Sammler fair bezahlt und Arbeitsbedingungen verbessert werden. Weiterverarbeitet wird das wilde Plastik anschließend in Europa. Alleine im vergangenen Jahr hat Wildplastic laut eigenen Angaben 170 t wildes Plastik zurück in den Kreislauf geholt, 321 t CO2 eingespart und 3.708 Tage mit besseren Arbeitsbedingungen ermöglicht.

Wie alle Wildbags sind auch die neuen 120-l-Müllbeutel designt, um recycelt zu werden. Sie verzichten auf Tragegriffe, um Schnittverluste zu minimieren oder auf Zugbänder, da diese aus einem anderen Kunststoff wie PP oder HDPE bestehen und somit die Recyclingqualität der Wildbags beeinflussen würden. Darüber hinaus werden Zugbänder aus Neuplastik hergestellt, dessen Nutzung Wildplastic in den eigenen Produkten vermeidet.

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