
Sascha Wien, gemeinsam mit Uwe Rütjes geschäftsführender Gesellschafter bei Schneidereit Professional, feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Dienstjubiläum beim Solinger Unternehmen, das sich in diesem Zeitraum deutlich verändert hat und von 15 auf 100 Mitarbeiter gewachsen ist.
„Grundsätzlich war ich früher mehr im operativen Tagesgeschäft involviert. Mit dem Wachstum mussten wir gewisse Strukturen schaffen, mit allen Vor- und Nachteilen. Dadurch hat sich der persönliche Kontakt zu den Mitarbeitern sicherlich verringert“, blickt Wien zurück. Was sich nicht geändert habe, sei der Innovationswille, der Full-Service-Ansatz und die Philosophie des Unternehmens, sehr nah am Kunden zu agieren. „Ich besuche viele Kunden und erlebe deren Bedarf und Probleme hautnah. Das sind wichtige Erkenntnisse, die ich direkt mit unseren Ingenieuren diskutieren und zu Lösungen weiterentwickeln kann. Auch stehen uns viele Kunden als Pioniere beim Test und der Weiterentwicklung von Innovationen zur Seite“, berichtet Wien.
Eine wesentliche Veränderung, die in den letzten zehn Jahren vollzogen worden sei, war die Spezialisierung auf die Gebäudereinigerbranche. So wurde u.a. die auf den Bedarf der Gebäudereiniger abgestimmte Zeit- und Leistungserfassung T.R.A.C. ins Leben gerufen. Oder auch die „EasyMopp“-Waschmaschine auf den Markt gebracht, die mit einem Knopfdruck den Desinfektionsprozess in Echtzeit validiert. Wien kommentiert: „Diese Innovation kommt ausschließlich aus dem Input der Gebäudereiniger, die Tag für Tag mit einem oft wechselnden Personalstamm höchste Anforderungen ihrer Kunden, gerade in der Hygiene, erfüllen müssen.“
Es gebe noch sehr viele Ansätze, Sonderlösungen für Gebäudereiniger, die er sich vorstellen könne, erzählt Wien. „Für uns sind noch längst nicht alle Potenziale erschöpft.“ Zentral sei dabei immer – wie beim Service-360°-Konzept des Unternehmens –, dass sich die Dienstleister auf ihr Tagesgeschäft konzentrieren können. Zukünftig will Schneidereit deshalb sein Geschäft gerade im Gesundheitswesen weiter ausbauen, man sehe daher keine Notwendigkeit der Internationalisierung. „Wir wollen uns auf die Anforderungen des deutschsprachigen Raums konzentrieren“, fasst Wien zusammen.Persönlich wünscht er sich, nie den direkten Kontakt zu Kunden und auch zu Mitarbeitern zu verlieren. „Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, meine Zeit im Unternehmen ausschließlich im Betrachten von Zahlen und Reportings zu verbringen.“