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Wackler ist jetzt klimaneutral

Der Gebäudedienstleister Wackler (München) ist jetzt klimaneutral – nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen in der Branche.

Für die Untersuchung der unternehmensbezogenen CO2-Bilanz („Carbon Footprint“), die Beratung bei der weiteren Reduktion der Treib­hausgasemission und die Bescheinigung der Klimaneutralität war die Firma First Climate (Bad Vilbel) verantwortlich. Das Unternehmen unterstützt Firmen dabei, ihre Nachhaltigkeits- und Umweltschutzziele zu erreichen.

In jedem Betrieb entstehen unweigerlich auch Treibhausgas­emissionen. Typische CO2-Quellen sind der Energie- und Material­einsatz in Produktion und Verwaltung, Geschäftsreisen oder Arbeitswege der Mitarbeiter. Die Freisetzung von klimaaktiven Gasen im Unternehmen lässt sich laut First Climate durch energieeffizienz­steigernde Maßnahmen reduzieren, aber nicht vollständig verhindern. Klimaschutzprojekte können einen Ausgleich schaffen.

„Der Schritt zur Klimaneutralität war für uns die logische Konsequenz unserer seit mehr als zehn Jahren verfolgten Unternehmenspolitik pro Umwelt und Nachhaltigkeit“, sagt Peter Blenke, Vorstand/CEO von Wackler. Seit Jahren investiere das Unternehmen in Produkte, Techniken und Prozesse, um die Energieeffi­zienz im Unternehmen zu verbessern und den CO2-Ausstoß zu verringern. Unter anderem wurde ein Qualitäts- und ein Umwelt-Management-System eingeführt. Mit dem Premium-Reinigungsservice Green Clean unterstütze Wackler außerdem die Kunden des Unternehmens in ihrem eigenen Umweltschutz-Engagement.

Um Treibhausgasemissionen zu kompensieren, setzt Wackler auf zwei zertifizierte Gold-Standard-Klimaschutzprojekte. Der Gold-Standard ist der höchste Qualitätsstandard bei Kompen­sationsprojekten. Er trägt überprüfbar neben der Vermeidung von CO2 auch zur nachhaltigen ökologischen und sozialen Entwicklung im Projektumfeld bei. Mit den beiden Projekten in Kenia und Guatemala setzt sich Wackler für die Verbreitung effizienter Kochherde und Wasserfilter ein. Dort nutzt die Mehrheit der Menschen in ländlichen Gegenden traditionelle offene Feuerstellen, durch die in den Häusern gesundheitsschädliche Rauchgase entstehen. Die Feuerstellen sind ineffizient, was zu einem hohen CO2-Ausstoß und Holzverbrauch führt. Mit dem Einsatz lokal hergestellter, verbesserter Herde verringern sich Treibhausgas- und Schadstoffemissionen und die Abholzung von Wäldern wird vermindert.

Darüber hinaus bieten die Projekte den Zugang zu sicherem Wasser vor Ort. 80 Prozent der Krankheiten in Entwicklungsländern sind auf den Verbrauch von kontaminiertem Wasser zurückzuführen. An den Folgen sterben jedes Jahr mehr als zwei Millionen Kinder. Die im Projekt zur Verfügung gestellten Wasserfilter reduzieren die Anzahl von Bakterien und Viren und sichern eine saubere Wasserversorgung. Das Abkochen des Wassers wird dadurch überflüssig.

Wackler beschäftigt bundesweit rund 6.000 Mitarbeiter. Fünf Tochtergesellschaften erbringen an 35 Niederlassungen in Deutschland hauptsächlich infrastrukturelle, technische und kaufmännische Gebäudedienstleistungen. / HH

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