Glas und Fassade -

Höhenzugangstechnik Vorsicht bei Arbeitsbühneneinsätzen in Gebäuden

Die Powered Access Interest Group (PAIG) ruft Unternehmen zu besonderer Vorsicht auf, wenn Hubarbeitsbühnen in Gebäuden und bei hoch liegenden Hindernissen eingesetzt werden.

PAIG erarbeitet derzeit einen Leitfaden für die sichere Betriebspraxis von mobilen Hubarbeitsbühnen für solche Einsätze. Der Leitfaden stützt sich auf die Arbeit, die IPAF gemeinsam mit der British Constructional Steelwork Association (BCSA) geleistet hat, um einen Sicherheitsleitfaden für den Einsatz von mobilen Hubarbeitsbühnen im Stahlbau zu entwickeln.

Die Initiative entstand, nachdem aus mehreren Ländern über Zwischenfälle berichtet wurde, bei denen die Bediener zwischen dem Arbeitskorb der Hubarbeitsbühne und einem Hindernis eingeklemmt worden sind. In einigen dieser Fälle wurde berichtet, dass die Bediener auf die Steuerung der Arbeitsbühne gedrückt hatten, was zu einem ungewollten Betrieb des Geräts führte, wodurch der Bediener eingeklemmt wurde. Derartige Unfälle sind vermeidbar, wenn Bediener und Baustellenleitung den Richtlinien sicherer Arbeitspraxis des IPAF-Schulungsprogramms oder anderer branchenspezifischer Schulungen folgen. Dennoch nimmt IPAF alle Vorfälle, die ein Verletzungsrisiko bergen, sehr ernst und ergänzt das Schulungsprogramm um eindeutige Hinweise auf diese Risiken und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung. Ergänzendes Material für den Gebrauch in IPAF-Schulungszentren wird derzeit erstellt. So sollen die bestehenden Regeln hinsichtlich guter Arbeitspraxis nochmals unterstrichen und das Bewusstsein für potenzielle Gefahren bei der Arbeit in Gebäuden und bei hoch liegenden Hindernissen geschärft werden.

Auch Baustellenleiter müssen die besonderen Schutzmaßnahmen und Arbeitsabläufe kennen, wenn Arbeiten in Gebäuden oder bei hoch liegenden Hindernissen geplant und beaufsichtigt werden. Zur Unterstützung wird derzeit zusätzliches Schulungsmaterial für die Verwendung in den IPAF-Kursen „MEWPs for Managers“ vorbereitet.

Inwiefern für Bediener ein Risiko besteht, gegen die Steuerung einer Hubarbeitsbühne gedrückt zu werden, wird durch die Mitglieder des Technischen Ausschusses der Hersteller jeweils für das von ihnen hergestellte Produkt bewertet. Wo erforderlich, werden Konstruktionsplanungen überarbeitet, um einer längeren, unbeabsichtigten Betätigung der Arbeitsbühnensteuerung weitestgehend vorzubeugen.

„Es ist wichtig, Risiken für Bediener zu erkennen. Die Baustellenleitung muss besonders aufmerksam arbeiten, wenn Arbeiten in Gebäuden und bei hoch liegenden Hindernissen geplant werden“, sagt IPAF-Technikreferent Gil Male. „Risikoanalysen vor Ort, Beratung bei der Auswahl der Hubarbeitsbühnen und Verfahrensanweisungen für Einsätze mit hoch liegenden Hindernissen sind hilfreiche Maßnahmen. Der angekündigte Leitfaden für sichere Betriebspraxis der PAIG widmet sich diesen Themen.“

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