Branche -

Wisag Umsatz steigt auf über 1,1 Milliarden Euro

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Wisag Facility Service Holding den Umsatz um rund 5,3 Prozent auf 1,124 Milliarden Euro gesteigert. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte das Unternehmen rund 32.500 Mitarbeiter, knapp 400 mehr als im Vorjahreszeitraum. Ralf Hempel, Vorsitzender der Geschäftsführung, stellte die Geschäftsentwicklung in Frankfurt am Main vor. Dabei sprach er auch über die drei wesentlichen strategischen Zukunftsthemen Arbeitsmarktentwicklung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Die einzelnen Dienstleistungssparten entwickelten sich unterschiedlich: Facility Management plus 2,7 Prozent, Gebäudetechnik plus 5,5 Prozent, Gebäudereinigung plus 7,7 Prozent, Sicherheit & Service plus 2,7 Prozent, Garten- & Landschaftspflege plus 16,9 Prozent. Einzig das Catering weist mit minus 2,7 Prozent einen leichten Umsatzrückgang aus.

„Wir sind erneut solide gewachsen und mit der Entwicklung sehr zufrieden“, sagte Ralf Hempel. Positiv stimme ihn auch der spürbare Trend, dass Kunden wieder größeren Wert auf eine längerfristige Zusammenarbeit legen. „Zuverlässigkeit, fachliches Know-how und Qualität erfahren zunehmend mehr Wertschätzung. Wir beobachten immer häufiger, dass Auftragsvergaben nicht mehr von der Preisfrage dominiert werden.“ Hier könne Wisag als Familienunternehmen vor allem mit ihrer stabilen Eigen­tümerstruktur, ihrem Qualitätsanspruch und ihrer hohen Eigenleistungsquote bei Kunden punkten.

Zu den Topthemen auf der Agenda der Wisag gehört neben dem Recruiting sowie der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter auch die Digitalisierung. „Die technologischen Möglichkeiten sind vielfältig, die Erwartungen hoch. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nur ansatzweise einschätzbar, welcher Umfang an Digitalisierung für eine zukunftssichere Entwicklung sinnvoll ist und worin der faktische Mehrwert für den einzelnen Dienstleister und vor allem für seine Kunden besteht“, gibt Hempel zu bedenken. Eines steht für ihn jedoch fest: „Erfolgreich werden diejenigen sein, die Mut zur Veränderung haben.“

Hempel verbindet mit dem digitalen Wandel deutlich mehr Chancen als Risiken. An vielen Stellen ergeben sich aus seiner Sicht Möglichkeiten, bestehende Produktwelten zu ergänzen, weiterzuentwickeln und Kundenbeziehungen zu vertiefen. Technologische Effizienz könne durch ein ausbalanciertes Zusammenspiel von Mensch und Technik zudem helfen, personelle Engpässe teilweise aufzufangen. „Es werden neue Berufsbilder entstehen, die die Wisag als Arbeitgeber attraktiver machen. Nicht zuletzt fördern digitale Technologien auch einen effizienten und effektiven Einsatz von Ressourcen und dienen damit dem Umweltschutz“, sagt Hempel.

Seit 2018 baut das Unternehmen ein Team für „Digitale Transformation & Innovation“ auf. In dem Bewusstsein, dass der komplexe digitale Wandel nur gemeinsam mit Partnern funktioniert, vernetzt sich das Unternehmen mit Kunden, Lieferanten, Technologieunternehmen, Start-ups und Bildungseinrichtungen und entwickelt so sukzessive ein digitales Ökosystem.

Trotz der unzähligen Möglichkeiten und Innovationen mit digitalen Technologien, betrachtet Ralf Hempel sie klar als Mittel zum Zweck: „Die Digitalisierung geschieht nicht um ihrer selbst willen, sie ist auch kein Selbstläufer. Digitalisierung ist vor allem eines: Das, was wir daraus machen.“

© rationell-reinigen.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Log-in

* Pflichtfelder bitte ausfüllen