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Eugen RieserVerantwortlicher Redaktoreugen.rieser@rationell-reinigen.ch Trotz sozialem GAV ab und zu Skandale

Die Schweizer Reinigungsbranche verfügt über einen sozial ausgewogenen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und sorgt damit bei der Entlohnung und Arbeitszeit für klare Verhältnisse. Dass da schwarze Schafe von Firmen unterwegs sind, ist ebenfalls nicht neu. Von Zeit zu Zeit landen diese krassen Fälle von Missbrauch und prekärer Bezahlung in den Medien – wie auch jüngst. «Ich will mit der Reinigungsbranche nichts mehr zu tun haben», sagte ein Hotelzimmermädchen aus Spanien einer Tageszeitung. Offenbar auch in Schweizer Hotels leiden viele Zimmermädchen unter Missständen bei der Arbeit. Aus Angst harren die meisten von ihnen aus. Gemäss diesen betroffenen Frauen wurde ein Stundenlohn unter 10 Franken bezahlt; interessant auch die Aussage mehrerer Frauen, die für die Reinigung in Hotelzimmern verantwortlich sind, dass die Besitzer dieser Reinigungsfirmen ausländischer Herkunft seien.

Der Arbeitgeberverband in der Reinigung Allpura und seine Mitglieder lehnen unfaire Arbeitsbedingungen wie Arbeit auf Abruf strikt ab. «Doch zu jedem Auftrag gehören zwei. Im Zuge der Geiz-ist-geil-Mentalität finden manche Auftraggeber einen verrechenbaren Stundenlohn von 30 Franken immer noch angemessen, während für den Gärtner oder Elektriker selbstverständlich 90 Franken verrechnet werden. Mit verrechenbaren Stundenansätzen von 30 Franken kann jedoch kein Reinigungsbetrieb vernünftig haushalten. Wer Reinigungskräften helfen will, sollte sich einmal mit den Ansätzen befassen, die sein Arbeitgeber oder sein eigener Haushalt zahlen», mit diesen Worten kommentiert Allpura-­Geschäftsführerin Karin Funk im Auftrag des Verbandes dieses Preka­riat. Wir publizieren die Allpura-Stellungnahme.

Im Schweizer Gesundheitswesen ist ein gesellschaftlicher und technologischer Wandel im Gange, der grosse Auswirkungen auf Medizin, ­Pflege und Personal hat. Unter dem Thema «Digitale Kommunikationsinnovationen in Health Care» fand an der Zürcher Hochschule für Angewand­te Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil eine Tagung statt. Diese gab Einblicke in zahlreiche Forschungsarbeiten zu brisanten Forschungsfragen rund um die Bereiche Kontrolle, Prozessoptimierung, Effizienz- und Qualitätssteigerung im Gesundheitswesen. Dazu ein Bericht.

Ihr Schweiz-RedaktorEugen Rieser

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