Praxis -

Tip-Top Dienstleistungen investiert massiv in Robotik

Der in Zwickau ansässige Dienstleister Tip-Top investiert mehr als 330.000 Euro in Robotik. Dies sei die bislang größte Einzelinvestition des Unternehmens und zugleich ein Muss, um weiterhin am Markt bestehen zu können.

Mit fast 3.000 Mitarbeitern ist Tip-Top Dienstleistungen in ganz Sachsen und darüber hinaus tätig. Um das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen, müsse es nach Aussage der Geschäftsleitung "einen mutigen Schritt Richtung Technisierung der Arbeit gehen" und hat demzufolge unlängst elf Reinigungsroboter bestellt. Laut Geschäftsführer Niels Pfaff ist das 330.000-Euro-Investment primär der Situation auf dem Arbeitskräftemarkt geschuldet: "Gebäudereiniger sind Mangelware – nicht erst jetzt, aber seit Corona hat sich dieser Effekt leider noch verstärkt. Da wir nicht darauf hoffen dürfen, dass sich daran was ändert, setzen wir alles daran, dass sich bei uns etwas ändert."

Zwei der insgesamt elf beim ebenfalls in Sachsen ansässigen Lieferanten Kenter Müller bestellten Reinigungsroboter waren die letzten Monate bei Tip-Top bereits im Test-Dauereinsatz. Pfaff stellt in diesem Zusammenhang klar: " Es geht hier nicht darum, Arbeitsplätze zu ersetzen, sondern die Mitarbeiter zu unterstützen. Die Arbeitszeit kann durch einen Roboter teilweise halbiert werden und unsere Reinigungsfachkraft somit noch einen zweiten Einsatz durchführen. Wir haben momentan mehr Kundenanfragen als Bewerbungen – die Roboter könnten uns beim Abarbeiten helfen."

Tip-Top Geschäftsführung

Marko Hache, Geschäftsführer von Kenter Müller, ergänzt: "Tip-Top ist aktiv in der Automobilbranche, in großen Einkaufszentren und Schulen – genau da setzt die Robotik an. Der Mitarbeiter muss ab und an den Roboter laden oder mit Wasser betanken, ansonsten kann er aber die Büro- oder Pausenraumtische wischen oder auch den Sanitärtrakt reinigen – also eine Win-Win-Situation für die Kunden."

"Wenn wir es schaffen, der Außenwelt zu zeigen, dass das Gebäudereiniger-Handwerk Zukunft hat, dann wird es für uns einfacher, Nachwuchs dafür zu finden. Eine Investition in Technik ist daher definitiv nachhaltig – für uns und die Branche im Allgemeinen", merkt Pfaff abschließend an. / GH

© rationell-reinigen.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Log-in

* Pflichtfelder bitte ausfüllen