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Gebäudereiniger-Meister werden So klappt die Finanzierung

Wer Meister im Gebäudereiniger-Handwerk werden will, muss auch die Kosten im Blick behalten. Eine Möglichkeit, das Vorhaben zu finanzieren, ist das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) – eine finanzielle Unterstützung, die der Staat während der Weiterbildung monatlich zahlt.

40 Prozent der Förderung gibt es als Zuschuss, die restlichen 60 Prozent bekommen Meisterschüler als Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Kreditkonditionen sind gesetzlich festgelegt. Gefördert werden Personen mit abgeschlosse­ner Berufsausbildung, die einen Fortbildungsabschluss zum Beispiel zum Handwerksmeister, Techniker oder Betriebswirt an­streben. Beantragen können die staatliche Förderung Deutsche, EU-Bürger und Ausländer mit ständigem Wohnsitz in Deutschland und einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis. Auch Zuwanderer, die seit mindestens 15 Monaten rechtmäßig in Deutschland leben und arbeiten, haben Anspruch auf die finanzielle Unterstützung.

Eine Fortbildung pro Person

Gefördert wird generell Aufstiegsfortbildung, also Weiter­bildungen über dem Niveau des Facharbeiter-, Gesellen-, Gehilfen- oder Berufsfachschulabschlusses, mit denen man einen höheren Berufsabschluss erreicht. Der Staat unterstützt eine Fortbildung pro Person. Vollzeitfortbildungen dürfen nicht länger als drei Jahre dauern. Sie müssen mindestens 25 Unterrichtsstunden an vier Werktagen pro Woche umfassen. Teilzeitfortbildungen dürfen nicht länger als vier Jahre dauern. Sie erfordern monatlich mindestens 18 Unterrichtsstunden im Durchschnitt. Bei Fortbildungen, die in mehrere Blöcke aufgeteilt sind – so wie die Meisterkurse –, kann man auch für die einzelnen Kursteile Unterstützung beantragen.

40 Prozent Zuschuss, 60 Prozent Darlehen

Vor rund einem Jahr ist eine Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) in Kraft getreten. Das Gesetz regelt unter anderem das Aufstiegs-BAföG. Für Geförderte in Vollzeitlehrgängen ist der Zuschussbetrag bei der Unterhaltsförderung von 238 auf 333 Euro gestiegen. Der restliche Förderbetrag bis zum monatlichen Budget von 768 Euro steht als zinsgünstiges KfW-Darlehen zur Verfügung. Der maximale Beitrag für Lehrgangs- und Prüfungskosten wurde von 10.226 Euro auf 15.000 Euro erhöht. 40 Prozent des Restdarlehens muss der geförderte Meister nicht zurückzahlen. Zusätzlich gibt es einen Erlass, wenn er im Anschluss an die geförderte Fortbildung innerhalb von drei Jahren ein Unternehmen gründet: bis zu 66 Prozent des Darlehens kann damit eingespart werden. Einen dritten Zuschuss gibt es für Materialkosten  zur Erstellung des Meisterstücks. Der Staat übernimmt bis zu 40 Prozent; die Summe ist allerdings bei 2.000 Euro gedeckelt.

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