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Wintersport Skiparadies Tirol

Nach solchen Höchstleistungen muss aber niemand streben, der im Langlaufparadies der Seefelder Hochebene auf die Bretter steigt. Vom idyllischen Seekirchl aus erschließt sich ein nordisches Skigebiet, das in Mittel­europa seinesgleichen sucht. Mehr als 270 Kilometer Loipen für klassische wie Skatingtechnik bieten zwischen Leutasch, Seefeld und Raith alle Schwierigkeitsgrade. Zur Einstimmung geht es auf die mittelschwere Mösern-Runde. Die sechs Kilometer führen zunächst ganz flach an den Sprungschanzen vorbei, ehe es ein paar Anstiege und Abfahrten zu meistern gilt. Die Bedingungen sind perfekt. Aufgrund der Höhenlage auf 1.200 Metern gilt Seefeld als eines der schneesichersten Langlaufgebiete der Alpen, wie der Skitourismusforscher Günther Aigner den Tirolern bescheinigt hat. Und die Erfahrungen als Ausrichter der nordischen Ski-Weltmeisterschaften von 1985 sowie der nordischen Skidisziplinen bei den Olympischen Spielen von Innsbruck kommen auch den Freizeitsportlern zugute. Die Loipen sind bestens präpariert. Ein neu entwickeltes Rettungskonzept hat nach Angaben des Tourismusverbandes die Einsatzzeit bei Unfällen auf die Hälfte reduziert.

Aber auch Alpinskifahrer kommen in Seefeld auf ihre Kosten. Wer etwa im Dorint Alpin Resort eincheckt, wohnt direkt an der Piste. Und den Langläufern machen ein paar Schritte bis zum Loipeneinstieg ohnehin nichts aus. Unterwegs spornen sie die Namen der Olympiasieger an oder die Werbung für die nordische Ski-WM 2019, wenn Seefeld wieder Gastgeber für die weltbesten Langläufer sein wird.

Der unverspurte Run

Cliffs, Couloirs, Backcountry. Profis wissen: Hier geht’s ums Freeriden – und dafür ist Paznaun-Ischgl eine 1a-Adresse. Wer ­weiße, unberührte Naturhänge fahren will, dem bietet die Silvretta Arena Offpisten von 30 bis 50 Grad Neigung. Das Gebiet um den Piz Val Gronda an der Grenze zur Schweiz gilt als Paradies für Variantenfahrer.

Runs über 900 Höhenmeter garantieren Powderspaß. Freerider finden im freien Gelände schmale Rinnen und weite Täler mit langgezogenen Tiefschneeabfahrten, auf denen man den Ski laufen lassen kann.

Die sanften Hänge mit geringer Neigung eignen sich für Anfänger im Tiefschneefahren. Sie müssen sich allerdings erst an das neue Material unter den Stiefeln gewöhnen. Ein Freeride-Ski ist breiter als ein gewöhnlicher Carver. Je breiter der Ski desto größer der Auftrieb im Tiefschnee. Powderschnee hat einen anderen Widerstand als eine gewalzte Piste. Deshalb verlangt Tiefschneefahren mehr Gefühl in den Beinen. Körperspannung und Gleichgewicht müssen stimmen, ebenso die Position über dem Ski.

Wer seine Spuren durch den jungfräulichen Schnee ziehen will, kann in Ischgl neben planierten Pisten abfahren oder weit ins Gelände wandern. Es wird dringend empfohlen, nur mit einem Skiguide zu Freeriden. Niemals alleine, ist das Erste, was Ski­guides Anfängern einbläuen.

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