Leserbriefe -

Leserbrief „Ob man das noch seriös nennen kann?“

Zum Beitrag „Aufgaben und Pflichten von Vergabestellen: Einblick in eine komplexe Welt“ (rationell reinigen 11.2017) erhielt die Redaktion folgende Reaktion von Guido Herbert (Heca Gebäude­management, Niddatal):

„Ich bin auch der Meinung, dass Ausschreibungen in der Gebäude­reinigung mehr Sachverstand und Professionalität dringend nötig haben. Deswegen ist das Angebot des Kompetenzteams Gebäude­reinigung, (bezahlte) Ausschreibungen durchzuführen, eine gute Geschäftsidee, die sicherlich für den Auftraggeber eine echte Hilfe ist und unseriösen Kollegen das Leben schwerer macht. Also ein Gewinn für den Ausschreibenden, das Kompetenz­team und die Branche.

Ein Kunde von uns (eine Körperschaft öffentlichen Rechts) hat 2015 mit Hilfe des Kompetenzteams aus­geschrieben, daher sind mir Form und Inhalt solcher Ausschreibungen bekannt. Leider konnten wir nicht das beste Angebot abgeben und belegten Platz drei – beim Preis trennten uns drei Prozent und einige andere Punkte sprachen auch gegen uns. Das ist für uns ein normaler Vorgang – man behält keinen Kunden für immer!

Einen Beigeschmack bekommt die Sache jedoch dadurch, dass der Zuschlag an ein Mitglied des Kompetenzteams ging. Wenn das eine vom Kompetenzteam häufig genutzte Form der Vergabe ist, bin ich mir nicht sicher, ob man das noch seriös nennen kann. Meiner Fantasie ist damit Tür und Tor geöffnet und Begriffe wie Bimbes, Bakschisch oder das Pferd von Troja fallen mir ein. Aus meiner Sicht sollte sich das Kompetenzteam ein Wettbewerbsverbot für Mitglieder bei durchgeführten Ausschreibungen verordnen, damit der erste, gute Eindruck erhalten bleibt.“

Guido Herbert, Heca Gebäude­management, Niddatal

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