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Niederberger testet autonomen Saugroboter

Beim Berliner Gebäudedienstleister Niederberger hat ein neuer „Kollegen“ der ganz besonderen Art seinen Dienst angetreten: Ein smarter Reinigungsroboter, der künftig autonom Teppiche mit einer Leistung von rund 500 Quadratmetern pro Stunde saugen soll.

Zunächst unterstützt Whiz – so der Name des Reinigungsroboters – nur die Gebäudereiniger des Berliner Betriebs der bundesweit tätigen Unternehmensgruppe. In einer mehrmonatigen Testphase kommt der Staubsauger-Roboter zunächst im Haus der Kulturen der Welt, einem Ausstellungsort für internationale zeitgenössische Kunst, zum Einsatz. Hinter dem technischen Helfer steckt aber nicht nur eine Arbeitserleichterung für die Beschäftigen: „Unsere gesamte Branche steht vor der Herausforderung, mehr Fläche mit immer weniger Personal reinigen zu müssen. Zudem sinken die Margen immer stärker. Personalmangel und Kostendruck sorgen dafür, dass wir noch effizienter und schneller arbeiten und dabei auch die Kosten reduzieren müssen. Ohne neue, intelligente Technologien ist das bald kaum noch möglich“, sagt Peter Hollmann, Betriebsleiter von Niederberger Berlin.

Saugroboter Whiz von ICE Robotics

Mit einer Geschwindigkeit von 1,5 Kilometern pro Stunde bewegt sich der Saugroboter autonom durch die Räume des Ausstellungsgebäudes, während die Reinigungskräfte anderen Aufgaben nachgehen. „Unsere Mitarbeiter lernen Whiz an, indem sie mit ihm einmal eine gewünschte Route abfahren. Diese Daten speichert der Roboter und fährt seinen Arbeitsbereich später eigenständig ab. Dazu liest er zu jedem Schichtbeginn einen QR-Code, auf dem die Wegedaten gespeichert sind“, erklärt Hollmann. Auf seiner erlernten Route kann Whiz auch über am Boden liegende Kabel oder Kanten von Schmutzfangmatten rollen. Sensoren helfen dem Roboter zudem, Menschen, Gegenständen und Objekten auszuweichen. Hat der Roboter seine Route beendet oder sollte er Hilfe benötigen, sendet er in Echtzeit Benachrichtigungen an seine menschlichen Kollegen.

Ausgestattet mit einem HEPA-13 Filter filtert der Roboter bis zu 99,97 Prozent an Staub, Pollen und Tierhaaren sowie Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von 2,5 µm aus der eingesaugten Luft. Darüber hinaus sammelt das GPS-gesicherte Gerät während seiner Fahrt zudem Reinigungsdaten und erstellt daraus ein Reinigungsprotokoll. Diese Tagesberichte sollen später als Leistungsnachweise sowie als Basis dienen, das Reinigungsergebnis zu analysieren und bei Bedarf weiter zu optimieren.

Noch stehen wir erst am Anfang der Technik, es ist noch viel Luft nach oben. Ich denke außerdem nicht, dass in absehbarer Zukunft bereits Roboter die Aufgaben eines Gebäudereinigers übernehmen können“, wirft Hollmann einen realistischen Blick auf die neue Technologie, fügt jedoch im selben Atemzug hinzu: „Aber sie werden uns zunehmend in unserer Arbeit unterstützen, so dass wir Ressourcen und Zeit einsparen und sich unsere Gebäudereiniger auf anspruchsvollere, komplexere Arbeiten konzentrieren können.“ / GH

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