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Mobilität sichern: Hybrid- und Elektrofahrzeuge im Vergleich

In vielen Städten wird über Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge diskutiert. Betriebe, für deren Tätigkeiten die Fahrten zu Kunden unerlässlich sind, sollten sich daher frühzeitig informieren, welche Fahrzeuge den Fuhrpark sinnvoll ergänzen. Auf was Sie bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen achten sollten.

#1: Hybridfahrzeuge

Bei Hybridfahrzeugen werden zwei Antriebsarten miteinander kombiniert. Die Mehrzahl der heutigen Hybridfahrzeuge verfügt über einen Verbrennungsmotor, der mit einem Kraftstoff (fossilen Brennstoff – Benzin oder Diesel) betrieben wird, und einen Elektromotor, welcher durch eine Batterie angetrieben wird. Der Hybridantrieb wechselt je nach Fahrsituation automatisch zwischen dem rein elektrischen Antrieb und einem kombinierten Einsatz von Elektro- und Verbrennungsmotor, so kann zum Beispiel beim Überholen zusätzliche Leistung dynamisch abgerufen werden.

Der Unterschied zum Plug-in-Hybrid ist die zusätzliche externe Lademöglichkeit: Die verbaute Batterie kann an der Steckdose geladen („plug in“ = „einstecken“) werden und hat eine größere Kapazität, so dass damit rein elektrisch auch längere Strecken zurückgelegt werden können.

Die Vorteile von Hybridfahrzeugen:

  • Durch die kleinere Batterie (verglichen mit einem reinen Elektrofahrzeug) verkürzt sich die Ladezeit.
  • Emissionsfreies Fahren in Umweltzonen beziehungsweise in der Innenstadt möglich.
  • Die Vorteile von Verbrennungsmotoren und Elektroantrieben werden kombiniert.
  • Der Elektromotor unterstützt vor allem im Stadtverkehr, zum Beispiel beim Anfahren oder Stop-and-go-Verkehr.
  • Der Verbrennungsmotor ermöglicht weite Strecken und sorgt für ausreichend Leistung bei hohen Geschwindigkeiten.
  • Hohes Drehmoment aus dem Stand und damit zügiges Anfahren möglich.

Im Vergleich mit einem reinen Elektrofahrzeug:

  • Weite Strecken sind auch ohne längere Pausen realisierbar.
  • Tanken ermöglicht schnelle Reichweitengewinnung.
  • Flexibilität hinsichtlich des Ladezeitpunktes der Batterie.

Der sogenannte Mild-Hybrid kombiniert einen klassischen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor und verfügt in der Regel über eine 48-Volt-Batterie sowie einen Gleichspannungswandler. Der Elektromotor ist alleine nicht ausreichend, um das Fahrzeug anzutreiben, unterstützt den Verbrennungsmotor jedoch in diversen Situationen, wie beispielsweise dem Anfahren.

Mild-Hybride verfügen über keine rein elektrische Reichweite, daher wird die verbaute Batterie, anders als beim Plug-in-Hybrid, zum Laden auch nicht an eine Stromquelle angeschlossen. Stattdessen wird sie während der Fahrt automatisch, zum Beispiel beim Bremsvorgang, geladen.

Die Vorteile von Mild-Hybrid-Fahrzeugen:

  • Verbesserte Beschleunigung durch die Unterstützung des Elektromotors beim Anfahren.
  • Bremsenergierückgewinnung – gerade im Stadtverkehr kann der Kraftstoffverbrauch deutlich reduziert werden.

#2: Elektrofahrzeuge

Elektrofahrzeuge werden durch eine Batterie angetrieben und verbrennen somit keinen Kraftstoff (fossilen Brennstoff). Dadurch ermöglichen sie das emissionslose Fahren und tragen zu weniger CO2-Belastung, vor allem in Innenstädten, bei. Aktuell haben elektrisch angetriebene Transporter eine durchschnittliche Reichweite von ungefähr 120 bis 200 Kilometer.

Dabei hängt die Reichweite zum einen von der Größe der Batterie, zum anderen auch von diversen äußeren Umständen ab. Hierzu zählen die Temperatur, der Fahrstil, die Beladung, zusätzliche Verbraucher (Sitzheizung, Klimaanlage, Scheibenwischer et cetera), starker Gegenwind oder auch lange Bergauffahrten. 

Die Vorteile von Elektrofahrzeugen:

  • Durch emissionsfreies Fahren reduziert sich die CO2-Belastung, vor allem wenn der geladene Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.
  • Geringere Lärmbelastung.
  • Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen beziehungsweise Rohstoffen.
  • Positiv für das Image der Unternehmen.

Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten 

Worauf kommt es daher in Bezug auf alternative Antriebe an, wenn Neuanschaffungen im Fuhrpark von Handwerksbetrieben anstehen? Der wichtigste Faktor bei der Überlegung, den Fuhrpark durch ein Elektro- oder Hybridfahrzeuge zu erweitern, ist sicherlich die Reichweite, speziell bei reinen Elektrofahrzeugen. Prüfen Sie die Strecken, welche die Fahrzeuge in Ihrem Fuhrpark in der Regel zurücklegen, und entscheiden Sie dann, welche Fahrzeuge durch alternative Antriebe ersetzt werden können.

In der Regel können Elektrofahrzeuge momentan noch nicht alle Verbrenner im Fuhrpark ersetzen, jedoch lassen sich sicherlich zahlreiche Kundenaufträge in näherer Umgebung hiermit erledigen. Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland wird ständig ausgebaut. Nichtsdestotrotz sollten Handwerksbetriebe eine sichere Lademöglichkeit auf dem Betriebsgelände vorsehen, damit das Fahrzeug zu Beginn des nächsten Arbeitstages einsatzbereit ist.

Bei Hybridfahrzeugen sollten Sie die Kraftstoffkosten gegen die höheren Anschaffungskosten des Fahrzeuges gegenrechnen und auch die gegebenenfalls niedrigeren Reparaturen durch weniger Bremsverschleiß berücksichtigen. Durch die im Fahrzeug verbauten Batterien verringert sich die Nutzlast des Fahrzeuges. Prüfen Sie daher das von Ihnen benötigte Zuladungsgewicht. Nicht immer müssen schwere Materialien und Werkzeuge dauerhaft im Fahrzeug transportiert werden.

Subventionen und Zuschüssen nutzen

Sprechen alle Punkte für den Erwerb eines Fahrzeuges mit alternativem Antrieb, so sind selbstverständlich die noch höheren Anschaffungskosten dieser Fahrzeuge ein wichtiger Aspekt und Entscheidungsgrund. Trotz aller Subventionen und Zuschüsse liegen die Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen über denen eines Verbrenners. Wird das Fahrzeug allerdings als Dienstwagen benutzt, ist die günstigere monatliche Besteuerung des geldwerten Vorteils von 0,5 anstatt 1,0 Prozent zu berücksichtigen.

Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Automobilpartner beraten und vergleichen Sie Angebote. Jeder Betrieb hat andere Bedingungen, Anforderungen und Präferenzen – Sie entscheiden, welches Fahrzeug für Sie das richtige ist. Über die Rahmenabkommen der SDH-Servicegesellschaft Deutsches Handwerk erhalten Handwerker auch Nachlässe auf Elektro- und Hybridfahrzeuge. Diese sind nach der kostenfreien Registrierung oder Anmeldung als SDH-Mitglied einsehbar. 

Mobilitätsportal für Handwerksunternehmen

Die SDH – Servicegesellschaft Deutsches Handwerk ist seit 2011 ein Mobilitätsportal für die Unternehmen des deutschen Handwerks. Durch Rahmenverträge mit über 20 Automobilherstellern und weiteren Servicepartnern vermittelt die SDH Sonderkonditionen für gewerbliche Kunden aus dem Handwerk. Das Angebotsportfolio umfasst primär Nachlässe beim gewerblichen Fahrzeugkauf über einen Abrufschein, aber auch Vergünstigungen in den Bereichen Fahrzeuginneneinrichtung, Handwerker-Tankkarte, mobile Kommunikation und vieles mehr. Voraussetzung für die Nutzung der Angebote ist die kostenfreie Registrierung der Unternehmen auf www.sdh.de. Informationen zu den Angeboten und Kooperationspartnern erhalten Sie auf der Website sowie per E-Mail unter service@sdh.de.

Quelle: SDH

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