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FRT Mitgliederversammlung mit Spannenden Vorträgen

Die diesjährige Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung der Europäischen Forschungsgemeinschaft Reinigungs- und Hygienetechnologie e.V. (FRT) fand auf Einladung der Firma Bockholdt am 15. und 16. November 2018 in den Räumlichkeiten der Bockholdt Akademie in Lübeck statt. Am ersten Tag wurden im Anschluss an die Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Brakemeier vier interessante Vortragsthemen präsentiert.

Jörg Zylla, Werner & Mertz, stellte die Fragen: „Kunst und Wissenschaft, zwei Welten? Was hat Niels Bohr mit Kunst zu tun?“ In seinen Ausführungen zeigte er Parallelen zwischen Kunst und Wissenschaft auf. Nach seiner These ist die Kreativität die verbindende Basis. Um kreative Denkprozesse weiter zu fördern, gab er den Teilnehmern eine Reihe nützlicher Hinweise mit auf den Weg.

Fragend ging es auch weiter. In seinem Vortrag „Wie weit ist der Weg zur funktionierenden Robotic wirklich noch?“ zeigte Axel Zimny, Hako, den Teilnehmern die Historie der Nutzung von Robotern im Bereich der Reinigungstechnik bis zum heutigen Tag auf. Über Vergleiche mit der bereits etablierten Nutzung von Robotern in anderen Bereichen machte er deutlich, an welchen zentralen Fragestellungen ein leistungsgerechter, effizienter und wirtschaftlicher Einsatz von Reinigungsrobotern aus Sicht von Hako heute noch scheitert.

Mit seinem Vortrag „Fassadenreinigung im System“ verlegte Sebastian Hermes, Gründer und Geschäftsführer der Hermes Fassadenreinigung und neues FRT-Mitglied, den Fokus auf vertikale „Problembereiche“. In seinem kurzweiligen Vortrag stellte er sehr bildlich vor, wie mit dem von ihm entwickelten Fassadenreinigungssystem die Reinigung von Putzfassaden eine Alternative zum Neuanstrich wird.

Auch der letzte Vortrag des Tages begann wieder mit einer Frage. In „Mission impossible? Reinigung von Feinsteinzeugfliesen, elastischen Bodenbelägen und Metallfassaden“ berichtete Sascha Hintze über seine Erfahrungen als Sachverständiger und zeigte an anschaulichen Beispielen, wie sich Fehler und Schäden vermeiden oder zum Teil auch beheben lassen.

Nach der Vortragsreihe führte ein Nachtwächter die Teilnehmer durch die abendliche lübecksche Altstadt zwischen Trave und Wakenitz und zeigte bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten. Neben den Gängen und Höfen, deren Zugänge durch davorliegende Straßenhäuser zumindest Sargbreite haben mussten (so erzählt es die Legende), lernte man einiges über die Reste der mittelalterlichen Befestigungsanlagen mit ihren bekannten Toren, die ehemals etwa 180 Brauhäuser und vieles mehr. Den Abschluss des Abends bildete ein gemeinsames Abendessen im Restaurant des Hotels „Hanseatischer Hof“.

Der nächste Tag begann mit dem formalen Teil der Mitgliederversammlung. Turnusmäßig fanden in diesem Jahr sowohl die Wahl des Vorstands als auch die Wahl des Forschungsbeirates statt.

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