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Mit Luftvorhang gegen SARS-Cov-2-Viren

Eine fachübergreifende Kooperation von Wissenschaftlern, Medizinern, Sachverständigen und Fachanwälten hat ein lufttechnisches Verfahren entwickelt, das der Atemluft 99 Prozent der für eine Infektion mit SARS-Cov-2-Viren hauptursächlichen Aerosolpartikel entzieht.

Das Schutzsystem, welches Maßnahmen der gezielten Luftführung und abgestimmte Luftwechselraten mit lufttechnischen Raumtrennungen kombiniert, funktioniert wie folgt: Nutzungsbereiche werden durch einen Luftvorhang (2) von Durchgangsbereichen (1) getrennt. Eine optische Kennzeichnung (3) führt Personen mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand durch den Raum. Innerhalb der Nutzungsbereiche erfasst die Absaugung (4) Aerosolpartikel bis 20 Mikrometern direkt an der Entstehungsquelle und leitet sie gezielt einem Virenfiltersystem zu. Ergänzend hebt der Luftvorhang größere Aerosolpartikel über die Atemebene an, wo sie durch das Abluftsystem (4) abgesaugt und einem Virenfilter zugeleitet werden. Der Vorgang der Absaugung wird durch die laminare Luftströmung des Vorhangs von unten verstärkt.

Mittels dieses neuartigen Verfahrens werden Personen in geschlossenen Räumen durch lufttechnische Barrieren so voneinander getrennt, dass sie selbst ohne eine Mund-Nasen-Bedeckung und mit geringem Abstand kommunizieren können, ohne sich über die emittierten Atemaerosole zu infizieren. Gleichzeitig werden die luftgetragenen, vom Menschen freigesetzten und potentiell mit SARS-Cov-2-Viren befrachteten Partikel durch gezielte Luftführung einem geeigneten Filtersystem zugeführt und auf diese Weise der Atemluft entzogen. Durch schrittweise Abreicherung von Aerosolen in der Innenraumluft sinke das Infektionsrisiko erheblich. Die gefilterte Abluft wird dem Innenraum wieder zugeführt und zur Aufrechterhaltung der Luftbarrieren eingesetzt.

Das Schutzsystem ist standardisiert und lässt sich laut den Entwicklern (vertreten durch Global Engineering Service, Darmstadt) in jeder Art von Innenräumen anwenden, in denen sich mehrere Personen über einen längeren Zeitraum gleichzeitig aufhalten – am Arbeitsplatz in der Produktion, im Großraumbüro, in Tagungsstätten und Beherbergungsbetrieben und nicht zuletzt in Klassenzimmern und Hörsälen von Schulen und Universitäten. Die Installation der technischen Komponenten erfolgt jeweils über ortsansässige lizenzierte Handwerksunternehmen unter Koordination von Global Engineering Service. / GH

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