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Miele steigert Umsatz im Jahr 2020 um 6,5 Prozent

Miele (Gütersloh) hat im Geschäftsjahr 2020 rund 4,5 Milliarden. Euro Umsatz erzielt - 6,5 Prozent mehr als 2019. Der Bereich Professional wuchs um 1,8 Prozent.

Der Zuwachs ist nach Unternehmensangaben umso höher zu bewerten, als das zurückliegende Jahr auch für Miele massiv durch die Verwerfungen der Corona-Pandemie geprägt war. „Dank unserer starken Marke, einem hochwertigen Produktangebot und dem nachdrücklichen Ausbau der digitalen Vermarktung ist es dennoch gelungen, den Vorjahresumsatz deutlich zu übertreffen. Diesen Kurs werden wir fortsetzen und weiter forcieren“, betont die Geschäftsleitung des Anbieters von Haus- und Gewerbegeräten.

Starkes Wachstum gab es im Geschäftsjahr 2020 vor allem in Deutschland und Zentraleuropa sowie in China. Staubsauger und Kühlgeräte haben die höchsten Zuwächse erzielt.

8,8 Prozent mehr Umsatz in Deutschland

In Deutschland hat Miele 1,33 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Dies entspricht einem Plus von 8,8 Prozent und macht 29,5 Prozent vom Gesamtumsatz aus. Starke Zuwächse gab es darüber hinaus in den europäischen Nachbarmärkten wie Benelux, Frankreich, Österreich und der Schweiz – aber etwa auch in den aufstrebenden Ländern Osteuropas und insbesondere in China. In anderen wichtigen Märkten konnte das Geschäft etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden, darunter die USA und Großbritannien. Unter den Vertriebskanälen hat sich vor allem der Online-Umsatz positiv entwickelt.

Geschäftsbereich Professional gewinnt 1,8 Prozent hinzu

Im Geschäftsbereich Professional, der rund 15 Prozent vom Gesamtgeschäft ausmacht, hat Miele 1,8 Prozent Umsatz hinzugewonnen. In diesem Bereich ist nach Unternehmensangaben eine deutliche Investitionszurückhaltung bei gewerblichen Zielgruppen zu verzeichnen, allen voran bei Hotels und Gaststätten. Wachstumsimpulse im zweistelligen Prozentbereich kommen hingegen aus dem Klinikprojektgeschäft, das die Miele-Gruppe in ihrer Medizintechniktochter Steelco bündelt.

Um zusätzliches Innovations- und Wachstumspotenzial zu erschließen, forciert Miele eine mehrgleisige Strategie. Zur Unterstützung des Stammgeschäfts beteiligt sich der Konzern über Miele Venture Capital an vielversprechenden Start-ups, etwa mit Blick auf smarte Services rund um das Geräteprogramm oder zur Unterstützung der (digitalen) Vermarktung.

Organisatorisch neu aufgestellt

Zudem hat sich Miele im Geschäftsjahr 2020 organisatorisch neu aufgestellt. Planmäßig gestartet sind eigenständig agierende Business Units für die Bereiche Wäschepflege, Kochen, Geschirrspülen, Kühlen/Gefrieren, Kleingeräte, Service sowie Professional. Eine achte Business Unit („New Growth Factory“) erschließt neue Geschäftsfelder und bündelt zukunftsträchtige Miele-Töchter wie den Gourmet-Lieferservice MChef und den Vertical-Farming-Spezialisten Agrilution.

Ein Meilenstein im vergangenen Geschäftsjahr war der Start eines eigenen Standortes für das globale digitale Marketing und Sales in Amsterdam („Miele X“). Aktuell sind 40 Experten aus 17 Ländern im Team, das 2021 weiter ausgebaut werden soll. Zur Unterstützung der Digitalisierung bei Produkten, Services und Prozessen sollen auch das Kompetenzcenter Smart Home/Electronics mit derzeit etwa 1.000 Beschäftigten sowie der Zentralbereich IT in den kommenden Monaten weiter aufgestockt werden.

Fokus auf Nachhaltigkeit

Einen strategischen Fokus legt Miele auf den weiteren Ausbau der Nachhaltigkeitsstrategie. In einem ersten Schritt soll die Gruppe im Jahr 2021 über alle Standorte hinweg Klimaaneutralität erreichen, und zwar bezogen auf die eigenen Emissionen sowie die Emissionen der Energielieferanten.

Zum 31. Dezember 2020 waren im Unternehmen weltweit 20.944 Menschen beschäftigt, 466 mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland sind es 11.066 Beschäftigte. Wegen der Pandemie arbeiten sie nach Unternehmensangaben nach wie vor unter erschwerten Bedingungen. Zudem habe es im zweiten Quartal Einbußen beim Entgelt gegeben, etwa infolge von Kurzarbeit oder durch freiwilligen Verzicht. Als Ausgleich für die Corona-bedingten Belastungen haben alle Beschäftigten weltweit im Dezember eine freiwillige Sonderzahlung von 40 Prozent eines Monatsentgeltes erhalten. / HH

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