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Lünendonk-Liste 2021: Das sind die Top-25-Unternehmen

Die aktuelle Lünendonk-Liste „Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“ liegt vor. Das Ranking weist die 25 umsatzstärksten Anbieter für infrastrukturelles und technisches Gebäudemanagement im Jahr 2020 aus.

Erstmals seit Beginn der Lünendonk-Marktbeobachtung im Jahr 2004 verzeichneten die 25 führenden Facility-Service-Unternehmen in Deutschland im Corona-Krisen-Jahr 2020 einen Umsatzrückgang – um 2,2 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro (13,8 Milliarden Euro einschließlich Servicegesellschaften). Insgesamt beschäftigten die 25 umsatzstärksten-Dienstleister im Jahr 2020 knapp 268.000 Mitarbeiter (2019: mehr als 270.000 Mitarbeiter).

Top 25 verzeichnen Umsatzrückgang um 2,2 Prozent

Wesentliche Gründe für die Umsatzrückgänge sind laut Lünendonk & Hossenfelder (Mindelheim) unter anderem die geringere Nachfrage nach Catering-Dienstleistungen, Kulanz gegenüber Kunden sowie der Wegfall von vielen Ad-hoc-Beauftragungen. Sonderaufträge in der Reinigung, Sicherheitsdienstleistungen und Anpassungen der Gebäudetechnik milderten den Umsatzrückgang im Markt ab. Unternehmen, die mehrheitlich technische Services anbieten, verzeichneten im Durchschnitt weniger starke Krisenauswirkungen als mehrheitlich infrastrukturelle Dienstleister.

Top 10 steigern Umsatz um 2,7 Prozent

Die Top 10 der führenden Facility-Service-Unternehmen steigerten ihren Umsatz im Durchschnitt hingegen um 2,7 Prozent gegenüber 2019. Aufgrund der Sondereffekte im Jahr 2020 stammen im aktuellen Ranking nun wieder sieben der zehn führenden Unternehmen aus Deutschland. Das überdurchschnittliche Umsatzwachstum der Top 10 ist laut Lünendonk & Hossenfelder nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar, da die Compass Group und Sodexo aufgrund eines im Vergleich hohen Umsatzanteils mit Catering-Services besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen sind und aufgrund der Umsatzrückgänge für das Jahr 2020 nicht in den Top 10 geführt werden.

"Im Vergleich zu anderen B2B-Service-Märkten wie Industrieservice oder Zeitarbeit, die deutlich größere Umsatzrückgänge hinnehmen mussten, haben sich die Facility-Service-Dienstleister auch in dieser Krise als ein Stabilitätsanker der deutschen Wirtschaft gezeigt", sagt Thomas Ball, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder (Mindelheim). Während Catering-Services deutlich weniger nachgefragt waren, sei der Bedarf an Reinigungs- und Sicherheitsdienstleistungen in einzelnen Segmenten angestiegen. "Corona hat eindrücklich gezeigt, dass auch in größeren Krisen Marktveränderungen und deren Auswirkungen immer differenziert zu betrachten sind."

Das Ranking im Überblick

In das Ranking aufgenommen werden Unternehmen, die mindestens 50 Prozent des Umsatzes mit Facility Services erwirtschaften, deren Umsätze mindestens zu 66 Prozent aus externen Aufträgen resultieren und zudem mehr als 66 Prozent des Facility-Services-Umsatzes aus infrastrukturellen und technischen Gebäudedienstleistungen besteht. Die Rangfolge basiert auf kontrollierten Selbstauskünften der Unternehmen und Schätzungen von Lünendonk & Hossenfelder über in Deutschland bilanzierte/erwirtschaftete Umsätze. Umsätze mit Servicegesellschaften und Organschaften sind nicht berücksichtigt. Das Ranking nach Umsatz in Deutschland im Jahr 2020 im Überblick:

1. Spie: Zum zweiten Mal in Folge wird das Lünendonk-Ranking von Spie angeführt. Das Unternehmen erreichte im Jahr 2020 einen geschätzten Umsatz von 1,73 Milliarden Euro (plus 1,8 Prozent).

2. Apleona: Auf Rang zwei folgt erneut Apleona mit nun 1,69 Milliarden Euro Umsatz (plus 1,9 Prozent).

3. Wisag: Ebenfalls unverändert folgt auf Rang drei die Wisag Facility-Service-Holding (1,17 Milliarden Euro, plus 0,8 Prozent).

4. Engie: Das Unternehmen steigerte den Umsatz um 96 Millionen Euro auf nun 838,0 Millionen Euro und verbesserte sich damit um zwei Listenplätze.

5. Gegenbauer: Auch die Umsätze der Gegenbauer-Gruppe wuchsen entgegen dem Markttrend auf 765,1 Millionen Euro (plus 2,8 Prozent). Das Unternehmen erreichte wie im Vorjahr Rang fünf.

6. ISS Deutschland: Die deutsche Landesgesellschaft von ISS verbessert sich um zwei Listenränge - mit 736,9 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2020. Der seit Mitte 2019 laufende Großauftrag für die deutsche Telekom ist nun erstmals vollständig in den Umsatzzahlen konsolidiert. Dieser Sondereffekt beeinflusst das Unternehmenswachstum (insgesamt plus 12,5 Prozent).

7. Piepenbrock: Nicht mehr in den Top 10 vertreten sind Strabag PFS mit einem Umsatzrückgang von 36,0 Prozent auf nun 491,0 Millionen Euro (2020: Listenplatz vier) und Compass (470,0 Millionen Euro; 2020: Listenrang sieben). Durch diesen Effekt und ein Umsatzplus von 2,6 Prozent auf nun 633,7 Millionen Euro steigt Piepenbrock auf Rang sieben im Ranking auf (2020: Platz neun).

8. Dussmann: Das Unternehmen kommt mit einem Umsatzrückgang auf 619,0 Millionen Euro in Deutschland (2019: 662,0 Millionen Euro, Rang elf) auf Rang acht.

9. Kötter: Die Top 10 werden komplettiert von Kötter mit 571,0 Millionen Euro (2020: 565,0 Millionen Euro, Rang zwölf) sowie Klüh.

10. Klüh: Das Unternehmen erzielte 531,5 Millionen Euro (minus 3,0 Prozent), verbesserte sich im Ranking damit aber trotzdem von Platz 13 auf Platz zehn.

11. Sodexo: Mit 510,0 Millionen Euro Umsatz in Deutschland (2019: 570,9 Millionen Euro) belegt Sodexo im Lünendonk-Ranking Platz elf (2019: Platz zehn).

12. Strabag PFS: Mit 491,0 Millionen Euro Umsatz (2019:767 Millionen Euro) rutschte Strabag PFS im Ranking von Platz vier auf Platz zwölf.

13. Compass: Das Unternehmen erzielte nur noch 470,0 Millionen Euro Umsatz (2019: 673,0 Millionen Euro) und belegt damit im Ranking Platz 13 (2020. Platz sieben).

14. CBRE: Mit 388,0 Millionen Euro Umsatz (2019: 372 Millionen Euro) erreichte CBRE wie bereits 2020 Listenplatz 14.

15. Stölting: Das Unternehmen setzte das starke organische und anorganische Wachstum der vergangenen Jahre fort und erreichte 326,0 Millionen Euro (2020: 195,0 Millionen Euro, plus 67,2 Prozent). Im Geschäftsjahr 2020 wurde die übernommene Clemens Kleine konsolidiert, die im Geschäftsjahr 2019 72,5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete. 2020 war Stölting im Ranking auf Platz 19 gekommen.

16. Sauter FM: Das Unternehmen erzielte 264,7 Millionen Euro Umsatz (2019: 256,6 Millionen Euro) und belegt im Ranking erneut Rang 16.

17. Götz-Management: Das Unternehmen behauptete sich mit 254,0 Millionen Euro Umsatz (2019: 248 Millionen Euro) auf Platz 17.

18. Vinci: Mit einem Rückgang von 46,3 Millionen Euro (minus 16,1 Prozent) und 240,0 Millionen Euro Umsatz ist Vinci auf Rang 18 des Rankings platziert (2019: Platz 15).

19. Geiger FM: Mit 201,5 Millionen Euro Umsatz (2019: 205,0 Millionen Euro) kam Geiger FM auf Rang 19 (2020: Rang 18).

20. Dr. Sasse: Das Unternehmen konnte den Umsatz mit 188,0 Millionen Euro (2019: 190 Millionen Euro) nahezu stabil halten und stieg um einen Platz im Ranking auf.

21. Caverion: Mit 187,6 Millionen Euro Umsatz (2019: 190,9 Millionen Euro) rutschte Caverion von Platz 20 im Vorjahr auf jetzt Platz 21.

22. Dorfner: Trotz eines Umsatzrückgangs auf 174,0 Millionen Euro Umsatz (2019: 181,0 Millionen Euro) behauptete sich Dorfner auf Platz 22.

23. Hectas: Das Unternehmen erzielte 149,4 Millionen Euro Umsatz (2019: 155 Millionen Euro Umsatz und erreichte damit erneut Platz 23.

24. ISD Immobilien Service Deutschland: Mit 139,0 Millionen Euro Umsatz  (2019: 129,0 Millionen Euro) behauptet sich ISD auf Platz 24.

25. Rud. Otto Meyer Technik: Das Unternehmen belegte mit 136,2 Millionen Euro Umsatz (2019: 125,1 Millionen Euro) erneut Platz 25. 

Die neue Lünendonk-Liste „Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“ steht zum kostenfreien Download auf www.luenendonk.de bereit. Sie listet neben dem Inlandsumsatz auch den Gesamtumsatz sowie die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland auf. Das Ranking ist Teil der 18. Lünendonk-Studie zum deutschen Facility-Service-Markt. Einbezogen wurden 63 Dienstleister. Die umfassende Studie (kostenpflichtig) enthält Langzeit- und Segmentauswertungen. / HH

 

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