Leserbriefe -

Leserbrief Leserbrief

Die neue Art der Glasreinigung mit wasserführenden Stangen und Bürsten – welche Stangensysteme gibt es am Markt und welches System empfiehlt sich in der Praxis! Ein Leserbrief von Karl Wachenfeld.

Die positiven Berichte in der Fachpresse über den Einsatz von wasserführenden Stangen und Bürsten bei der Glasreinigung an Außenfassaden reißen nicht ab. Sicher schein zu sein, dass die Reinigungsqualität gut und die Reinigungsgeschwindigkeit hoch ist und der Gebäudereiniger durch den Wegfall von Steiger- oder Leiterneinsatz zusätzlich Zeit sparen kann. Gleichzeitig schafft sich der fortschrittliche Gebäudereiniger durch kostengünstige Angebote einen Marktvorteil gegenüber seinen Mitbewerbern. Aber auch der Aspekt des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit sprechen für dieses zukunftsweisende System. Herr Martin Lutz spricht davon, „dassdiese Technologie zu den wichtigsten Innovationen der letzten Jahre gehört.“

Heute werden zumeist Karbonstangen verwand, ähnlich derer, die wir vom Hochsprung kennen. Sie sind sehr leicht, kosten aber auch ihren Preis.

Technisch stehen sich dabei zwei Verfahren gegenüber, die zunächst einmal verglichen werden müssen:

1) Die Teleskopstangen sind als ein Komplex-Stangensystem entwickelt, das auf die jeweilige Arbeitshöhe eingestellt werden kann. Ein praktisches System, wobei das Gesamtgewicht sich auch bei niedriger Arbeitshöhe nicht reduziert und beim Bruch eines Stangensystems die gesamte Stange zunächst nicht einsatzfähig ist.

2) Die verschraubbare Stange - bestehend aus einzelnen miteinander verschraubten Stangenelementen - ist beim Umrüsten arbeitsintensiver, zeichnet sich aber durch ein abnehmendes Gesamtgewicht bei reduzierter Arbeitshöhe und hoher Stabilität aus.

Weiter unterscheiden sich die Systeme bei

der Art der Wasserführung: innenliegend – außenliegend.

der Art der Wasserdruckeinstellung: Fernbedienung, mechanische Einstellung direkt an der Stange; aber es gibt auch Systeme, bei denen keine Einstellung vorgenommen werden kann.

Bürsten mit innenliegenden, aber auch mit außenliegenden Wasserdüsen und Bürsten mit innen- und außenliegenden Wasserdüsen, die individuell umgesteckt werden können.

der Bürstenbreite, wobei die meisten Anbieter als Minimalausrüstung eine kleine und eine breite Bürste anbieten.

dem Angebot, Bürsten mit unterschiedlich harten Bürstenhaaren anzubieten.

dem Angebot, unterschiedliche Adapterteile (Verbindungsteile zwischen Stange und Bürste) anzubieten, um die Erreichbarkeit aller Reinigungsflächen zu gewährleisten.

der Möglichkeit, verschiedene Adapterteile mit unterschiedlichen Bürstenköpfen zu kombinieren.

der bzw. keiner Möglichkeit, das System in einer speziellen Tasche zu transportieren.

Wichtig ist aus meiner Sicht, dass die Komponenten der Wasseraufbereitung (Kupplungen, Wasserdruck), der Stangen und Bürsten optimal aufeinander abgestimmt sind, so dass die richtige Menge Wasser bei jeder Arbeitshöhe geliefert wird. Das Stangen- und Bürstensystem muss darüber hinaus für den Gebäudereiniger praktikabel und einfach handhabbar sein. Gleichzeitig sollte das System den mechanischen Waschvorgang optimal unterstützen und in einem letzten Arbeitsvorgang die gereinigte Fläche gut abspülen.

Ein letzter Tipp: Testen Sie das System nicht auf 20 Meter Höhe oder an den schwierigsten Winkel des Hauses. Geben Sie Ihrem Glasreiniger die Zeit, sich an dieses System zu gewöhnen. Es braucht seine Zeit, aber es lohnt sich!

Viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung für die “neue Art der Glasreinigung”!

Karl Wachenfeld, Gesellschafter der Klaros Dienstleistungs-GmbH

www.klaros-gmbh.de

© rationell-reinigen.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Log-in

* Pflichtfelder bitte ausfüllen