Leserbriefe -

Leserbrief: „Das muss man differenzierter betrachten“

Zum Beitrag „Vor der ersten Tour im Jahr: Das Fahrrad startklar machen“ (rationell reinigen 6.2018) erhielt die Redaktion folgende Reaktion von David Wickel-Bajak (Alfred Kärcher, Winnenden):

„Als ich die Juni-Ausgabe auf den Tisch bekommen habe, bin ich wie immer gleich in die erste Leserunde gestartet. Beim Beitrag ,Das Fahrrad startklar machen‘ wurde mein Lesevergnügen jedoch jäh gebremst. Unseres Erachtens sollte die Hochdruckreinigung von Fahrrädern wesentlich differenzierter betrachtet werden, als dies im Artikel der Fall ist (,von Hochdruck­reinigern sollte der passionierte Radfahrer die Finger lassen‘). Weder das pauschale Abraten von der Methode noch die Hochdruckreinigung im Hurra-Stil sind zielführend.

Nicht ohne Grund hat sich diese Geräte­gattung bei sensiblen Anwendungen vielfach bewährt, zum Beispiel bei der restauratorischen Reinigung. Denn: Die relevanten Parameter können nahezu stufenlos und damit bestmöglich an die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden. Übrigens muss das nicht immer mit einer entsprechenden Möglichkeit zur Regulierung an Gerät oder Pistole verbunden sein. Schon das Einhalten eines gewissen Mindestabstandes (im vorliegenden Fall mindestens 30 Zentimeter) ermöglicht ein passgenaues Arbeiten. Viel falsch machen kann man beim Saubermachen des Fahrrades nicht. Klar ist: In Rad- und Tretlager oder Bremsen darf der Wasserstrahl nicht gehalten werden, sonst werden sie ausgespült. Gleiches gilt für Stoßdämpfer und elektrische Verbindungen im Falle eines E-Bikes.

Hier unsere Empfehlung für ein sauberes Zweirad:

1. Das Fahrrad in einen Montageständer stellen. So hat es sicheren Halt und fällt beim Reinigen nicht um. Wer keinen Montageständer hat, kann das Rad auch gegen eine Mauer lehnen.

2. Festsitzende Verschmutzungen mit einem Reinigungsmittel einsprühen. Die Einwirkzeit beträgt etwa drei bis vier Minuten.

3. Mit dem Hochdruckreiniger den gröbsten Schmutz entfernen. Die Hochdrucklanze dabei stets von schräg oben auf das Fahrrad richten und von unten nach oben arbeiten. So ist sofort zu sehen, welche Stellen schon gereinigt sind.

4. Den feinen Grauschleier, der auf dem Rahmen zurückbleibt, mit einer an den Hochdruckreiniger angeschlossenen Waschbürste wegwischen. Sie sorgt dafür, dass der Rahmen wieder seinen ursprünglichen Glanz bekommt.

5. Nach der Reinigung der Fahrradkette und der Schaltgruppe diese mit einem Kettenwachs neu einfetten.“

David Wickel-Bajak,

(Alfred Kärcher, Winnenden)

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