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Klinik testet digitalen Hygiene-Checkpoint

Im Rahmen eines Pilotprojektes kommt in der Dr. Becker Klinik Norddeich derzeit ein neuartiger Hygiene-Checkpoint zum Einsatz. Er identifiziert Menschen mit erhöhter Temperatur oder Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung schon beim Betreten der Gebäude.

Nach der Zeit vieler Einschränkungen öffnen Kliniken, Reha- und Pflegeeinrichtungen wieder ihre Türen. Um Beschäftigte sowie Bewohner und Patienten in Coronazeiten bestmöglich zu schützen, hat das auf Sicherheitstechnik spezialisierte Technologieunternehmen Emdion einen digitalen Hygiene-Checkpoint entwickelt. Der Gesundheitsassistent mit dem Namen "Liward" hat etwa die Größe eines Passbildautomaten und wird in überdachten Eingangsbereichen positioniert. Sobald eine Person vor den Checkpoint tritt, messen Sensoren berührungslos die Temperatur im Gesicht. Liegt die gemessene Temperatur unter einem festgelegten Schwellwert, öffnet sich automatisch die Tür zum Innenbereich. Liegt der Messwert höher, wird die Person mittels Sprachnachricht informiert, und das Gerät verständigt über ein Signal die Pflegekräfte der Klinik. Diese besprechen mit der Person das weitere Prozedere.

Über das Messen der Körpertemperatur hinaus kann das Gerät laut Stefan Szymanski, verantwortlich für Vertrieb und Projektleitung bei Emdion mit Sitz in Emden, noch weitere optionale Funktionen übernehmen. So ist die Hygiene-Schleuse in der Lage, zu erkennen, ob eine Person, die das Gebäude betreten möchte, eine Mund-Nasen-Maske trägt. Weitere optionale Module, zum Beispiel zur Erkennung ob eine Händedesinfektion durchgeführt wurde, sollen in Kürze folgen.

"Wenn der derzeitige Praxistest weiterhin erfolgreich verläuft, kann die Lösung dazu beitragen, das Leben während der Corona-Pandemie sicherer zu machen", erklärt Frank Reisgies, General Manager Hygiene Core Business beim Systemanbieter CWS, der in Kooperation mit Emdion für den Vertrieb des digitalen Hygiene-Checkpoint zuständig sein wird. Bernd Hamann, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Klinik Norddeich, ist jetzt schon zufrieden: "Der Hygiene-Checkpoint rundet unser Sicherheitskonzept ab. Wir haben viele Klinikprozesse angepasst und strenge Hygieneregeln aufgestellt, die wir in Absprache mit dem Deutschen Beratungszentrum für Hygiene erarbeitet haben. Innovationen stehen wir per se aufgeschlossen gegenüber."

Als mögliche Ergänzung zu Liward hat CWS eine Hygienewand entwickelt. Hier ist unter anderem ein Spender für Handdesinfektionsmittel integriert, der sich per Fußpedal bedienen lässt. Auch Spender für Einmalhandtücher aus Papier, Schutzmasken und -handschuhe sowie ein Abfallbehälter für gebrauchte Hygieneutensilien sind vorgesehen. Nicht zuletzt seien Schmutzfangmatten ebenfalls mit dem Hygiene-Checkpoint kombinierbar.

Generell eigne sich der digitale Gesundheitsdetektor nicht nur für Kliniken, sondern auch für Schulen, Universitäten, Büro- und Geschäftshäuser, Ämter, Banken oder auch Kaufhäuser und Supermärkte – um nur einige Beispiele zu nennen. / GH

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